Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Schäferstündchen des Todes"

Bombe 20, Thursday, 10.02.2011, 15:18 (vor 5454 Tagen)

Arne weist in seinem Blog auf einen Artikel in der MoPo hin, in dem es darum geht, daß ein Mann seine Schwägerin getötet hat, nachdem diese ihn in einem Hotelzimmer vergewaltigen wollte. Natürlich wird das bei dieser Konstellation etwas anders dargestellt: Er ermordete die Frau, nur weil sie Sex mit ihm wollte, und sein Bruder und dessen Kinder leiden jetzt gar sehr.

Eine Kommentarfunktion gibt es zwar nicht, aber man kann an die Redaktion schreiben, was ich getan habe, auch wenn ich weder mit einer Antwort noch gar mit Einsicht rechne:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein erhebliches Problem mit der Misandrie in Ihrem Artikel "Familiendrama in Stade: Frau wollte Sex - da musste sie sterben".

Stellen wir uns mal folgende Situation vor: Eine Frau, sehr betrunken, begleitet den Bruder ihres Mannes auf sein Hotelzimmer. Dort versucht er, sie zum Sex zu zwingen, woraufhin sie ihn tötet. Am nächsten Morgen wird er nackt auf dem Hotelbett gefunden, die Täterin stellt sich später der Polizei.

Hätte die Überschrift über einem Artikel zu dieser Geschichte ähnlich gelautet, oder nicht doch eher "Familiendrama in Stade: Frau tötet Vergewaltiger"? Hätte der Artikel nicht eher von einem -sicher verständlichen- Notwehrexzess gehandelt statt davon, wie ein jemand seinen Nichten brutal einen Elternteil raubt?

Können Frauen nicht vergewaltigen, weil sie doch das friedfertige, edle Geschlecht sind? Können Männer nicht vergewaltigt werden, weil sie doch immer wollen und sowieso nur an das eine denken?

Ich bitte Sie, in Zukunft solche Entgleisungen zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen,

Bombe 20

--
Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesgynokratie Deutschland:
(1) Die Würde der Frau ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(1a) Männer? Ach...

"Schäferstündchen des Todes"

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Thursday, 10.02.2011, 16:22 (vor 5454 Tagen) @ Bombe 20

Ich habe mich da auch gemeldet:

'Die Diktion Ihres Artikels "Familiendrama in Stade" erstaunt doch ein wenig. Ich bezweifle, dass sie beim umgekehrten Geschlechterverhältnis die Schlagzeile 'Mann wollte Sex - da musste er sterben' gewählt hätten, vielmehr wäre von einer mutigen Frau die Rede gewesen, die sich gegen einen Vergewaltiger wehrt. Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass Frauen nicht immer nur Opfer sind. Oder darf der nächste getötete Vergewaltiger mit dem einfühlsamen Satz 'Der Papa wird nie mehr wiederkommen' rechnen?'

Viele Grüße
Wolfgang

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