Super-BILD-Artikel: Werden nicht auch Männer benachteiligt?
Frauenquote: Werden nicht auch Männer benachteiligt?
04.02.2011 - 09:31 UHR
Von Dr. Nicolaus Fest
An erster Stelle ist hier die Höhe der Rentenbeiträge zu nennen. Dass diese unabhängig vom Geschlecht allein an das Einkommen gekoppelt sind, ist eine tiefe Ungerechtigkeit. Männer leben statistisch deutlich kürzer als Frauen, entnehmen also wesentlich weniger aus dem Rentenfonds. Das müsste sich auch in den Beiträgen niederschlagen.
Ebenso diskriminiert werden die Männer bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung. Auch hier kosten Frauen zumindest bis zum Alter von rund 55 Jahren deutlich mehr. Und auch hier müsste, sollte es gerecht zugehen, die versicherungsmathematische Lebenserwartung in die Beitragshöhe einfließen.
Auch im Bereich des Arbeitsschutzes gibt es diverse Regelungen, die Frauen einseitig privilegieren. Warum Frauen während und in den Monaten nach ihrer Schwangerschaft Kündigungsschutz genießen, nicht aber werdende Väter, die ihre Familien versorgen müssen, erschließt sich ebenso wenig wie die Regelung, wonach gebärfähige Frauen nicht mit bestimmten genverändernden oder krebserregenden Stoffen arbeiten dürfen, wohl aber zeugungsfähige Männer. Offensichtlich sorgt sich der Gesetzgeber weniger um das Krebs- oder Genschädigungsrisiko von Männern als von Frauen.
Auch diejenigen Männer, die derzeit noch ihren Wehrdienst ableisten, haben allen Grund zur Klage. Ihre Ausbildung können sie erst später als gleichaltrige Frauen beginnen, erst später auf dem Arbeitsmarkt einen Job suchen. Hat diese Ungerechtigkeit je irgendeine Gleichstellungsbeauftragte moniert?
Aus ideologischen Gründen haben hier rot-grüne Feministen die Gleichberechtigung der Männer jahrelang hintertrieben, später war die Union in der großen Koalition zu feige, in der heutigen Regierung zu faul, sich des Themas anzunehmen. Erst ein paar schallende Ohrfeigen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte haben den deutschen Gesetzgeber gezwungen, endlich etwas zu tun. Ein Armutszeugnis für alle Parteien.
Besser machen können sie es bei der Bekämpfung der genannten Diskriminierungen bei Rente, Arbeitsschutz und Krankenversicherung. Ihr Auftrag, Frau von der Leyen!
Ideologische rot-grüne Feministen und Männerbenachteiligungen, ich finde:
Hammer-guter BILD-Artikel, hier wird wohl mitgelesen?
Gerne
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Liebe Grüße
Oliver
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