Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Gender-Mainstreaming-Artikel in der aktuellen Omma

Kurti, Wien, Thursday, 03.02.2011, 19:03 (vor 5460 Tagen)

Ich tue heute mal etwas Ganz Böses und verlinke auf die aktuelle "Omma". Dort gibt es nämlich einen ziemlichen Nebelgranaten-Artikel, dass Schänder Mähnschtrieming doch gar nicht so böse sei, dass es im Gegenteil doch Frauen und Männern nutzt.

Auch wenn es die "Omma" ist - ich finde, wir sollten diesen Artikel genau "auseinanderklamüsiern". Damit wir wissen, wie die Gegenseite denkt, mit welchen Argumenten beziehungsweise Argumentationsfallen sie arbeitet.
Und wir uns in aller Ruhe Antworten überlegen können.

Hier der Link:

http://anonym.to/?http://www.emma.de/ressorts/artikel/feminismus-theorie/gender-mainstreaming-lebt/

Gruß, Kurti

Gender-Mainstreaming-Artikel in der aktuellen Omma

Zauberküchenmeister, Abort(nung), Thursday, 03.02.2011, 20:21 (vor 5460 Tagen) @ Kurti

"In der Realität ist es zum Beispiel so, dass Frauen kleinere Hände haben als Männer. Jedenfalls meistens. Diesen kleinen Unterschied zu beachten, kann im Zweifel lebensrettend sein. Als das nordrhein-westfälische Innenministerium eine neue Dienstwaffe für seine 43.000 PolizistInnen einführen wollte, ließ es eine Reihe in Frage kommende Waffen testen."

In der Realität ist es wohl auch so, dass Mann äh frau durchaus auch die
Arbeit im Handwerk und Bau... mal auf ihre ergonomische... Durchführbarkeit und Verbesserung aufs Korn nehmen sollte, um dann direkt ein Quotierungsgesetz für diese Arbeitsbereiche hinterherzuschieben.

Jetzt wo die Maschinen doch so "handy" sind.

Des Weiteren empfehle ich, dass die Bedienplattform meiner Kaffeemaschine, Waschmasschine an meine Affen-Pranken angepasst werden.
Und irgendwie erschreibe ich mich ständig, weil mein Netbook so popelig ist

Ergonomie ist kein Gender-Mainstreaming

Floh @, Thursday, 03.02.2011, 22:44 (vor 5460 Tagen) @ Kurti

.....In der Realität ist es zum Beispiel so, dass Frauen kleinere Hände haben als Männer. Jedenfalls meistens. Diesen kleinen Unterschied zu beachten, kann im Zweifel lebensrettend sein. Als das nordrhein-westfälische Innenministerium eine neue Dienstwaffe für seine 43.000 Polizisten einführen wollte, ließ es eine Reihe in Frage kommende Waffen testen.

Und weil Gleichstellungsbeauftrage Jutta Ben Lasfar über diesen Test wachte, nahmen – wiederum im Rahmen eines Pilotprojekts – an den Schießübungen 134 männliche und 28 weibliche Polizisten teil. Das entspricht in etwa dem Frauenanteil der NRW-Polizei von 15 Prozent, Tendenz stark steigend. Ergebnis: In vielen Fragen waren sich Testerinnen und Tester einig. Wie gut sich die Pistole auseinander- und wieder zusammenbauen lässt oder wie präzise das Ziel anvisiert werden kann, da klaffte keine Lücke zwischen den Geschlechtern. Bei den Fragen „Wie beurteilen Sie die Eigenschaften des Griffstücks?“ und „Lässt sich der Magazinhalter mit dem Daumen der Schusshand erreichen?“ allerdings war der Gender Gap enorm.

Ergebnis: Angeschafft wurde eine Walther P 99 mit einem Griff, der flexibel vergrößert oder verkleinert werden kann. „Und darüber haben sich nicht nur die Frauen gefreut“, sagt Jutta Ben Lasfar, „sondern auch die Männer mit kleineren Händen.“...

Das ist eine ganz logische Entscheidung, gemäß der Lehre der Ergonomie, siehe ( http://de.wikipedia.org/wiki/Ergonomie ).

Stellt euch mal die Fleischer vor, die erst einen Schweinebauch (Höhe ca. 3cm) und später eine Rinderkeule (Höhe ca. 40cm) ausbeinen sollen. In welcher Höhe baut man den Arbeitstisch bei unterschiedlicher Körpergröße der Mitarbeiter?

Gruß
Flohgast

Ergonomie ist kein Gender-Mainstreaming

Zauberküchenmeister, Abort(nung), Thursday, 03.02.2011, 22:55 (vor 5460 Tagen) @ Floh

In diesem Falle dient es aber auf einseitige Art und Weise dem GM,
sonst würde wie von mir schon angedeutet, dasselbe auch für andere
Arbeitsbereiche angestrebt werden, damit Frauen ganz gleichberechtigt, gleichgestellt und gleichverdienend so ganz emanzipiert ihren Teil in diesen Bereichen der Wertschöpfungs- und Schaffungsgesellschaft beitragen dürften und dann laut Quote eigentlich auch müssten.

Aber was ist angesagt?

Rosinenpickerei so weit das Auge reicht!

powered by my little forum