Eva Herman: Hallo, Männer, aufwachen!
Armes Deutschland: Warum den Männern jede Kraft fehlt, gegen die Frauenquote zu kämpfen
Eva Herman
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Frauenquote und kein Ende. Ursula von der Leyen versucht seit Jahren, dieses Gender-Mainstreaming-Werkzeug der >Geschlechtergleichheit« einzufordern. Ihre Nachfolgerin Kristina Schröder dreht ihr Fähnchen mit jedem neuen Windhauch, aus welcher Richtung auch immer dieser kommen mag: Mal ist sie dafür, dann wieder dagegen, dann ist sie ein bisschen dafür, aber nicht sofort … Sie scheint sich mit einer eigenen Positionierung schwer zu tun, seit ihre resolute Vorgängerin, die heutige Arbeitsministerin von der Leyen, ihr dieses Ressortthema kurzerhand einfach weggenommen und in ihren eigenen Zuständigkeitsbereich eingewebt hat. Pech gehabt, nicht aufgepasst! Wer jedoch erst recht nicht aufgepasst hat über Jahrzehnte, das sind die Männer. Denn ihre Interessen werden bei der Frauenquote überhaupt nicht berücksichtigt. Warum? Es gibt viele Gründe, doch der wichtigste kommt jetzt:
Das Ressort, das derzeit alle Menschen im Land im weitesten Sinne vertritt, heißt >Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend«. Moment mal, da fehlt doch etwas, oder? Richtig, die Männer. Kommen sie vielleicht irgendwo anders vor? Nein! Es gibt kein Männerministerium. Niemand ist für sie zuständig.
Man stelle sich einmal vor, es gäbe heute keine Frauenministerin. Meine Güte, was wäre das für ein Geschrei. Es würde nicht lange dauern, bis ein Ressort mit weitreichenden Kompetenzen gegründet wäre. Ruck, zuck! Doch die Männer, sie zucken überhaupt nicht. Niemand begehrt auf und sagt: Wir sind auch noch da! Niemand tritt für ihre Rechte ein, weder bei Gesetzgebungen, noch bei Debatten im Bundestag oder in Ausschüssen. Männer? Fehlanzeige. Vielleicht haben sie es ja auch noch gar nicht bemerkt, obwohl sie doch immer noch etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung stellen, die Kleinsten eingeschlossen.
Es ist wirklich traurig. Die armen Männer. Welch eine Welt: Da sind einerseits Frauen, die alles wollen! Schließlich haben sie lange genug gelitten unter Unterdrückung. Stimmt. Das muss jetzt wettgemacht werden, weshalb man den Männern alles wegnehmen will. Sie sollen nicht erfolgreich sein, sondern die Frauen. Sie sollen nicht weiter in den Chefetagen sitzen, sondern die Frauen. Dafür sollen die Männer zunehmend ins Haus gedrängt werden, in die Kindererziehung, die Hausarbeit. Denn: Jetzt ist Frauenzeit! Männer sind out!
Die Frauenquote ist ein willkommenes Instrument, um zu zeigen, wo künftig der Hammer hängt. Seit Jahren wird dieses unsinnige, ungerechte Instrument immer wieder ins Feld geführt. Zahlreiche Befürworter stehen im Lichte der Öffentlichkeit und kämpfen darum mit zusammengebissenen Zähnen. Meist sind es Frauen.
Vor wenigen Tagen tat die Kanzlerin so, als haue sie endlich energisch auf den Tisch. Von diesem wischte sie die Quote zunächst in der öffentlichen Diskussion. Zunächst, wohlgemerkt. Doch nicht endgültig. Sie forderte die Unternehmer, die längst nicht mehr wissen, wo Ihnen vor lauter Frauenrücksichtnahme der Kopf steht, jetzt zur Selbstverpflichtung auf. Merkel hat sie dabei unentwegt streng im Blick, die bösen Buben, die einfach nicht hören wollen auf die starken, klugen Frauen.
Die bösen Buben. Entweder sie knirschen mit dem Unterkiefer und schweigen, oder sie schlagen, in vorauseilendem Gehorsam, die Quote sogar selbst vor für die Unternehmen. Dazu gehört René Obermann, Chef der Deutschen Telekom, ebenso wie jetzt die deutsche Industriegewerkschaft (IG) Metall. Diese hat einem Spiegel-Bericht zufolge eine Frauenquote von dreißig Prozent für die von ihr gestellten Aufsichtsräte beschlossen.
