Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Da spricht der Christ wider Willen! / (1) Nein (2) Stimmst Du mir zu?

Polarisator, Monday, 31.01.2011, 11:48 (vor 5464 Tagen) @ Ekki

Um die von mir im Bezugsposting geäußerte Haltung zu vertreten, muß man
m.E. weder Christ noch überhaupt religiös sein.

Versehentlich hatte ich "[kT]" im Titel vermerkt, obwohl ich noch eine Begründung gegeben hatte. Lies ggf. einmal nach.

Es ist schon richtig, in diesem Leben muß man kein Christ oder überhaupt religiös eingestellt sein, um die von dir geäußerte Auffassung zu vertreten.

Ich unterstelle aber, daß du es in einem früheren Leben gewesen bist. Beweisen kann ich das allerdings nicht, und es ist auch für mich selbst eher eine Vermutung.

Wie dem nun sei, deine Auffassung ist christlichen Ursprungs. Sie kann auch z.B. aus deiner Kinderstube kommen, oder sonstwie vermittelt. Wir leben alle noch von dem Erbe abendländischer Kultur, sofern wir einigermaßen gebildet sind. Unsere germanischen und keltischen Wurzeln allein geben eine Ethik im o.g. Sinne jedenfalls nicht her.

Dagegen hätte Plato genauso gesprochen, aber der gehört bereits zur geistigen Vorbereitung des Christentums. Er war in Mysterien eingeweiht, in denen man die Zukunft geistiger Ereignisse immer schon vorweggenommen hat. Unter diesem Aspekt sprach Nietzsche inbezug auf die Lehren des Sokrates von einem "prä-existentem Christentum". Weswegen Sokrates zurecht der Verführung der Jugend bezichtigt und hingerichtet worden sei. (Nach unserem Gesetz wäre Sokrates ebenfalls der Verführung der Jugend bezichtigt und verurteilt worden, aber das ist ein anderes Thema.)

Gruß
trel


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