Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nikos, Begriffe die 325ste

DvB, Thursday, 03.02.2011, 21:06 (vor 5460 Tagen)

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=170194

Was das Auto angeht: Nein, keineswegs definieren ein Auto die Reifen und das Lenkrad! Die Eigenschaft, dass es fährt, die allein macht ein Auto zum Auto. Sonst hieß es "Vierreifer" oder "Lenkapparat", auch wenn es nicht fahren konnte. Aber ein "Auto"mobil bewegt sich wie automatisch, wenn man "Schalter" bewegt. Würde das Ding alles haben außer die Bewegungsmöglichkeit, wäre es kein Auto.

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Kaputt oder nicht - das Ding ist ein Auto. Auch wenns sich nimmer selbständig bewegt.

Es gibt Züge deutscher Herstellung, die auch nach China verkauft worden sind, die keine Räder brauchen, weil sie schweben :D

Ja, die nennt man nicht Autos, aber die FAHREN.

Man nennt sie Züge, weils Züge sind. Und nicht Autos, weils keine Autos sind. Obwohl sie sich selbständig bewegen. Obwohl sie aus deutscher Herstellung sind. Ist ähnlich wie mit Dir. Man nennt Dich nicht Auto, weil Du keins bist. Obwohl Du Dich selbständig bewegst. Obwohl Du wie eins guckst. Klingt komisch, iss aber so

--
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Begriffe, die 326ste

Zauberküchenmeister, Thursday, 03.02.2011, 21:25 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Du sehnst dich nach Zuwendung?

Hättest du mir doch blos was gesagt. Ich rede IMMER mit dir, wenn du möchtest ...

Komm, lass uns über die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Gleichberechtigung sprechen!

Du fängst an.

3 - 2 - 1 - Klappe DvB, die 327ste!

Begriffe, die 327ste

DvB, Friday, 04.02.2011, 03:04 (vor 5460 Tagen) @ Zauberküchenmeister

Du sehnst dich nach Zuwendung?
Hättest du mir doch blos was gesagt. Ich rede IMMER mit dir, wenn du
möchtest ...

Zuwendung... genau das ist es!

Komm, lass uns über die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs
Gleichberechtigung sprechen!

>Wir sind alle gleich« - blinzelt der Pöbel. - Nietzsche
Das ist kuschelig, das ist der Mief, der Stallgeruch, da issses heimelig.

dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.

[...]

Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

[quote]Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln.[/quote]

Sie haben die Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme. Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.

Krankwerden und Mißtrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Tor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!

Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt, daß die Unterhaltung nicht angreife.

Man wird nicht mehr arm und reich: beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.

Kein Hirt und eine Herde! Jeder will das Gleiche, jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig ins Irrenhaus.

[quote]Ehemals war alle Welt irre« – sagen die Feinsten und blinzeln.[/quote]

Man ist klug und weiß alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald – sonst verdirbt es den Magen.

Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.

[quote]Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln. –[/quote]

Und hier endete die erste Rede Zarathustras, welche man auch >die Vorrede« heißt: denn an dieser stelle unterbrach ihn das Geschrei und die Lust der Menge. >Gib uns diesen letzten Menschen, oh Zarathustra«, – so riefen sie – >mache uns zu diesen letzten Men schen! So schenken wir dir den Übermenschen!« Und alles Volk jubelte und schnalzte mit der Zunge. - derselbe

Du fängst an.
3 - 2 - 1 - Klappe DvB, die 327ste!

Gleich, egal, null Unterschied - das ist die Ebenmäßigkeit, die Stromlinienförmigkeit, die keine Größe, keine Kante duldet. Denn ein Grashalm, der wagt, sich zu recken, ist hochmütig - das kommt vor dem Fall. Und für den wird man schon sorgen, im Namen der Gleichheit. Nur Niedertracht ist richtig, im Namen der Egalität. Auf daß alles dem Erdboden gleich werde.

be - das ist: Man ist zu blöd. Man ist zu feig. Man jault nach dem Staate, nach dem allmächtgen (gebunden freilich, denn Allmacht ist Gefahr) Zauberwesen, das Sklave sein soll allem Hirnfurz und an allem schuld zugleich. Ganz wie der ideale Mann fürs dümmste Weib.

recht - Das ist das Gegenteil von Pflicht. Denn niemand soll Pflichten haben. Nur Rechte. Die wachsen auf Bäumen. Und fliegen wie gebratene Tauben umher, den Faulen und Feigen in den Schlund - und der Faulste und Feigste ist König.

igung - Das ist der esoterische Passiv, der die Faulheit noch unterstreicht und verklärt. Das klingt wie I Gong. Das ist der bestätigende Glockenschlag, der die Sakralität des rituellen Hirnfurzes besiegelt.

Gleichberechtigung - Amen!

Begriffe, die 327ste

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 08:43 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Bin besser als Goethe :P

Noch Fragen?

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Gleicherstellung?

DvB, Friday, 04.02.2011, 08:51 (vor 5460 Tagen) @ Nikos

Bin besser als Goethe :P
Noch Fragen?

Ja: Hat Dich wer gleicherberechtigt oder gleichergestellt? :o

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Gleicherstellung?

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 09:18 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Ja: Hat Dich wer gleicherberechtigt oder gleichergestellt? :o

Ich selbst. Allerdings nicht gleichgestellt, sondern übergestellt.

Noch Fragen?

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

»Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln...

Chato, Friday, 04.02.2011, 13:30 (vor 5460 Tagen) @ DvB

"Wir haben das Glück erfunden" – sagen die letzten Menschen und blinzeln...

Wer so einen Scheiß will, hat ihn auch verdient: Für die Gleichberechtigung, bis zum Quietschen und Abwinken!

Bolschewismus für alle!
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Nick

Mir persönlich ist aber die Bibel lieber:

Das Hohelied Salomos

Kapitel 1:

1. Das Lied der Lieder, von Salomo.
2. Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebe ist besser als Wein.
3. Lieblich an Geruch sind deine Salben, ein ausgegossenes Salböl ist dein Name; darum lieben dich die Jungfrauen.
4. Ziehe mich: wir werden dir nachlaufen. Der König hat mich in seine Gemächer geführt: wir wollen frohlocken und deiner uns freuen, wollen deine Liebe preisen mehr als Wein! Sie lieben dich in Aufrichtigkeit.
5. Ich bin schwarz, aber anmutig, Töchter Jerusalems, wie die Zelte Kedars, wie die Zeltbehänge Salomos.
6. Sehet mich nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne mich verbrannt hat; meiner Mutter Söhne zürnten mir, bestellten mich zur Hüterin der Weinberge; meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet.
7. Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo weidest du, wo lässest du lagern am Mittag? Denn warum sollte ich wie eine Verschleierte sein bei den Herden deiner Genossen?
8. Wenn du es nicht weißt, du Schönste unter den Frauen, so geh hinaus, den Spuren der Herde nach und weide deine Zicklein bei den Wohnungen der Hirten.
9. Einem Rosse an des Pharao Prachtwagen vergleiche ich dich, meine Freundin.
10. Anmutig sind deine Wangen in den Kettchen, dein Hals in den Schnüren.
11. Wir wollen dir goldene Kettchen machen mit Punkten von Silber.
12. Während der König an seiner Tafel war, gab meine Narde ihren Duft.
13. Mein Geliebter ist mir ein Bündel Myrrhe, das zwischen meinen Brüsten ruht.
14. Eine Zypertraube ist mir mein Geliebter, in den Weinbergen von Engedi.
15. Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön, deine Augen sind Tauben.
16. Siehe, du bist schön, mein Geliebter, ja, holdselig; ja, unser Lager ist frisches Grün.
17. Die Balken unserer Behausung sind Zedern, unser Getäfel Zypressen.

Kapitel 2:

1. Ich bin eine Narzisse Sarons, eine Lilie der Täler.
2. Wie eine Lilie inmitten der Dornen, so ist meine Freundin inmitten der Töchter.
3. Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter inmitten der Söhne; ich habe mich mit Wonne in seinen Schatten gesetzt, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß.
4. Er hat mich in das Haus des Weines geführt, und sein Panier über mir ist die Liebe.
5. Stärket mich mit Traubenkuchen, erquicket mich mit Äpfeln, denn ich bin krank vor Liebe!
6. Seine Linke ist unter meinem Haupte, und seine Rechte umfaßt mich.
7. Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht wecket noch aufwecket die Liebe, bis es ihr gefällt!
8. Horch! mein Geliebter! Siehe, da kommt er, springend über die Berge, hüpfend über die Hügel.
9. Mein Geliebter gleicht einer Gazelle, oder einem Jungen der Hirsche. Siehe, da steht er hinter unserer Mauer, schaut durch die Fenster, blickt durch die Gitter.
10. Mein Geliebter hob an und sprach zu mir: Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!
11. Denn siehe, der Winter ist vorbei, der Regen ist vorüber, er ist dahin.
12. Die Blumen erscheinen im Lande, die Zeit des Gesanges ist gekommen, und die Stimme der Turteltaube läßt sich hören in unserem Lande.
13. Der Feigenbaum rötet seine Feigen, und die Weinstöcke sind in der Blüte, geben Duft. Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!
14. Meine Taube im Geklüft der Felsen, im Versteck der Felswände, laß mich deine Gestalt sehen, laß mich deine Stimme hören; denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig.
15. Fanget uns die Füchse, die kleinen Füchse, welche die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge sind in der Blüte!
16. Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien weidet.
17. Bis der Tag sich kühlt und die Schatten fliehen, wende dich, sei, mein Geliebter, gleich einer Gazelle oder einem Jungen der Hirsche auf den zerklüfteten Bergen!

