Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ergonomie ist kein Gender-Mainstreaming

Floh @, Thursday, 03.02.2011, 22:44 (vor 5460 Tagen) @ Kurti

.....In der Realität ist es zum Beispiel so, dass Frauen kleinere Hände haben als Männer. Jedenfalls meistens. Diesen kleinen Unterschied zu beachten, kann im Zweifel lebensrettend sein. Als das nordrhein-westfälische Innenministerium eine neue Dienstwaffe für seine 43.000 Polizisten einführen wollte, ließ es eine Reihe in Frage kommende Waffen testen.

Und weil Gleichstellungsbeauftrage Jutta Ben Lasfar über diesen Test wachte, nahmen – wiederum im Rahmen eines Pilotprojekts – an den Schießübungen 134 männliche und 28 weibliche Polizisten teil. Das entspricht in etwa dem Frauenanteil der NRW-Polizei von 15 Prozent, Tendenz stark steigend. Ergebnis: In vielen Fragen waren sich Testerinnen und Tester einig. Wie gut sich die Pistole auseinander- und wieder zusammenbauen lässt oder wie präzise das Ziel anvisiert werden kann, da klaffte keine Lücke zwischen den Geschlechtern. Bei den Fragen „Wie beurteilen Sie die Eigenschaften des Griffstücks?“ und „Lässt sich der Magazinhalter mit dem Daumen der Schusshand erreichen?“ allerdings war der Gender Gap enorm.

Ergebnis: Angeschafft wurde eine Walther P 99 mit einem Griff, der flexibel vergrößert oder verkleinert werden kann. „Und darüber haben sich nicht nur die Frauen gefreut“, sagt Jutta Ben Lasfar, „sondern auch die Männer mit kleineren Händen.“...

Das ist eine ganz logische Entscheidung, gemäß der Lehre der Ergonomie, siehe ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ergonomie ).

Stellt euch mal die Fleischer vor, die erst einen Schweinebauch (Höhe ca. 3cm) und später eine Rinderkeule (Höhe ca. 40cm) ausbeinen sollen. In welcher Höhe baut man den Arbeitstisch bei unterschiedlicher Körpergröße der Mitarbeiter?

Gruß
Flohgast


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