Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Österreich: Heinisch-Hosek für Frauenquoten

Kurti, Wien, Thursday, 03.02.2011, 18:46 (vor 5461 Tagen) @ loyal bavarian

Meine Vermutung, woran das liegen könnte: Es gibt hierzulande seit 1918 eine Art nationalen Minderwertigkeitskompex, "nur" das kleine, "übrig gebliebene" Österreich zu sein. Diesem Komplex begegnet man im Alltag mit zwei Strategien:

1. Aggressive Strategien
1. 1. Ein gewisses nationales "Einigeln", die viel zitierte "Mir-san-mir"-Mentalität.
1. 2. Aggressive Abwertungsprojektionen auf den subjektiv als überlegen empfundenen Nachbarn Deutschland ("die depperten Piefke").

2. Devote Strategien
Vorauseilendes Liebedienern gegenüber mächtigen Institutionen und Übernehmen von deren Wertmaßstäben. Konkret etwa Vorgaben aus der EU, ein Übermaß an Anglizismen in der Alltagssprache oder die kritiklose Übernahme von Zeitgeisterscheinungen aus dem Deutschland, über das man gerade eben noch geschimpft hat. Um sich so psychologisch von der subjektiv empfundenen Kleinheit zu befreien und quasi in etwas Größerem "aufzugehen".

Soweit meine soziologischen Deutungsversuche.

Gruß, Kurti


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