Kapitel 3:

1. Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich, den meine Seele liebt: ich suchte ihn und fand ihn nicht.
2. Ich will doch aufstehen und in der Stadt umhergehen, auf den Straßen und auf den Plätzen, will suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
3. Es fanden mich die Wächter, die in der Stadt umhergehen: Habt ihr den gesehen, den meine Seele liebt?
4. Kaum war ich an ihnen vorüber, da fand ich, den meine Seele liebt. Ich ergriff ihn und ließ ihn nicht, bis ich ihn gebracht hatte in das Haus meiner Mutter und in das Gemach meiner Gebärerin.
5. Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht wecket noch aufwecket die Liebe, bis es ihr gefällt!
6. Wer ist die, die da heraufkommt von der Wüste her wie Rauchsäulen, durchduftet von Myrrhe und Weihrauch, von allerlei Gewürzpulver des Krämers?
7. Siehe da, Salomos Tragbett: Sechzig Helden rings um dasselbe her von den Helden Israels.
8. Sie alle führen das Schwert, sind geübt im Kriege; ein jeder hat sein Schwert an seiner Hüfte, zum Schutz vor dem Schrecken in den Nächten.
9. Der König Salomo hat sich ein Prachtbett gemacht von dem Holze des Libanon.
10. Seine Säulen hat er von Silber gemacht, seine Lehne von Gold, seinen Sitz von Purpur; das Innere ist kunstvoll gestickt, aus Liebe, von den Töchtern Jerusalems.
11. Kommet heraus, Töchter Zions, und betrachtet den König Salomo in der Krone, mit welcher seine Mutter ihn gekrönt hat am Tage seiner Vermählung und am Tage der Freude seines Herzens!

Kapitel 4:

1. Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön: Deine Augen sind Tauben hinter deinem Schleier. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die an den Abhängen des Gebirges Gilead lagern.
2. Deine Zähne sind wie eine Herde geschorener Schafe, die aus der Schwemme heraufkommen, welche allzumal Zwillinge gebären, und keines unter ihnen ist unfruchtbar.
3. Deine Lippen sind wie eine Karmesinschnur, und dein Mund ist zierlich. Wie ein Schnittstück einer Granate ist deine Schläfe hinter deinem Schleier.
4. Dein Hals ist wie der Turm Davids, der in Terrassen gebaut ist: tausend Schilde hängen daran, alle Schilde der Helden.
5. Deine beiden Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen, die unter den Lilien weiden.
6. Bis der Tag sich kühlt und die Schatten fliehen, will ich zum Myrrhenberge hingehen und zum Weihrauchhügel.
7. Ganz schön bist du, meine Freundin, und kein Makel ist an dir.
8. Mit mir vom Libanon herab, meine Braut, mit mir vom Libanon sollst du kommen; vom Gipfel des Amana herab sollst du schauen, vom Gipfel des Senir und Hermon, von den Lagerstätten der Löwen, von den Bergen der Panther.
9. Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut; du hast mir das Herz geraubt mit einem deiner Blicke, mit einer Kette von deinem Halsschmuck.
10. Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, meine Braut; wieviel besser ist deine Liebe als Wein, und der Duft deiner Salben als alle Gewürze! Honigseim träufeln deine Lippen, meine Braut;
11. Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und der Duft deiner Gewänder wie der Duft des Libanon.
12. Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut, ein verschlossener Born, eine versiegelte Quelle.
13. Was dir entsproßt, ist ein Lustgarten von Granaten nebst edlen Früchten, Zyperblumen nebst Narden; Narde und Safran.
14. Würzrohr und Zimt, nebst allerlei Weihrauchgehölz, Myrrhe und Aloe nebst allen vortrefflichsten Gewürzen;
15. eine Gartenquelle, ein Brunnen lebendigen Wassers, und Bäche, die vom Libanon fließen.
16. Wache auf, Nordwind, und komm, Südwind: durchwehe meinen Garten, laß träufeln seine Wohlgerüche! Mein Geliebter komme in seinen Garten und esse die ihm köstliche Frucht.

Kapitel 5:

1. Ich bin in meinen Garten gekommen, meine Schwester, meine Braut, habe meine Myrrhe gepflückt samt meinem Balsam, habe meine Wabe gegessen samt meinem Honig, meinen Wein getrunken samt meiner Milch. Esset, Freunde; trinket und berauschet euch, Geliebte!
2. Ich schlief, aber mein Herz wachte. Horch! Mein Geliebter! Er klopft: Tue mir auf, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube, meine Vollkommene! Denn mein Haupt ist voll Tau, meine Locken voll Tropfen der Nacht.
3. Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie sollte ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen, wie sollte ich sie wieder beschmutzen?
4. Mein Geliebter streckte seine Hand durch die Öffnung, und mein Inneres ward seinetwegen erregt.
5. Ich stand auf, um meinem Geliebten zu öffnen, und meine Hände troffen von Myrrhe und meine Finger von fließender Myrrhe an dem Griffe des Riegels.
6. Ich öffnete meinem Geliebten; aber mein Geliebter hatte sich umgewandt, war weitergegangen. Ich war außer mir, während er redete. Ich suchte ihn und fand ihn nicht; ich rief ihn und er antwortete mir nicht.
7. Es fanden mich die Wächter, die in der Stadt umhergehen: sie schlugen mich, verwundeten mich; die Wächter der Mauern nahmen mir meinen Schleier weg.
8. Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, wenn ihr meinen Geliebten findet, was sollt ihr ihm berichten? Daß ich krank bin vor Liebe.
9. Was ist dein Geliebter vor einem anderen Geliebten, du Schönste unter den Frauen? Was ist dein Geliebter vor einem anderen Geliebten, daß du uns also beschwörst?
10. Mein Geliebter ist weiß und rot, ausgezeichnet vor Zehntausenden.
11. Sein Haupt ist gediegenes, feines Gold, seine Locken sind herabwallend, schwarz wie der Rabe;
12. seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, badend in Milch, eingefaßte Steine;
13. seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe;
14. seine Hände goldene Rollen, mit Topasen besetzt; sein Leib ein Kunstwerk von Elfenbein, bedeckt mit Saphiren;
15. seine Schenkel Säulen von weißem Marmor, gegründet auf Untersätze von feinem Golde; seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern;
16. sein Gaumen ist lauter Süßigkeit, und alles an ihm ist lieblich. Das ist mein Geliebter, und das mein Freund, ihr Töchter Jerusalems!

Kapitel 6:

1. Wohin ist dein Geliebter gegangen, du Schönste unter den Frauen? wohin hat dein Geliebter sich gewendet? Und wir wollen ihn mit dir suchen.
2. Mein Geliebter ist in seinen Garten hinabgegangen, zu den Würzkrautbeeten, um in den Gärten zu weiden und Lilien zu pflücken.
3. Ich bin meines Geliebten; und mein Geliebter ist mein, der unter den Lilien weidet.
4. Du bist schön, meine Freundin, wie Tirza, lieblich wie Jerusalem, furchtbar wie Kriegsscharen.
5. Wende deine Augen von mir ab, denn sie überwältigen mich. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die an den Abhängen des Gilead lagern;
6. deine Zähne sind wie eine Herde Mutterschafe, die aus der Schwemme heraufkommen, welche allzumal Zwillinge gebären, und keines unter ihnen ist unfruchtbar;
7. wie ein Schnittstück einer Granate ist deine Schläfe hinter deinem Schleier.
8. Sechzig sind der Königinnen und achtzig der Kebsweiber, und Jungfrauen ohne Zahl.
9. Eine ist meine Taube, meine Vollkommene; sie ist die einzige ihrer Mutter, sie ist die Auserkorene ihrer Gebärerin. Töchter sahen sie und priesen sie glücklich, Königinnen und Kebsweiber, und sie rühmten sie.
10. Wer ist sie, die da hervorglänzt wie die Morgenröte, schön wie der Mond, rein wie die Sonne, furchtbar wie Kriegsscharen?
11. In den Nußgarten ging ich hinab, um die jungen Triebe des Tales zu besehen, um zu sehen, ob der Weinstock ausgeschlagen wäre, ob die Granaten blühten.
12. Unbewußt setzte mich meine Seele auf den Prachtwagen meines willigen Volkes.
13. Kehre um, kehre um, Sulamith; kehre um, kehre um, daß wir dich anschauen! Was möget ihr an der Sulamith schauen? Wie den Reigen von Machanaim.

