Horst-Eberhard Richter
Horst-Eberhard Richter hat vor drei Jahren in einem Buch mit dem Titel Die Krise der Männlichkeit in einer unerwachsenen Gesellschaft" die ganze Sache aus psychoanalytischer und geschichtsphilosophischer Sicht betrachtet.
"Dabei wäre doch eine entsprechende Befreiungsbewegung auf Männerseite so von Nöten, eine Bewegung, die nicht nur anpasserisch dem Feminismus und der Entwicklung der Frauen hinterher kriecht, sondern aufrecht und selbstbewusst Männerinteressen vertritt und gegenüber manchem Auswuchs der Vergangenheit eine Partnerschaft der Geschlechter auf Augenhöhe fordert und bereit ist, dafür auch zu kämpfen und sich angreifen zu lassen
"Partnerschaft" -da liegt schon der Fehler.
eine Partnerschaft der Geschlechter auf Augenhöhe
fordert
Da liegt der Fehler.
In der Natur (die ich nicht auf das Biologische reduziert sehen möchte) gibt es keine Partnerschaft, sondern Herrschaft. Und Herrschaft ist nicht dasselbe wir Unterdrückung, sondern bedeutet auch Fürsorge!
Die Crux ist die Leugnung der Hierarchie. Wo immer von Partnerschaft die Rede ist, wird die Hierachie geleugnet, und damit auch die Herrschaft.
Eine Steigerung dieser Leugnung besteht in dem Zusatz "auf gleicher Augenhöhe". Gerade was Mann und Frau betrifft, so ist die Ungleichheit der Augenhöhe dermaßen unübersehbar, daß ihre Leugnung eine Form von Psychopathie darstellt. Diese Ungleichheit besteht ja auch seelisch: Die Frau will zum Mann aufschauen, nach oben heiraten, usw.
Was der Richter da aussagt, ist Ausdruck der üblichen inneren Verlogenheit und Geist-Leugnung.
Partnerschaft, das ist ein inflationär ausuferndes Modewort, ein Unwort.
trel