Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Österreich: Heinisch-Hosek für Frauenquoten

Kurti, Wien, Wednesday, 02.02.2011, 04:14 (vor 5462 Tagen)

"Die auf EU-Ebene diskutierte Frauenquote für Aufsichtsräte großer Firmen könnte nun auch in Österreich für neue Bewegung sorgen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) hat am Dienstag ihren Vorschlag einer freiwilligen Selbstverpflichtung neuerlich aufs Tapet gebracht. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) zeigte sich am Rande des Ministerrats gesprächsbereit und hofft auf eine Lösung in den nächsten Wochen.

90 Prozent der Aufsichtrsräte männlich
In Österreich sind rund 90 Prozent der Aufsichtsratsmandate mit Männern besetzt. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hatte am Montag in Brüssel eine Frauenquote für die Aufsichtsräte großer Firmen gefordert. Konkret soll der Anteil von weiblichen Aufsichtsräten bis 2015 bei 30 Prozent und bis 2020 bei 40 Prozent liegen. Sollten die Konzerne bis Jahresende nicht selbst aktiv werden, will die Kommission rechtliche Vorgaben machen.

Freiwillige Selbstverpflichtung
Auf freiwillige Selbstverpflichtung setzt in einem ersten Schritt auch Heinisch-Hosek. Sie will mit Mitterlehner darüber verhandeln, eine entsprechende Regelung in den "Benimmregeln" für börsennotierte Firmen ("Corporate Governance Kodex") zu verankern. Für Staatsfirmen soll die Frauenquote ebenfalls gelten. Demnach soll für Aufsichtsräte bis 2013 ein Frauenanteil von 25 Prozent erreicht werden, in acht bis zehn Jahren sollen es 40 Prozent sein.

Sollte die freiwillige Selbstverpflichtung nicht greifen, dann strebt Heinisch-Hosek für das Jahr 2014 eine gesetzliche Regelung an. Dass sie eine gesetzliche Regelung nicht sofort angeht, begründet die Ministerin mit dem Widerstand des Koalitionspartners: Sie habe mit dieser Idee nicht gerade "offene Türen eingerannt"."
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Heinisch-Hosek-fordert-Frauenquote/16618504

Gruß, Kurti

Ich fordere: "Frauen statt Menschen in Führungspositionen"[kt]

Rainer ⌂, Wednesday, 02.02.2011, 04:22 (vor 5462 Tagen) @ Kurti

- kein Text -

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[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Ich fordere: "Frauen statt Menschen in Führungspositionen"

Kurti, Wien, Wednesday, 02.02.2011, 04:34 (vor 5462 Tagen) @ Rainer

Frei nach dem Motto: "Wer die menschliche Gesellschaft will ..."?
Oder verwechsle ich da jetzt was?

Gruß, Kurti

Affen könnten es sicher noch besser - man muß ihnen nur mal die Chance geben [kt]

Polarisator, Wednesday, 02.02.2011, 11:24 (vor 5462 Tagen) @ Rainer

- kein Text -

Affen könnten es sicher noch besser - man muß ihnen nur mal die Chance geben

Bero, Wednesday, 02.02.2011, 16:24 (vor 5462 Tagen) @ Polarisator

Diese Schlagzeile wird dir wieder Anhänger in Scharen zutreiben. :-))

Österreich: Heinisch-Hosek für Frauenquoten

Goofos @, Wednesday, 02.02.2011, 05:18 (vor 5462 Tagen) @ Kurti

EU-Justizkommissarin Viviane Reding hatte am Montag in Brüssel
eine Frauenquote für die Aufsichtsräte großer Firmen gefordert. Konkret
soll der Anteil von weiblichen Aufsichtsräten bis 2015 bei 30 Prozent und
bis 2020 bei 40 Prozent liegen.

Bis dahin sollte der EU-Rettungsschirm aber dann doch nochmal gut ums zehnfache aufgestockt werden. Wenn aber Deutschland vorher schon eine Frauenquote einführt dürfte das ziemlich ins Auge gehen

Österreich: Heinisch-Hosek für Frauenquoten

loyal bavarian, Thursday, 03.02.2011, 14:52 (vor 5461 Tagen) @ Kurti

Wieso kommen aus dem einen bergdeutschen Land regelmäßig zukunftsweisende Vorschläge, während im anderen Bergdeutschen Land die Verhältnisse mittlerweile um einiges schlimmer als in Deutschland zu sein scheinen ? Das kann doch nicht nur an der EU liegen ?

Österreich: Heinisch-Hosek für Frauenquoten

Kurti, Wien, Thursday, 03.02.2011, 18:46 (vor 5461 Tagen) @ loyal bavarian

Meine Vermutung, woran das liegen könnte: Es gibt hierzulande seit 1918 eine Art nationalen Minderwertigkeitskompex, "nur" das kleine, "übrig gebliebene" Österreich zu sein. Diesem Komplex begegnet man im Alltag mit zwei Strategien:

1. Aggressive Strategien
1. 1. Ein gewisses nationales "Einigeln", die viel zitierte "Mir-san-mir"-Mentalität.
1. 2. Aggressive Abwertungsprojektionen auf den subjektiv als überlegen empfundenen Nachbarn Deutschland ("die depperten Piefke").

2. Devote Strategien
Vorauseilendes Liebedienern gegenüber mächtigen Institutionen und Übernehmen von deren Wertmaßstäben. Konkret etwa Vorgaben aus der EU, ein Übermaß an Anglizismen in der Alltagssprache oder die kritiklose Übernahme von Zeitgeisterscheinungen aus dem Deutschland, über das man gerade eben noch geschimpft hat. Um sich so psychologisch von der subjektiv empfundenen Kleinheit zu befreien und quasi in etwas Größerem "aufzugehen".

Soweit meine soziologischen Deutungsversuche.

Gruß, Kurti

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