Kapitel 7:

1. Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand.
2. Dein Nabel ist eine runde Schale, in welcher der Mischwein nicht mangelt; dein Leib ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien.
3. Deine beiden Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen.
4. Dein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein; deine Augen wie die Teiche zu Hesbon am Tore der volkreichen Stadt; deine Nase wie der Libanonturm, der nach Damaskus hinschaut.
5. Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabwallende Haar deines Hauptes wie Purpur: ein König ist gefesselt durch deine Locken!
6. Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen!
7. Dieser dein Wuchs gleicht der Palme, und deine Brüste den Trauben.
8. Ich sprach: Ich will die Palme ersteigen, will ihre Zweige erfassen; und deine Brüste sollen mir sein wie Trauben des Weinstocks, und der Duft deiner Nase wie Äpfel,
9. und dein Gaumen wie der beste Wein, ...der meinem Geliebten sanft hinuntergleitet, der über die Lippen der Schlummernden schleicht.
10. Ich bin meines Geliebten und nach mir ist sein Verlangen.
11. Komm, mein Geliebter, laß uns aufs Feld hinausgehen, in den Dörfern übernachten.
12. Wir wollen uns früh aufmachen nach den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock ausgeschlagen ist, die Weinblüte sich geöffnet hat, ob die Granaten blühen; dort will ich dir meine Liebe geben.
13. Die Liebesäpfel duften, und über unseren Türen sind allerlei edle Früchte, neue und alte, die ich, mein Geliebter, dir aufbewahrt habe.

Kapitel 8:

1. O wärest du mir gleich einem Bruder, der die Brüste meiner Mutter gesogen! Fände ich dich draußen, ich wollte dich küssen; und man würde mich nicht verachten.
2. Ich würde dich führen, dich hineinbringen in meiner Mutter Haus, du würdest mich belehren; ich würde dich tränken mit Würzwein, mit dem Moste meiner Granaten.
3. Seine Linke sei unter meinem Haupte, und seine Rechte umfasse mich.
4. Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, daß ihr nicht wecket noch aufwecket die Liebe, bis es ihr gefällt!
5. Wer ist sie, die da heraufkommt von der Wüste her, sich lehnend auf ihren Geliebten? Unter dem Apfelbaume habe ich dich geweckt. Dort hat mit dir Wehen gehabt deine Mutter, dort hat Wehen gehabt, die dich geboren.
6. Lege mich wie einen Siegelring an dein Herz, wie einen Siegelring an deinen Arm! Denn die Liebe ist gewaltsam wie der Tod, hart wie der Scheol ihr Eifer; ihre Gluten sind Feuergluten, eine Flamme Jahs.
7. Große Wasser vermögen nicht die Liebe auszulöschen, und Ströme überfluten sie nicht. Wenn ein Mann allen Reichtum seines Hauses um die Liebe geben wollte, man würde ihn nur verachten.
8. Wir haben eine Schwester, eine kleine, die noch keine Brüste hat; was sollen wir mit unserer Schwester tun an dem Tage, da man um sie werben wird?
9. Wenn sie eine Mauer ist, so wollen wir eine Zinne von Silber darauf bauen; und wenn sie eine Tür ist, so wollen wir sie mit einem Zedernbrett verschließen.
10. Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Türme; da wurde ich in seinen Augen wie eine, die Frieden findet.
11. Salomo hatte einen Weinberg zu Baal-Hamon; er übergab den Weinberg den Hütern: ein jeder sollte für seine Frucht tausend Silbersekel bringen.
12. Mein eigener Weinberg ist vor mir; die tausend sind dein, Salomo, und zweihundert seien den Hütern seiner Frucht.
13. Bewohnerin der Gärten, die Genossen horchen auf deine Stimme; laß sie mich hören!
14. Enteile, mein Geliebter, und sei gleich einer Gazelle oder einem Jungen der Hirsche auf den duftenden Bergen!

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.

Inhalt!

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 17:47 (vor 5460 Tagen) @ Chato

Von der Erste bis zum letzte Buchstabe!

Das Hohelied Salomos

Das, was man an "Gleichberechtigung" wirklich braucht, hat man schon: Wir dürfen alle atmen. Hier wird, fälschlicherweise, aufgefordert, dass im Namen der jenigen, die ohne Lunge geboren werden, auch alle andere aufhören zu atmen. Das ist Bolschewismus, und das haben wir heute.

Und vorallem deshalb, weil wir uns felsenfest an Nebensächlichkeiten halten. Wie der Gute DvB.

Weil er sagt "mir gefällt was du geschrieben hast, aber, weil es nicht die bisher bekannte Form ehrfurchtig folgt, ich entscheide mich ab sofort, dass es mir nicht gefällt und dass es kein Gedicht ist"

Und ich soll dem zustimmnen

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Mir geht es um das Fahren, Dir um die Definition des Fahrzeugs

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 08:31 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Mir geht es um das, was beim Betrachter passiert, wenn er zB liest.

Das Aufgeilen mit dem Reim ist mir erst dann wichtig, wenn auch beim Lesen was ausgelöst wird.

Bei Dir zB ist beim Lesen meines Dings definitiv etwas ausgelöst worden.

Das kannst du nicht mehr leugnen.

Das lyrische Element kann ruhig vorhanden sein, das stört mich nicht, teilweise mag ich es auch.

Das wichtigste ist, war und bleibt: Der Inhalt.

Und sollte das niemals so gewesen sein, dann war es ein Fehler und muss korrigiert werden.

Und ja: Nirgends steht, dass ein Gedicht nur einer, von dir oder sonst jemand, bestimmten Form haben kann.

Das ist alles.

Mahlzeit

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

"Mir geht es um..."

DvB, Friday, 04.02.2011, 08:46 (vor 5460 Tagen) @ Nikos

Mir geht es um

Kapier es: Bei Begriffen ist es vollständig irrelevant, worum es Dir "geht". Sie haben eine Bedeutung. Wenn Du nicht mit ihnen umgehen kannst, ist das Dein Problem - nicht das der Begriffe.

Und Begriffsumdeutungen sind nicht "Kunst" sondern Bolschewismus!

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"Mir geht es um..."

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 09:16 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Kapier es: Bei Begriffen ist es vollständig irrelevant, worum es
Dir "geht". Sie haben eine Bedeutung. Wenn Du nicht mit ihnen umgehen
kannst, ist das Dein Problem - nicht das der Begriffe.
Und Begriffsumdeutungen sind nicht "Kunst" sondern Bolschewismus!

Begreife es: Seitdem du geboren bist, gibt es nicht ein einziges kleinstes Stück von Dir, was noch das Selbe ist, wie damals.

Es geht nicht um Begriffumdeutungen. Das Leben verändert sich. Das Leben selbst. Das Leben ist Veränderung.

Du, und deine Freunde, haltet euch an Begriffe fest, an Kleider, die dazu noch alt und verbraucht sind, und verachtet den Inhalt derart, dass in Theatern keiner mehr hingeht, weil es in Theatern nur noch wunderbar gekleideten und absolut formgerechten Schrott gibt.

Und nur wenn du dich um Inhalte statt um Kleider kümmerst, nur dann kannst dich nicht verzählen, beim 1+1.

Nochmal: Wir sagen das Selbe.

Du nennst mich Bolschewik.
Ich nenne dich Blind.

Aber wir meinen das Selbe.

Wenn der Inhalt nicht existiert, dann sch..se ich und der Rest der Welt auf die Form. Genau das haben wir heute, und nicht umgekehrt.

Wir haben nichts zum essen, und du redest davon, dass die Teller keine Porzellanteller sind

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

"Mir geht es um..."

DvB, Friday, 04.02.2011, 11:55 (vor 5460 Tagen) @ Nikos

Begreife es: Seitdem du geboren bist, gibt es nicht ein einziges kleinstes
Stück von Dir, was noch das Selbe ist, wie damals.

Mein Name!

Es geht nicht um Begriffumdeutungen.

Kann sein. Aber Du schmeißt die Begriffe mitm Arsch um. Weil Du sie für bedeutungslos hältst. Das sind sie aber nicht. Die Sprache ist das wesentlichste Kulturelement überhaupt! Darum kann "es" dann nicht mehr um Kunst "gehen", sondern nur noch um Zersetzung. Du kannst nunmal nicht folgenlos die eigenen Grundlagen unterlaufen.

Das Leben verändert sich. Das Leben
selbst. Das Leben ist Veränderung.

Materie verändert sich.
Aber nicht "das Sein bestimmt das Bewußtsein" - das ist Bolschewismus!
Sondern der Geist bestimmt die Materie.
Und der Geist ist ewig!

Wenn Du Deinen Geist nur zum Spielen von Materiellem benutzt, bist Du so schöpferisch wie ein Haufen Scheiße, der von der Sonne beleuchtet wird und anfängt zu stinken!

Leben ist nicht 'der Verlauf von Zeit'. Sowenig wie Kunst.
Sondern Schöpfertum.

Du, und deine Freunde, haltet euch an Begriffe fest, an Kleider, die dazu
noch alt und verbraucht sind, und verachtet den Inhalt derart, dass in
Theatern keiner mehr hingeht, weil es in Theatern nur noch wunderbar
gekleideten und absolut formgerechten Schrott gibt.

