Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Linke fassungslos über René Kuhns Teilnahme an TV-Talkshow

Hengst, Wednesday, 09.02.2011, 17:07 (vor 5455 Tagen)

Sobald man nur einen einzige Person, die ihrer Ideologie widerspricht, zu Wort kommen lässt, kriegen sie sich kaum mehr ein:

(...) Die «Arena>-Redaktion lud am 4. Februar 2011 zu einer Sendung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums zum Frauenstimmrecht in der Schweiz ein. Der Titel meinte salopp: «Gleichstellung - alles paletti? Frauen reden über Männer. Männer reden über Frauen>. Das Sendekonzept teilte die Frauen und Männer in zeitlich aufeinanderfolgende, geschlechtersegregierte Runden. Im Ring stand u. a. René Kuhn, ein Mann aus Luzern, der schon am 17. Dezember 2010 von seiner Heimatpartei SVP aufgrund seiner antifeministischen Hetzerei (sic!) mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen wurde. Doch der Extremist bekam in der «Arena> nicht nur viel räumliche Präsenz (sinnbildlich zunächst auf dem falschen Platz), sondern auch viel Redezeit. Dies alles in einer der wichtigsten politischen Fernsehsendungen dieses Landes.

Dies wirkte so, als ob in den USA, 60 Jahre nach der Aufhebung der Rassentrennung, eine führende TV-Sendung das Thema: «War es eigentlich richtig, den Schwarzen das Wahlrecht überhaupt zu erteilen?> initiiert hätte. Platziert wären ein Tisch mit ausschliesslich schwarzen und einer mit ausschliesslich weissen Menschen gewesen, die über die Demokratiebefähigung der eigenen oder der anderen Hautfarbe diskutiert hätten. Besondere Attraktion einer solchen imaginären Sendung wäre die Einladung eines Ku-Klux-Klan-Anhängers am weissen Tisch gewesen. Selbstverständlich wäre eine solche US-amerikanische Sendung nie konzipiert oder gar ausgestrahlt worden.

Doch die «Arena>-Redaktion lädt René Kuhn, den luzernischen Antifeministen der ersten Stunde ein, der sich mit «Feministinnen sind hässlich> in der Boulevardpresse einen «Namen> gemacht hat. René Kuhn ist der Mann, der die Adressen von Frauenhäuser publikmachen wollte und damit die Leben von unzähligen Frauen, die Schutz vor ihrem gewalttätigen Partner suchten, direkt gefährdete. Ein solcher Mann durfte in aller Ruhe im Service public seine abstruse Minoritätenposition «ernsthaft> vertreten. Alles unter der technischen, entpolitisierten Fragefürsorge der Moderatorin. (...)

http://www.kleinreport.ch/news/informationspartikel-statt-relevanz-und-kompetenz-zur-arena-diskussion-63764.html

Nett, nur dass real die Emanzen die Weißen und die Männer die maximal Pigmentierten sind...

Kritiker, Wednesday, 09.02.2011, 18:26 (vor 5455 Tagen) @ Hengst

- kein Text -

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