Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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18-Jähriger klagt gegen das Jugendamt

Christine ⌂, Saturday, 05.02.2011, 00:46 (vor 5459 Tagen)

Der junge Mann will vom Landkreis Amberg-Sulzbach wegen seiner Unterbringung in der Psychiatrie rund 80.000 Euro Schmerzensgeld.

AMBERG. Ein 18-Jähriger fordert vom Landkreis Amberg-Sulzbach Schmerzensgeld bzw. Schadensersatz. Der junge Mann war 2007 auf Betreiben des Jugendamtes für gut zwei Monate in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Erlangen untergebracht worden. Aus seiner Sicht hätten Mitarbeiter des Amtes dabei ihre Pflichten verletzt, wie gestern beim ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht deutlich wurde. Grund für die Unterbringung war offenbar die Schulverweigerung des Jugendlichen.

Den Mitarbeitern des Amtes wirft er nun vor, dass sie in dem der Unterbringung voraus gehenden Verfahren nicht erwähnt hätten, dass er von seinen Mitschülern permanent gemobbt worden sei. Stattdessen habe man argumentiert, die Schulverweigerung sei auf eine zu enge Mutter-Kind-Beziehung zurück zu führen. Aus Sicht des Mannes und seines Anwalts wäre es mit dem Verweis auf das Mobbing nicht zu einer Einweisung in die Klinik gekommen.

Gut zwei Monate, vom 8. Mai 2007 bis zum 13. Juli 2007, war der Jugendliche in Erlangen untergebracht. Zum Teil durfte er die Klinik dabei nicht verlassen. Von „Freiheitsentziehung“ war deshalb gestern auch die Rede. Durch den Aufenthalt habe der Mann eine „traumatische Belastung“ erlitten.

[..]Der Vorsitzende Richter machte gestern deutlich, dass es bis zu einem Urteil noch einige Zeit dauern könnte. „Dieser Prozess wird sich über Monate, wenn nicht noch länger hinziehen“, sagte er. Denn: „Es geht hier um einen problematischen Bereich.“ Dazu passte, dass das Gericht bei den Zeugenvernehmungen die Öffentlichkeit ausschließen wollte, der Kläger aber gerade diese Öffentlichkeit suchte. Nach einer kurzen Beratung mit seinem Anwalt kam man überein, dass zumindest die Aussage des behandelnden Arztes nicht öffentlich erfolgen solle.

Das Verfahren sorgte gestern für großes Aufsehen. Interessierte waren zum Teil bis aus Stuttgart angereist, um das Verfahren zu verfolgen. Eine Initiative hatte zuvor im Internet auf den Prozess aufmerksam gemacht. Wann das Verfahren tatsächlich abgeschlossen sein wird, ist noch vollkommen offen. Weitere Zeugen sollen gehört und ein Gutachten erstellt werden.

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10057&pk=631019&p=1

Statt mit dem Vater wegen der zu engen Bindung an die Mutter zu reden, kommen Kinder/Jugendliche eher in die Psychiatrie :-(

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Wenn der wüsste, dass der jetzt erst recht in die Mangel genommen wird ...

AadaG, Saturday, 05.02.2011, 02:11 (vor 5459 Tagen) @ Christine

... dann würde der sich zum nächsten Gerichtstermin keinen Anwalt mitnehmen sondern eine P38

18-Jähriger klagt gegen das Jugendamt

Chato, Saturday, 05.02.2011, 07:26 (vor 5459 Tagen) @ Christine

Statt mit dem Vater wegen der zu engen Bindung an die Mutter zu reden,
kommen Kinder/Jugendliche eher in die Psychiatrie :-(

In der Psychiatrie wird ihm halt besser geholfen. Väter sind Täter - weiß heute jeder.
[image]
Nick

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.

Richtig!

FEMhunter, Saturday, 05.02.2011, 09:45 (vor 5459 Tagen) @ Christine

Na sicher wird das Jahre dauern, dann geht das so ganz nebenbei mal mit unter. Der Glaube, dass irgendjemand dem Jugendamt, einem Relikt aus der NS-Zeit, an die Karre fährt, ist ein Irrglaube. Diese Leute besitzen Deutungshoheit und haben die Macht, Kinder- und Väterschicksale zu lenken. Jeder, der schon mal mit diesen Bütteln zu tun hatte, der weiß wovon ich rede. Es ist richtig, eine P38 ist da besser als ein Anwalt. Wenn diese Leute merken, dass ihr Handeln Konsequenzen hat, dann lassen sie auch ihre dreckigen Finger von unseren Kindern.

In Jugendämtern ist eine derartige Machtfülle gebündelt, das laufen Väter gegen gläseren Wände. Wenn ich, neben dem deutschen Familienrecht, eine Institution benennen sollte, die Väter und Männer auf´s extremste diskriminiert, mir fiele nur das Jugendamt ein. Wobei der Begriff "Jugendamt" ja schlichtweg nicht mal das, was die da machen, richtig charakterisiert. Eigentlich ist es so eine Art Terrorzentrale, die den sogenannten "Familienterroristinnen" äußerst effektiv und hilfreich zur Hand geht und hilft.

Irgendwie ist das ein guter Ansatz!

FEMhunter, Saturday, 05.02.2011, 15:08 (vor 5459 Tagen) @ Christine

Warum verklagen eigentlich nicht die betroffenen Kinder die Jugendämter? Sie haben doch am meißten zu leiden unter deren Knute! Die Väter dieses Landes laufen doch gegen diese Institution faktisch ins Leere, aber die es gibt sicherlich medialen Rummel, wenn die betroffenen Kinder gegen die Machenschaften klagen.

18-Jähriger klagt gegen das Jugendamt

Notburg, Saturday, 05.02.2011, 19:30 (vor 5459 Tagen) @ Christine

Stattdessen habe man
argumentiert, die Schulverweigerung sei auf eine zu enge
Mutter-Kind-Beziehung zurück zu führen.

Dass ein Jugendamt eine zu enge Mutter/Kind-Beziehung problematisch sieht bringt mich echt zum Erstaunen

18-Jähriger klagt gegen das Jugendamt

Nikos, Athen, Monday, 07.02.2011, 10:20 (vor 5457 Tagen) @ Notburg

Dass ein Jugendamt eine zu enge Mutter/Kind-Beziehung problematisch sieht
bringt mich echt zum Erstaunen

Wahrscheinlich hat die Mutter irgendwann gesagt, dass das Kind auch den Vater mal wie ein Mensch behandeln soll.

Sowas verkraftet das JA nicht

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