Begriffe sind da, um zu begreifen. Werden sie zersetzt, fehlt die Greifmöglichkeit und Du plauderst Deine "Inhalte" ins Nichts. Diese Inhalte existieren nicht mehr. Gerade darum versuchst Du, die Begriffe zu zersetzen, damit dies nicht offenbar werde.

Und nur wenn du dich um Inhalte statt um Kleider kümmerst, nur dann
kannst dich nicht verzählen, beim 1+1.

Inhalte sind ohne Begriffe unformulierbar. Daß es sie dann überhaupt gäbe, ist eine wirre Behauptung und Fieberphantasie.

Nochmal: Wir sagen das Selbe.
Du nennst mich Bolschewik.
Ich nenne dich Blind.
Aber wir meinen das Selbe.

Nein, ich bin keineswegs blind. Das hättest Du gern, Du möchtest mich blenden. Um alsdann Deine Halluzinationen verkaufen zu können.

Wenn der Inhalt nicht existiert, dann sch..se ich und der Rest der Welt
auf die Form. Genau das haben wir heute, und nicht umgekehrt.

Falsch. Wir haben z.B. alte Inhalte in alter Form. Etwa von Wagner. Zersetzt wird zu allererst die Form. Durch abartige Dreckschweine wie Alfred Hrdlicka. Und mit der Form natürlich auch der Inhalt.

Und Du traust Dich nichtmal, 'scheiße' auszuschreiben, Du 'Inhalt'. Sondern biederst Dich der politisch korrekten Form an. Du willst mir was über Form erzählen? Tzzzzz

Wir haben nichts zum essen, und du redest davon, dass die Teller keine
Porzellanteller sind

'Nahrung' schert mich einen Scheiß, wo die 'Teller' aus Scheiße sind

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"Mir geht es um..."

Flint ⌂, Friday, 04.02.2011, 13:12 (vor 5460 Tagen) @ DvB

'Nahrung' schert mich einen Scheiß, wo die 'Teller' aus Scheiße sind

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Flint ;-)

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Der Maskulist
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Familienpolitik

"Mir geht es um..."

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 17:37 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Mein Name!

Dein Name? :D Ja ist gut Mann, dein Name, das bleibt unverändert: Du bist viel schlimmer als ich! :D

Kann sein. Aber Du schmeißt die Begriffe mitm Arsch um. Weil Du sie für
bedeutungslos hältst. Das sind sie aber nicht. Die Sprache ist das
wesentlichste Kulturelement überhaupt!
Darum kann "es" dann nicht mehr
um Kunst "gehen", sondern nur noch um Zersetzung. Du kannst nunmal nicht
folgenlos die eigenen Grundlagen unterlaufen.

Ich halte Begriffe keineswegs für Bedeutungslos! Begriffe sind wichtigste Werkzeuge! Aber nichts weiter als das: Werkzeuge. Schau: Der Dach über den Kopf ist das Ziel der Kunst, Du sagst, wenn das Haus keinen Schwimmingpool hat, oder keine Heizung, dann ist das kein Haus. Ich kann da nicht zustimmen. Gehe bitte du allein draußen schlafen. Keiner der Künstler, die du bewunderst, hatte jemals so argumentiert, wie du es tust: Das ist nur eine Illusion von dir!

Materie verändert sich.
Aber nicht "das Sein bestimmt das Bewußtsein" - das ist Bolschewismus!
Sondern der Geist bestimmt die Materie.
Und der Geist ist ewig!

Der Geist bestimmt die Materie? Typische Aussage von jemand, der einen vollen Magen hat. Vorschlag: Gib mir dein Geld! Und friß dann deinen "ewigen" Geist. Nur weil du mein Gedicht nicht magst (es ist definitiv ein Gedicht, ich bin mir nunmehr sicherer, als je zuvor). Mache es!

Wenn Du Deinen Geist nur zum Spielen von Materiellem benutzt, bist Du so
schöpferisch wie ein Haufen Scheiße, der von der Sonne beleuchtet wird
und anfängt zu stinken!

Das tun heutige Künstler sehr oft: Da sind wir eine Meinung. Unsere Unterschied besteht nur um das "Warum" herum. Du sagst, weil es an Form fehlt. Ich sage, weil nur die Form beachtet wird.

Leben ist nicht 'der Verlauf von Zeit'. Sowenig wie Kunst.
Sondern Schöpfertum.

Aha, jetzt kennst du auch was das Leben ist, und natürlich nur du kennst das. Hm. Leben in eine Fabrik, die Knöpfe produziert, ist wahrhaftig Schöpfertum. Wie schön zeigst du uns, dass du damit noch nichts zu tun hattest. Noch nie. Zum Glück schreibst du nichts, außer geheim-geniale formgerechte Gedichte natürlich :D

Begriffe sind da, um zu begreifen. Werden sie zersetzt, fehlt die
Greifmöglichkeit und Du plauderst Deine "Inhalte" ins Nichts. Diese
Inhalte existieren nicht mehr. Gerade darum versuchst Du, die Begriffe zu
zersetzen, damit dies nicht offenbar werde.

Boah! Nein, es ist viel einfacher: Die Begriffe gehen mir am Arsch vorbei, wenn sie zu Schwach für meine Inhalte sind. Ich kann doch nicht das gerade erfundene Feuer wieder löschen, und mir den Arsch abfrieren, nur weil bis dahin kein Begriff dafür existierte, hast du sie noch alle?

Du redest wie jemand, der schwer gelitten hat. Schau mal, es gibt Möglichkeiten deine Kummer um die Form anders zu bewältigen: Schreib! Potenzbefreiter Kritiker!

Inhalte sind ohne Begriffe unformulierbar. Daß es sie dann überhaupt
gäbe, ist eine wirre Behauptung und Fieberphantasie.

Nein, dass es keine neue Begriffe geben würde, ist allein deine Angst und deine Phantasielossigkeit. Es gibt absolut nichts ohne Form. Wenn es aber nur um von der Dir bestimmten Form geht, dann gilt das umgekehrt. Der Geist ist der Inhalt, und die Form braucht nicht deine soldatenartige Versen sein, es gibt auch das Universum, ein Form für alles :D

Nein, ich bin keineswegs blind. Das hättest Du gern, Du möchtest mich
blenden. Um alsdann Deine Halluzinationen verkaufen zu können.

Oh doch, du bist teilweise bereits verblendet. Aber nicht von mir. Ich versuche dir die Augen zu öffnen, und du beschimpfst mich. Dich verarscht ein faule Beamter, der ständig durch Almosen gelebt hat, weil seinerzeit dass so Mode war, nicht ich. Wach auf. Es ist Zeit. Mode ist was anderes als Form. Die Welt besteht nicht aus deine Feinden. Keiner will dir was, du Salieri :D

Falsch. Wir haben z.B. alte Inhalte in alter Form. Etwa von Wagner.
Zersetzt wird zu allererst die Form. Durch abartige Dreckschweine wie
Alfred Hrdlicka. Und mit der Form natürlich auch der Inhalt.

Wagner höre ich so gut wie täglich. Verstehe doch: Etwas gutes kann nicht zersetzt werden. Wozu soviel Angst? Um nicht um den heissen Brei herum zu reden: Ich kann ohne weiteres das ganze Gedicht über Feministinnen so umschreiben, dass dir auch passt. Resultat: Keiner wird es lesen, weil die Zeit anders ist. Und das wäre fatal, vorallem für die Kunst. Das ist das Hauptproblem von euch "Theoretikern der Konserve": Ihr versteht die Zeit so gut wie nie, und daran geht Ihr auch unter.

Und Du traust Dich nichtmal, 'scheiße' auszuschreiben, Du 'Inhalt'.
Sondern biederst Dich der politisch korrekten Form an. Du willst
mir was über Form erzählen? Tzzzzz

Scheiße! Scheiße! Scheiße! Scheiße! Zufrieden? Du Formtheoretiker! :D

'Nahrung' schert mich einen Scheiß, wo die 'Teller' aus Scheiße sind

Du, dass geht mir auch so, wenn ich gerade gegessen habe: Nahrung schert mir einen Scheiß. Ein Paar Stunden später sieht es wieder ganz anders aus. Leider kann ich meine Gedichte nicht an die Launen deines Magens ausrichten

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Intermezzo

__V__, Bavaria, Saturday, 05.02.2011, 04:12 (vor 5459 Tagen) @ Nikos

Ich will die Diskussion gar nicht stören, und hab nur eine kleine Zwischenfage an Dich, Nikos.

Ist im Griechischen "der Begriff" ebenfalls eine Ableitung vom "Greifen" (etwas begreifen im Sinne von: mit dem Verstand umfassen).

Und eine Kleinigkeit zur Form:

Es gibt Formen beim Gedicht, die das Lesen und Denken/Fühlen erleichtern. Diese Formen sind oftmals sehr genau. Weil sie sich eben dem Denken und Fühlen anpassen, während man liest. Also ideal, um die Form in den hintergrund zu stellen, oder?
Darum ging es mir "einst", als ich auf Dein Werk reagiert habe.