Hinter vorgehaltener Hand sind sich die Männer nahezu einig: Eine Frauenquote ist ungerecht. Sie senkt den Qualitätsstandard der Produkte und der Unternehmen, sie diskriminiert Männer. Vor allem: Die meisten Frauen wollen überhaupt nicht in die Chefetage. Wenn sie Kinder bekommen, wächst ihnen nämlich meist ein anderer Kopf, die Prioritäten verschieben sich. Die übrigen, die Kinderlosen, landen schon dort oben, wenn sie zäh sind, Ausdauer haben und genügend Zeit mitbringen. Das alles braucht jeder da oben, ob Mann oder Frau.
Manche Männer fragen sich nun gar, warum denn eigentlich das in diesem Zusammenhang häufig angeführte Antidiskriminierungsgesetz nicht in gleichem Maße für sie, die Männer, gelte wie für die weiblichen Mitstreiter? Zu Recht stellen sie die Frage, doch es hört sowieso keiner zu.
Das auch >Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz« (AGG) genannte Rechtskonstrukt wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte mühselig errungen: meist natürlich von Frauen, von kinder- und mannlosen Feministinnen. In Deutschland, so hat Arbeitsministerin von der Leyen wie auch die Kanzlerin gedroht, soll es in spätestens zwei Jahren die gesetzliche Quote von 30 Prozent Frauen in Führungsebenen geben. Egal, ob man Befürworter oder Gegner dieser gesetzlich verordneten Zwangsmaßnahme ist, sie bedeutet auf jeden Fall eins: Jeder männliche Mitbewerber kann künftig mit noch so hochverdienten Auszeichnungen wedeln. Er wird vom Unternehmen mit Sicherheit nicht eingestellt werden, wenn die Frauenquote noch nicht erreicht ist. Damit verstößt die Frauenquote doch gegen das Grundgesetz, in welchem das Allgemeine Gleichstellungsgesetz verankert wurde. Das AGG >ist ein deutsches Bundesgesetz, das Benachteiligungen aus Gründen der ›Rasse‹, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen« (http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz).
Hallo, Männer, aufwachen! Wäre es in diesem Fall umgekehrt, ginge es um eine Männerquote.........
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Liebe Grüße
Oliver
![[image]](http://img6.imagebanana.com/img/g0fnv3vg/warnhinweiskleiner.jpg)
Eva Herman: Hallo, Männer, aufwachen!
Interessante christl. Persönlichkeit (sollte auch hierzulande bekannter werden):
http://www.youtube.com/watch?v=tlga1myl_Ns&playnext=1&list=PL3288FA2BEB0EC066
Eva Herman: Hallo, Männer, aufwachen!
Armes Deutschland: Warum den Männern jede Kraft fehlt, gegen die Frauenquote zu kämpfen
Kraft haben viele, fragt sich nur, wofür. Und da geht das eigene Leben mit seinen ganz individuellen Wünschen und Zwängen (!) doch grundsätzlich vor. Und eigentlich gehen wir ja wählen, damit gewisse Dinge auch angemessen geregelt werden - oder eben halt auch nicht.
Hallo, Männer, aufwachen!
Viele schlafen nicht. Die Online-Kommentarspalten zum Beispiel sprechen jedenfalls nur allzuoft eine deutliche Sprache. Aber es haben wohl auch viele andere Prioritäten. Siehe oben.
Und meinen Schwanz unter Kontrolle zu halten und mein Ding zu machen, ist von meiner Seite momentan auch alles, was ich zu bieten habe. Zugegeben. Aber wenigstens bin ich schon mal grundsätzlich hellwach.
Manndat und andere Interessenvertretungen sollten ihren Mitgliedern vorschlagen, in die Parteien zu wandern. Oder es besser noch Menschen antragen, die NICHT Mitglieder sind, aber es gerade werden wollten; ein offenes Visier könnte nachteilig sein und dann läßt man es gefälligst zu
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...und erlöse uns von dem Bösen.
P.S.
Bei genauerem Lesen fällt mir noch auf, dass Frau Herman die von ihr aufgeworfene Frage, warum den Männern die Kraft fehlt, gar nicht beantwortet
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...und erlöse uns von dem Bösen.