Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vorsicht vor Reflexen.

LatexTester, Sunday, 13.02.2011, 16:35 (vor 5451 Tagen) @ Cardillac

Ich fand den Text scheiße: Das ist Primitivliberalismus gemäß dem
Thatcherschen Diktum: Es gibt keine Gesellschaft, es gibt nur
konkurrierende Individuen...

So verstanden, ist Liberalismus falsch verstanden - da ist das Grundgesetz vor. Als Regulativ gegenüber dem staatlichen Frauenkult kann der Liberalismus als eine der wenigen politischen Strömungen aber betrachtet werden. Und momentan - sieht man sich die Parteienlandschaft in D, A oder CH an - ist da wenig Alternative, wenn es um Mittel zum Zweck geht. Das bedeutet noch lange nicht, dass soziale Kälte, Entsolidarisierung oder der Raubtier-Kapitalismus wesensbestimmend für das Land wird, sondern dass eine Bestandsaufnahme ergeben muss, welche Mittel für was ausgegeben werden und welche Gruppen durch den Überstaat an den Bürgern bereichern. Wo also ist zuviel Staat und wie greift der Staat in die Freiheitsrechte der Menschen ein? Denn selbst der Staat als sozialer Dienstleister und Versorger (und so begreifen nicht wenige Bürger den Staat) ist grundsätzlich immer Opponent und niemals Genosse. Inzwischen greift der Staat von der Kinderkrippe bis ins Altenheim immer mehr zu und reguliert damit fast alle Lebensbereiche. Diese Form der Unmündigkeit als anti-freiheitliches Moment des Über- und Nanny-Staates einzudämmen, wird mit dem Parteienkartell des Bundestages kaum gelingen. Wäre der Feminismus nicht sozialistisch, sondern hätte einen liberalen Kern, käme er dem Ziel der Emanzipation und Gleichberechtigung weitaus näher, statt auf Begünstigung, Geschlechtsvorteil, Rosinenpickerei und Bevorzugung zu bestehen. Der Feminismus ist in den Parteien so fest im Sattel, weil der Mainstream in allen Parteien den Staat als Versorger und Umverteiler sieht. Jede gesellschaftliche Gruppe will gleich dem Feminismus Staatsknete oder Sonderrechte abgreifen, weil sie in Konkurrenz mit den anderen steht. Das Hamsterrad der Angst zu kurz zu kommen, lässt dem Staat die Möglichkeit sich als Oberbefehlshaber in das Private einzumischen und dieses normierend zu gestalten. Die Alternative lautet nicht mehr Deutschland oder weniger Schweden


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