Aber eigentlich will ich nur wissen:
Was heißt "der Begriff" und "etwas begreifen" auf griechisch. Ich kann kein Griechisch, deshalb wäre ich Dir über eine zusätzliche phonetische, lautmalerische Beantwortung der Übersetzungen dankbar.

Gruß,
-Stefan

--
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Antifeminismus [image]
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Intermezzo

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 09:41 (vor 5459 Tagen) @ __V__
bearbeitet von Nikos, Saturday, 05.02.2011, 10:01

Ich will die Diskussion gar nicht stören, und hab nur eine kleine
Zwischenfage an Dich, Nikos.

Du störst gar nicht :)

Ist im Griechischen "der Begriff" ebenfalls eine Ableitung vom "Greifen"
(etwas begreifen im Sinne von: mit dem Verstand umfassen).

"Der Begriff" übersetzt sich am Besten mit "Έννοια" (Ennia) und kommt direkt vom "Bedeutung" oder auch von "mit dem Verstand umfassen" oder "in dem Verstand vorhanden". Das "begreifen" mit "καταλαβαίνω" (katalaveno, verstehen, im Sinne von "etwas eigen machen"), "νιώθω" (niotho, fühlen, verstehen mit dem Herz..), also etwas was einem im Fleisch und Blut über geht, etwas eigenes wird. So in etwa. So auch in dem Wort "Κατάληψη"-katalipsi, was "Einnahme" oder "Eroberung" heißt und von "καταλαβαίνω"-katalaveno kommt.

Und eine Kleinigkeit zur Form:
Es gibt Formen beim Gedicht, die das Lesen und Denken/Fühlen erleichtern.
Diese Formen sind oftmals sehr genau. Weil sie sich eben dem Denken und
Fühlen anpassen, während man liest. Also ideal, um die Form in den
hintergrund zu stellen, oder?
Darum ging es mir "einst", als ich auf Dein Werk reagiert habe.

Aber natürlich! Diese Formen gibt es, und sie müssen sich anpassen, nämlich ihren Job machen. Ich würde sogar sagen, dass beim Gedicht es immer so der Fall ist. Da aber die Zeiten sich ändern, und das Denken und Fühlen der Leserschaft ebenso, müssen sich die Formen ebenso verändern können. Tun sie das nicht, dann beschäftigt sich keiner mehr mit der Form, und mit dem darin enthaltenen Inhalt auch nicht. Es gibt keine Formlossigkeit, allerdings gibt es auch keine Inhaltslossigkeit. Der Inhalt, also die Bottschaft, kann alles mögliche sein, von Wertlos bis Wertvoll. Die Form hat sich da in den hintergrund davon zu stellen und zu dienen. Und der Hintergrund muss sich auch verändern, wenn die Zeit sich auch verändert hat. Anders beschäftigen wir lediglich mit uns selbst, das nennt sich Autismus, und das beschreibt die heutige Kunstszene am besten. Die Menschen haben Probleme, und sie erwarten Lösungen, wenn diese auch lediglich im Gewandt der einfachsten Unterhaltung sind. Wir leben nicht getrennt von unsere Umgebung.

Alles in allem: Das Denken und Fühlen verändern sich, demnach müsste sich die Form auch verändern, um weiterhin in den Hintergrund zu bleiben. Sonst stirbt die Form und der Inhalt gleich mit dazu.

So zB auch mein Gedicht: Hat auch eine bestimmte Form und zwar eine sehr genaue. Natürlich, wie könnte es auch anders sein? Nur eben keine herkömmliche, mit Versen uns so. Das soll plötzlich kein Gedicht mehr sein, und der Schreiber umso mehr Bolschewik.

Unsinn.

Inhalt. Form. Zeit. Letzteres wird meistens vergessen. Das Zweite zum König ernannt (von einigen). Das Erste als belanglos hingestellt. Resultat: Kunst stirbt. Sie ist dadurch nicht mehr lebendig, sie ist weg von der Realität.

Ich kann
kein Griechisch, deshalb wäre ich Dir über eine zusätzliche phonetische,
lautmalerische Beantwortung der Übersetzungen dankbar.

Das hätte ich gerne gemacht, nur leider habe ich keine Ahnung, wie ich das machen soll :(

Habe wieder deine Gedichte gelesen. Die gefallen mir. Ich werde allerdings keine weitere Kritik machen. Mir ist es wichtiger, dass man so schreibt, wie man es für richtig hält. Ein Gedicht soll vorallem ein scharfes Messer sein. Der Rest ist Nebensache, und über Erfolg oder Mißerfolg darf nur die Zeit entscheiden.

Also, weiter schreiben :)

Was du über Meins geschrieben hast, nehme ich einfach so hin. Vielleicht wäre es so besser, wie du sagst, vielleicht auch nicht. Du kannst nicht alle Leser zufrieden stellen. Das geht nicht. Es bleibt halt nichts anderes übrig, als so zu schreiben, wie es dir am Besten erscheint

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Intermezzo

__V__, Bavaria, Saturday, 05.02.2011, 12:54 (vor 5459 Tagen) @ Nikos

Hallo Nikos,

danke erstmal für Deine ausführliche Antwort. Mit "phonetischer Antwort" hatte ich übrigens exakt das gemeint, was Du gemacht hast - nämlich die griechischen Worte mit der deutschen Aussprache widergeben. Danke hierfür erstmal recht herzlich.

Zur Form äußerst Du Dich ja auch recht ausgiebig. Jedoch hab ich das Gefühl, dass Du nicht verstanden hast, worauf ich hinaus wollte.
Mein Anliegen war, dass Du zum dvb gemeint hast, dass Du wolltest, dass die Form bei Deinem Werk nicht so viel Beachtung bekommt. Ich meinte darauf hin, dass Du aber explizit viel Beachtung auf die Form lenkst, und dies eventuell dadurch verhindern könntest, indem Du Dich an einem allgemeinen Lesefluss orientieren könntest (z.B. durch Verse, oder Absätze, etc.).

Aber wie gesagt: Weder entscheide ich, was Du wie zu schreiben hast, noch ist mein Empfinden ein durchweg allgemeingültiges.

Ich habe Dir damals lediglich eine persönliche Rückmeldung über meinen ersten Eindruck gegeben.

Dass Du Dich nun mit dvb aufreibst, ist wohl Schicksal. Zwei Sätze zu ihm: Er beschimpft gerne andere als Bolschewiken, wobei er übersieht, dass er selbst nur seine Meinung gelten lassen kann -> und alle sollten in seinen Augen das Gleiche denken wie _er - derweil ist er gleichzeitig ganz arg böse, wenn er eine Gleichmacherei bei anderen in seinem Bauch erfühlt. Ist ja eventuell auch verständlich - könnte dies doch Konkurrenz zu seinem Selbsterhaltungsgerüst bedeuten.

Was du über Meins geschrieben hast, nehme ich einfach so hin. Vielleicht
wäre es so besser, wie du sagst, vielleicht auch nicht. Du kannst nicht
alle Leser zufrieden stellen. Das geht nicht. Es bleibt halt nichts anderes
übrig, als so zu schreiben, wie es dir am Besten erscheint

Genau. Schreibe so, wie es _Dir am besten erscheint. Flint, z.B., hatte keinerlei Einwände.
Außerdem wollte ich Dein Werk mit einer ehrlichen Rückmeldung von mir würdigen!
Die Welt ist bunt!

Dir einen schönen Tag noch!
-Stefan

--
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Antifeminismus [image]
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Intermezzo

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 16:51 (vor 5459 Tagen) @ __V__

Hallo Nikos,

Hallo Stefan,

danke erstmal für Deine ausführliche Antwort. Mit "phonetischer Antwort"
hatte ich übrigens exakt das gemeint, was Du gemacht hast - nämlich die
griechischen Worte mit der deutschen Aussprache widergeben. Danke hierfür
erstmal recht herzlich.

Bitte, habe ich gerne gemacht.

Zur Form äußerst Du Dich ja auch recht ausgiebig. Jedoch hab ich das
Gefühl, dass Du nicht verstanden hast, worauf ich hinaus wollte.
Mein Anliegen war, dass Du zum dvb gemeint hast, dass Du wolltest, dass
die Form bei Deinem Werk nicht so viel Beachtung bekommt. Ich meinte darauf
hin, dass Du aber explizit viel Beachtung auf die Form lenkst, und dies
eventuell dadurch verhindern könntest, indem Du Dich an einem allgemeinen
Lesefluss orientieren könntest (z.B. durch Verse, oder Absätze, etc.).

Gebe es zu, habe nicht 100%ig verstanden, was du sagtest. In der Tat ist das so, dass ich oft Versen und Absätze benutze, und das auch mit Erfolg, sowohl was mein Empfinden einigen Wochen danach dem Gedicht gegenüber angeht, als auch das Ankommen bei der Leserschaft. Diese Form, mit Versen und Absätzen, ist keineswegs von mir als minderwertig beschrieben worden. Sie ist auch nicht minderwertig. Dumm ist nur das Festklammern an die Form, an welche Form auch immer, unabhängig von Inhalt. Ich sagte nur, dass zuerst inhaltlich das Ganze stimmen soll, vielmehr es muss sich mit meinen Gedanken und Empfindungen 100%ig übereinstimmen, und dann kann auf die Form geschaut werden. So wie du das jetzt erklärt hast, habe ich noch nie sehen können, leider, und du hast damit sicherlich Recht. Danke auch für diese Erklärung. Sicherlich ist auch der Lesefluss ein wenig problematisch, beim bestimmten Gedicht. Aber das war so gewollt. Ich will wirklich nicht, dass immer alles so einfach ist, das ist alles. Der Gute DvB meinte, das wäre Unsinn, aber das ist mir ziemlich egal.

