Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Welche Konsequenz ziehen wir daraus ?

Polarisator, Tuesday, 08.02.2011, 20:42 (vor 5456 Tagen) @ Mus Lim

(Lupo Cattivo),

ebenso: Die Maske der Vernunft

Es klingt alles so sensationell, wie eine neue Erkenntnis, und ist doch nichts anderes als das Thema des Christentums, das unsere Kultur geprägt hat; eine Kultur, von der freilich nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Das Christentum unterscheidet sich von allen anderen Religionen dadurch, daß es eine Heils-Praxis (nicht nur eine Heils-Lehre) darstellt. Der Buddhismus flüchtet vor Krankheit und Leiden ins Nirwana; das Judentum in eine Verheißung; der Islam in ein Paradies nach irdischen Vorstellungen.

Einzig das Christentum nimmt den Leidenszustand ernst. Es spricht von einem "Fall", zunächst eines blendend schönen, faszinierenden, aber überheblichen und gewissenlosen Engels. Der ist das Urbild des "Psychopathen". Sein Name: Luzifer.

Der Fall dieses Engels hat den Fall, den "Sündenfall", der ganzen irdischen Schöpfung nach sich gezogen. Sie ist nicht zerstört, aber verletzt oder degradiert. Nun gibt es ein Heil-Mittel: Das ist der Gottessohn oder, je nach Blickwinkel, auch "Menschensohn" (wie er sich im NT meist nennt). Die Heilung ist aber eine Heils-Geschichte, d.h. ein für uns unabsehbar langer Prozeß.

Und daran können wir mitwirken.

Den Anfang machen wir, wenn wir andere Menschen nicht mehr verurteilen. An dieser Einstellung erkennt man ganz deutlich den wahren Christen. Wer nur anklagt und verdammt; wer sich vielleicht sogar noch freut, daß "die Bösen" bzw. "die Verrückten" ihrem Untergang entgegengehen; wer dann noch ständig von der "Freiheit" redet, in der sie ja gehandelt haben; wer überhaupt jede Mitverantwortung ablehnt, der ist kein wahrer Christ.

Es ist wie in der Familie: Als Vater neigt man im Zorn dazu, seinem Sohn ein späteres Versagen zu prophezeien, "wenn du so weitermachst". Aber meist sieht man dann doch ein, daß man immer mitverantwortlich ist für sein Schicksal,egal, wie unvernünftig und widersinnig er sich anstellt.

Wenn Gott das so sieht, warum sollten wir es nicht auch so sehen? Also nicht (nur) anklagen, sondern mit-leiden, unter Umständen einen Teil der Last des anderen mittragen. Wir können letztlich nicht glücklich sein, solange es anderen schlecht geht.

trel


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