Wie dem auch sei: Danke sehr. Ich bin offen für Kritik, auch wenn ich das nicht wäre, das wäre der Welt egal, denn Kritik gibt es immer. Und ich muss sagen, negative Kritik, die ernsthaft und ehrlich ist, bringt mich weiter, als Positive, die diese beide Eigenschaften nicht ausweist.

Aber wie gesagt: Weder entscheide ich, was Du wie zu schreiben hast, noch
ist mein Empfinden ein durchweg allgemeingültiges.

Genau, das geht auch nicht. Es muss noch einen anderen Grund geben, warum jemand etwas tut, als allein der Erfolg beim Publikum. Wobei auch das nicht als Niederträchtigt gebranntmarkt werden soll.

Ich habe Dir damals lediglich eine persönliche Rückmeldung über meinen
ersten Eindruck gegeben.

Gerne angenommen.

Dass Du Dich nun mit dvb aufreibst, ist wohl Schicksal. Zwei Sätze zu
ihm: Er beschimpft gerne andere als Bolschewiken, wobei er übersieht, dass
er selbst nur seine Meinung gelten lassen kann -> und alle sollten in
seinen Augen das Gleiche denken wie _er - derweil ist er gleichzeitig ganz
arg böse, wenn er eine Gleichmacherei bei anderen in seinem Bauch
erfühlt. Ist ja eventuell auch verständlich - könnte dies doch
Konkurrenz zu seinem Selbsterhaltungsgerüst bedeuten.

Wie heißt das so schön: Zeigst du auf andere, zeigen immer noch drei deiner Fingern auf dich. Egal.

Genau. Schreibe so, wie es _Dir am besten erscheint. Flint, z.B., hatte
keinerlei Einwände.
Außerdem wollte ich Dein Werk mit einer ehrlichen Rückmeldung von mir
würdigen!
Die Welt ist bunt!

Eben. Wie sollte es auch anders sein? Sollten wir zuerst mit dem Ministerium für Kreativität Rücksprache halten, was denn kreativ ist und was nicht? Den Teufel werde ich tun! :)

Diese Welt ist total bunt, das stimmt!

Dir einen schönen Tag noch!

Ebenso!
Nikos

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Chaos

DvB, Saturday, 05.02.2011, 22:05 (vor 5458 Tagen) @ Nikos

Die Welt ist bunt!

Diese Welt ist total bunt, das stimmt!

Diese Aussage ist genauso sinnfrei und bescheuert wie die Behauptung, alle Menschen seien gleich. Eure Masche, dem Chaos das Wort zu reden

--
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SW

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 22:28 (vor 5458 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Nikos, Saturday, 05.02.2011, 22:32

Diese Aussage ist genauso sinnfrei und bescheuert wie die Behauptung, alle
Menschen seien gleich. Eure Masche, dem Chaos das Wort zu reden.

"Die Welt ist nur schwarz und weiss"
5. Februar 2010, Meister DvB

JAWOHL SALIERI !!!

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

SW

DvB, Sunday, 06.02.2011, 00:16 (vor 5458 Tagen) @ Nikos

"Die Welt ist nur schwarz und weiss"
5. Februar 2010, Meister DvB

Klassische bolschewistische Fälschung

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SW

DvB, Sunday, 06.02.2011, 00:43 (vor 5458 Tagen) @ DvB

Ohne Fälschung kommt ihr Bolschewiken einfach nicht aus

--
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SW

Nikos, Athen, Sunday, 06.02.2011, 08:42 (vor 5458 Tagen) @ DvB

Ohne Fälschung kommt ihr Bolschewiken einfach nicht aus

Du meinst dich damit. Salieri-Kaspar.

300 Euro und mein Gedicht ist deins.

Dann kannst du damit angeben

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

SW

DvB, Sunday, 06.02.2011, 11:01 (vor 5458 Tagen) @ Nikos

Du meinst dich damit. Salieri-Kaspar.
300 Euro und mein Gedicht ist deins.
Dann kannst du damit angeben

Armer Willi.

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SW

Nikos, Athen, Sunday, 06.02.2011, 08:40 (vor 5458 Tagen) @ DvB

Klassische bolschewistische Fälschung

Nein, das bist du, verkappter Bolschewik

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

der DvB...

DvB, Saturday, 05.02.2011, 22:20 (vor 5458 Tagen) @ __V__

wobei er übersieht, dass
er selbst nur seine Meinung gelten lassen kann -> und alle sollten in
seinen Augen das Gleiche denken wie _er

"Meinungen" sind sowieso irrelevant. Gelten lassen kann ich alles, auch wenns meiner Position zuwiderläuft, was vernünftig begründet werden kann. Allgemeingültige Aussagen zu treffen, ist eben nicht so leicht. Das kann nicht jeder Depp. Ich werde mich ganz sicher nicht dafür entschuldigen, daß es mir so leicht fällt, schlampige Begründungen zu zerpflücken und entsprechende Ansagen abzulehnen. Mit dem ressentimentfressigen Ablehnungsverhalten, wie Dus von Dir kennst, hat das nämlich nichts zu tun

--
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"Mir geht es um..."

DvB, Saturday, 05.02.2011, 21:36 (vor 5458 Tagen) @ Nikos

Dein Name? :D Ja ist gut Mann, dein Name, das bleibt unverändert: Du bist
viel schlimmer als ich! :D

;)
Was Materielles betrifft, hast Du aber wahrscheinlich auch nicht recht. Die Hirnzellen werden meines Wissens nicht oder so gut wie nicht erneuert. Die dürften also noch weitgehend original sein.

Ich halte Begriffe keineswegs für Bedeutungslos! Begriffe sind wichtigste
Werkzeuge!

Warum zersetzt Du sie dann?

Aber nichts weiter als das: Werkzeuge. Schau: Der Dach über den
Kopf ist das Ziel der Kunst, Du sagst, wenn das Haus keinen Schwimmingpool
hat, oder keine Heizung, dann ist das kein Haus.

Nee, nee, das sage ich nicht. Du ziehst unpassende Vergleiche. Wenn das Ding kein Dach und keine Wände hat, dann sag ich, ist das kein Haus.

Der Geist bestimmt die Materie? Typische Aussage von jemand, der einen
vollen Magen hat.

Der Geist sagt mir, wie ich dafür sorge, daß das auch so bleibt. Wenn er das mal nicht mehr hinkriegen sollte, wird es wohl ein paar unangenehme Rückwirkungen geben, sicher. Solche Rückwirkungen gibt es - sie sind aber nicht die Hauptsache bei schöpferischen Menschen. Nur bei Bolschewiken und sonstigen Ferngesteuerten ist das so. Sie sind selber derart schwachsinnig im wahrsten Sinne, daß es ihnen so vorkommt, als bestimme ihre Umgebung ihr Bewußtsein. Gerüchtehalber können sie ihre Körpertemperatur auch nur bei Sonnenbeleuchtung oder künstliche Heizkörper aufrechterhalten!

Vorschlag: Gib mir dein Geld! Und friß dann deinen
"ewigen" Geist.

Mein Geist ist schlau - der sagt 'behalten!'. ;)

Nur weil du mein Gedicht nicht magst (es ist definitiv ein
Gedicht, ich bin mir nunmehr sicherer, als je zuvor). Mache es!

Es ist immernoch kein Gedicht.

Das tun heutige Künstler sehr oft: Da sind wir eine Meinung.

Wieso denn? 'Das Leben verändert sich.' sagst Du. - Die tragen dem doch Rechnung. In einer perversen Zeit betreiben sie halt Perversion statt Kunst. Das ist doch das, was Du forderst.

Unsere Unterschied besteht nur um das "Warum" herum. Du sagst,
weil es an Form fehlt. Ich sage, weil nur die Form beachtet wird.

Perverse Dreckschweine, wie dieser Hrdlicka, zersetzen die Form. Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß es ihnen dabei darum geht, den Inhalt zu zersetzen. Anders gehts ja nicht: der Inhalt ist schließlich die Information, die in der Form drinnensteckt.

Wieso sollten diese Schweine 'nur die Form beachten'? Die meisten behaupten sehr wohl, es gäbe durchaus einen Inhalt. Was auch stimmt - nur ist der nicht Kunst, sondern Zersetzung. Manche legen Wert auf die Form, manche nicht. Das ist ganz unterschiedlich. Natürlich sind sie gezwungen, irgendeine Form zu benutzen, um eine bestimmte Zersetzungsaussage zu generieren. Aber oft genug tuts die aussagelose Zersetzung ja auch.

Aha, jetzt kennst du auch was das Leben ist, und natürlich nur du kennst
das. Hm.

Nun hab ich es auch Dir verraten. ;)

Leben in eine Fabrik, die Knöpfe produziert, ist wahrhaftig
Schöpfertum. Wie schön zeigst du uns, dass du damit noch nichts zu tun
hattest. Noch nie. Zum Glück schreibst du nichts, außer geheim-geniale
formgerechte Gedichte natürlich :D

Ich schreib die ganze Zeit. Und schöpferisch genug offenbar, daß Du bei mir abkupferst. :D (Von wegen 'geheim-genial'.)

Boah! Nein, es ist viel einfacher: Die Begriffe gehen mir am Arsch vorbei,
wenn sie zu Schwach für meine Inhalte sind. Ich kann doch nicht das gerade
erfundene Feuer wieder löschen, und mir den Arsch abfrieren, nur weil bis
dahin kein Begriff dafür existierte, hast du sie noch alle?

Sagen wir mal so: Wenn Du das Feuer erfindest, ist das ja ne gute Sache. Aber wenn Du das Ding 'Faustkeil' nennst, gibts eins mit der Keule uff die Rübe. Comprente?

Du redest wie jemand, der schwer gelitten hat. Schau mal, es gibt
Möglichkeiten deine Kummer um die Form anders zu bewältigen: Schreib!
Potenzbefreiter Kritiker!

Mach ich doch dauernd.

Nein, dass es keine neue Begriffe geben würde, ist allein deine Angst und
deine Phantasielossigkeit.

Genau das ist das Problem. Statt neue Begriffe für angeblich neuen Kram zu benutzen, zersetzt ihr alte. Und da gibts Ärger! Ich glaub Dir die neuen Inhalte aber garnicht. Zu faul, nen Begriff dafür auszudenken, aber für nen Inhalt soll es gereicht haben? Lachhaft! Die Inhalte existieren nicht. Gerade darum versuchst Du, die Begriffe zu zersetzen, damit dies nicht offenbar werde. Dafür, daß Dir die Begriffe angeblich am Arsch vorbeigehen, bestehst Du viel zu sehr darauf, daß das ein Gedicht sein soll.

Es gibt absolut nichts ohne Form.

Was beweist, daß bei Abwesenheit von Form auch keine Information vorliegen kann.

Wenn die Form aber beliebig ist, ist das verwandt. Da ist der Inhalt nämlich auch meist beliebig.

"Achja, erstmal schauen, was andere da verstehen, bevor ich mich entscheide, was ich wohl gemeint haben könnte." - Dafür hast Du 300 Euro gelöhnt!
http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=169242

Wenn es aber
nur um von der Dir bestimmten Form geht, dann gilt das umgekehrt. Der Geist
ist der Inhalt, und die Form braucht nicht deine soldatenartige Versen
sein, es gibt auch das Universum, ein Form für alles :D

Wirr. Soll das heißen, der Geist bestimmt die Materie und ein krummer Geist bedient sich eben krummer Formen? Da stimme ich zu.

Oh doch, du bist teilweise bereits verblendet. Aber nicht von mir. Ich
versuche dir die Augen zu öffnen, und du beschimpfst mich.

Wenn dem so wäre, gäbe es keinen Grund für Dich, Begriffe zu zersetzen. Außerdem sollte Erhellung zur Klarheit statt zur Verunklarung beitragen.

Dich verarscht
ein faule Beamter, der ständig durch Almosen gelebt hat, weil seinerzeit
dass so Mode war, nicht ich. Wach auf. Es ist Zeit. Mode ist was anderes
als Form. Die Welt besteht nicht aus deine Feinden. Keiner will dir was, du
Salieri :D

Was denn nu? Will der mir was - oder net?

Natürlich wimmelt es in der Welt nur so von perversen bolschewistischen Zersetzern.

Wagner höre ich so gut wie täglich. Verstehe doch: Etwas gutes kann
nicht
zersetzt werden.

Wie kommst Du denn zu so einer schwachsinnigen Idee?

Hier hast Du eine Midi-Datei. Ersetze die Instrumente darin durch Fürze, fertig ist die Zersetzung. Und wenn jeder Depp das dann als Klingelton auf seinem Händi hat, weils kuhl ist, ist das für die Deppen in aller Regel die einzige Version, die sie von dem Stück überhaupt kennen.

Wozu soviel Angst?

Weil kulturelle Entkernung konsequent zu Gulag, Guantanamo, Massenmord usw. führt. Auch der Femanzismus ist eine Folge daraus.

Um nicht um den heissen Brei
herum zu reden: Ich kann ohne weiteres das ganze Gedicht über
Feministinnen so umschreiben, dass dir auch passt. Resultat: Keiner wird es
lesen, weil die Zeit anders ist. Und das wäre fatal, vorallem für die
Kunst. Das ist das Hauptproblem von euch "Theoretikern der Konserve": Ihr
versteht die Zeit so gut wie nie, und daran geht Ihr auch unter.

Quatsch. Ein "Künstler", der sich an "die Zeit" anbiedert, verdient nicht, ein solcher genannt zu werden. Außerdem ist das vollkommen gegenläufig zu Deiner Ansage: "Wenn jemand "Nikos" lesen möchte, dann muss er das unter Einsatz seines Lebens machen wollen :)" - Du diskutierst wie ein Weib, Du weißt nicht, was Du willst!

Scheiße! Scheiße! Scheiße! Scheiße! Zufrieden? Du Formtheoretiker! :D

Na wenigstens nach Extraeinladung!

Du, dass geht mir auch so, wenn ich gerade gegessen habe: Nahrung schert
mir einen Scheiß. Ein Paar Stunden später sieht es wieder ganz anders
aus. Leider kann ich meine Gedichte nicht an die Launen deines Magens
ausrichten

Dann bist Du kein Künstler. Denn Kunst zeichnet sich ja gerade dadurch aus, eine Saite im Betrachter zum Schwingen zu bringen. Nicht in jedem - aber in dem, der eine Affinität dazu hat.

Für die Masse gilt das aber nicht. Die hat eine Affinität zu Scheiße. Massenkunst ist Antikunst. Diese bestimmt den Zeitgeist

--
[image]

Jawohl, Salieri

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 22:27 (vor 5458 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Nikos, Saturday, 05.02.2011, 22:30

In Liebe
Dein Wolfi

PS Dein Zeug nochmal durchlesen, dann selber markieren, wo der Unsinn steht. Darauf habe ich echt keinen Bock.

Verkappte Bolschewik

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*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

"Mir geht es um..."

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 22:57 (vor 5458 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Nikos, Saturday, 05.02.2011, 23:07

Es ist immernoch kein Gedicht.

Oh doch, Salieri. Vorallem dein Wiederstand macht es zu einem.

Ein "Künstler", der sich an "die Zeit" anbiedert, verdient
nicht, ein solcher genannt zu werden. Außerdem ist das vollkommen
gegenläufig zu Deiner Ansage: "Wenn jemand "Nikos" lesen möchte, dann
muss er das unter Einsatz seines Lebens machen wollen :)" - Du diskutierst
wie ein Weib, Du weißt nicht, was Du willst!

Schwarz oser weiss. Keine Farben. Nichts. Das Universum und Herr Salieri... ehm, DvB meine ich.

Salieri du scheinst echt in die Hose gemacht zu haben, von meinem Un-gedicht. Mensch, beruhige dich, ich höre zwar nicht auf, so Gedichte zu schreiben, wie ich es für richtig halte, aber vielleicht wird das Gespenst Goethes aufstehen und deine kleine langweilige Welt retten. Ich weiss aber nicht, ob er das schafft, wir gehen nämlich heute Abend aus, ein Paar Bier trinken. Nein, du sollst nicht mit, das hat er mir gesagt. Weiss nicht warum..

Für die Masse gilt das aber nicht. Die hat eine Affinität zu Scheiße.
Massenkunst ist Antikunst. Diese bestimmt den Zeitgeist

Ja ja, die dumme Masse und die Elite. Wach auf, Elite, die Masse ist schon langsam wach, und solche kleine jammerliche Mennschlein wie dich, sieht sie mit sehr ernsthafte Absichten an

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

"Mir geht es um..."

DvB, Sunday, 06.02.2011, 00:14 (vor 5458 Tagen) @ Nikos

Ja ja, die dumme Masse und die Elite. Wach auf, Elite, die Masse ist schon
langsam wach, und solche kleine jammerliche Mennschlein wie dich, sieht sie
mit sehr ernsthafte Absichten an

Schon klar, Emil. Absichten...

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"Mir geht es um..."

Nikos, Athen, Sunday, 06.02.2011, 09:38 (vor 5458 Tagen) @ DvB

Schon klar, Emil.
Absichten...

Moment mal! Da gibt es schon wieder von dir ein Link, mit ein "Kunstwerk" drin, welches wie vo dir geschrieben dar hockt: Da ist sie wieder, deine geliebte, die heilige, die unwiedersteheliche, über alles stehende Form!

DIE FOOOOOORRRRRRMMMMMMM !!!!!!!! Alle bitte beschämt niederknien!

Nicht schon wieder, Salieri! Hat Gott schon wieder mit dir gespie... ehm... geredet? Mensch!

Alles mir schön zu Recht gereimt,
habe ich einer Nacht,
mit dem, was in mein Hirn gedeiht,
wenn da keiner wacht.

Kommunisten sind die Pest.
DvB ihr nagelneuer Kreativitätsbeauftragter.

(Rutsch mir doch den Bückel runter mit deiner Form)

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

An DvB und Nikos (alphabetisch)

Flint ⌂, Saturday, 05.02.2011, 19:18 (vor 5459 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Saturday, 05.02.2011, 19:22

Nun muß / will ich doch noch mal etwas dazu schreiben.

@DvB und Nikos.

Ich würde vorschlagen, ihr einigt euch einfach darauf, beide zu akzeptieren, was im Wörterbuch steht.

Ich sehe die ganze Sache aus zwei Aspekten.

Der erste Aspekt

Wenn es etwas Neues in der Welt gibt, braucht man eigentlich immer ein neues Wort um es zu benennen. Dazu eine Definition (Begriffsbestimmung).

Schaut man sich die Definitionen in Wörterbüchern an, sieht man, daß viele Wörter mehrere verschiedene Definitionen haben. Offenbar will man Wörter sparen und gibt ein- und demselben Wort verschiedene Definitionen. Es kommt vor, daß Definitionen desselben Wortes fast Gegenteiliges bedeuten können. Zum Beispiel kann das Wort 'oder' in gewissen Situationen auch 'und' bedeuten. Das kann verwirrend werden und man sieht oft nur anhand des Kontextes, was gemeint ist.

Generell sind Wörterbücher dafür da, daß man in ihnen nachschauen kann, was ein Wort bedeutet.

Es können da allerdings einige Probleme und Verzerrungen vorkommen.

In einer Zeit wie der unseren, die links- bzw. feminismusideologisch verseucht ist, werden dann auch Definitionen ideologisch verändert. Dann wird z.B. der Begriff 'mannhaft' als 'veraltet' angegeben. Die Eigenschaften von 'männlich' und 'weiblich' werden anders definiert. Auch 'Mann' und 'Frau' oder 'Weib' werden ideologisch definiert.Ich glaube, mich richtig zu erinnern, irgendwann einmal bei dem Begriff 'Papst' die Angabe 'Papst/Päpstin' gesehen zu haben.

Feministisch ideologische Wörterbücher kommen mir nicht ins Haus. Ich akzeptiere nur Wörterbücher von vor 1975.

Es gab einmal eine Zeit, da habe ich Wörterbücher und Lexika gesammelt. Ich habe vom Schülerduden bis zum Großen Brockhaus von 1880 eine ganze Reihe von Ausgaben. So kann ich -und das kann recht interessant sein- vergleichen, ob und wie sich Begriffe verändert haben. Selbst die Art der Schlagwortartikel in Lexika hat sich seit damals geändert. Früher schrieb man bei bekannten Personen noch dazu ob sie mutig in irgendwelchen Schlachten gekämpft hatten.

Also es gibt das Phänomen von Veränderungen in den Definitionen.

Ich gehe davon aus, daß es verschiedene Arten von Veränderungen gibt. Hier mal nur die, die mir im Moment auf die Schnelle einfallen:

° Vernünftige Veränderungen (z.B. nach Stand der Wissenschaft, wie etwa die Einwohnerzahl von London.)
° Unvernünftige mutwillige Veränderungen (z.B. ideologisch motivierte Veränderungen)
° Hinzugefügte neue Definitionen (zusätzliche Bedeutungen)

Was macht man nun, wenn einer wie Nikos etwas poetisches kreiert hat? Wie nennt man es? Gibt es dafür schon einen Begriff? Oder braucht/bräuchte man dafür nun einen neuen Begriff? Wie könnte der lauten?

Der zweite Aspekt

Generell stehe ich zu der Auffassung, die Konfuzius geäußert hat. Hatte es 2007 hier gepostet. Leider hat die Forensoftware einige Satzzeichen in Fragezeichen umgewandelt. Kann nicht mehr 100% rekonstruieren wie das vorher war. Ich hoffe, es stimmt so:

"Bevor ihr euch streitet klärt die Begriffe." [Konfuzius]

"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden." [Konfuzius]

"Bevor wir miteinander reden, müssen wir uns erst über die Bedeutung der verwendeten Begriffe klar werden. Sonst, in der Tat, geraten die Dinge in Unordnung."

Nicht zu Unrecht wies bereits Konfuzius auf die Wichtigkeit hin, Namen, die ihren Sinn verkehrt haben, wieder richtig zu stellen. Im Jahre 484 v. Chr. sagte Konfuzius:

„Der Edle lässt das, was er nicht versteht, sozusagen beiseite. Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeiht Moral und Kunst nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen.
Darum sorge der Edle, dass er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worten bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann.
Der Edle duldet nicht, dass in seinen Worten irgend etwas in Unordnung ist.
Das ist es, worauf alles ankommt.“

Was vor allem nötig ist, ist, dass man die Dinge beim rechten Namen nennen kann.

„Wenn in einem Staat faule Stellen sind, die eine Verwirrung der Begriffe verursachen, so ist ein energisches, klares Wort eine Unmöglichkeit.
Dadurch wird aber eine durchgreifende Regierungstätigkeit verhindert.
Und die daraus entspringende öffentliche Unordnung lässt keine Äußerung der wahrhaften geistigen Kultur aufkommen, denn die Verlogenheit dringt ein auch in Religion und Kunst.

Ohne diese Geisteskultur ist aber auf der anderen Seite eine gerechte Justizverwaltung unmöglich, und dadurch entsteht eine allgemeine Unsicherheit und Beunruhigung des öffentlichen Lebens.

Darum ist für einen charaktervollen Mann eine unerläßliche Vorbedingung alles Wirkens, dass seine Begriffe alle so beschaffen sind, dass er sie aussprechen kann, und dass seine Worte so sind, dass er sie in Taten umsetzen kann.

Das ist nur möglich bei unbedingter Genauigkeit und Wahrheit.“

Hinsichtlich der falschen Benennungen sagte Konfuzius:

„Eine Eckenschale ohne Ecken: was ist das für eine Eckenschale, was ist das für eine Eckenschale!“

Im Lun Yu steht hierzu folgender Kommentar:

„Der Meister hielt sich darüber auf, dass ein Opfergefäß, das früher eckig war, aber im Lauf der Zeit abgerundet hergestellt zu werden pflegte, noch immer mit der alten Bezeichnung genannt wurde, die dem Wesen nun gar nicht mehr entsprach: Ein Gleichnis für die Zustände der damaligen Zeit, die auch nichts mehr mit den Einrichtungen der guten alten Zeit gemein hatten als den bloßen Namen. Diese Begriffsverwirrungen waren nach Kung einer der schlimmsten Übelstände, da ohne adäquate Begriffe der Mensch der Außenwelt hilflos und machtlos gegenübersteht.“

Gruß
Flint [image]

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Der Maskulist
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Familienpolitik

An DvB und Nikos (alphabetisch)

DvB, Saturday, 05.02.2011, 21:51 (vor 5458 Tagen) @ Flint

Ich würde vorschlagen, ihr einigt euch einfach darauf, beide zu
akzeptieren, was im Wörterbuch steht.

Sehr gut, Flint. Ganz meine Position.

Der Nikos produziert faule Stellen. Und will die Mahnung nicht akzeptieren, wie ein trotziges Kind. Es sei "Kunst" und auf die faulen Stellen käme es ja garnicht an - dahinter verbürgen sich gar köstliche Inhalte. Tztztztz..

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An DvB und Nikos (alphabetisch)

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 22:34 (vor 5458 Tagen) @ DvB

Sehr gut, Flint. Ganz meine Position.
Der Nikos produziert faule Stellen. Und will die Mahnung nicht
akzeptieren, wie ein trotziges Kind. Es sei "Kunst" und auf die faulen
Stellen käme es ja garnicht an - dahinter verbürgen sich gar köstliche
Inhalte. Tztztztz..

DIE ERDE IST EINE SCHEIBE HABE ICH GESAGT! HÖRST DU? EINE SCHEIBE!

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An DvB und Nikos (alphabetisch)

Nikos, Athen, Saturday, 05.02.2011, 22:48 (vor 5458 Tagen) @ Flint

Richtig.

Nur: DvB zersetzt die Begriffe, nicht ich. Für ihn stimmt die Form nur dann, wenn die letzten drei Buchstaben einer Zeile mit den letzten drei Buchstaben der nächsten Zeile übereinstimmen. Sonst gibt es Nichts! Sogar keine Farben!

Auf Argumente geht nicht ein, Gedichte zu lesen, die du ihm vorgeschlagen hast, hält er für unnötig, Antworten auf einfache Fragen mag er nicht, das einzige was mir von ihm in den Kopf bleibt, ist folgendes:

"Es ist kein Gedicht, hörst du, es ist kein Gedicht habe ich gesagt!"

Ein Wahnsinniger.

Wie dem auch sei: Zum Glück hat er in Sachen "Kunst" nichts zu sagen

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