"hon" "han" und "hen" - Die spinnen, die Schweden
Manchmal habe ich das Gefühl, die letzte kulturelle Großtat, die Schweden hervorgebracht hat, ist ABBA. Wobei auch die zu Anfang in Schweden verhasst waren, was eigentlich sehr für das Pop-Quartett spricht.
Gerade eben habe ich nämlich die schwedische Variante der geschlechtergerechten Sprachregelungen entdeckt, die von der Sorte "Elter 1" und "Elter 2", welche wir bisher hier im Forum in Bezug auf die USA und auf die Schweiz diskutiert hatten.
Sorry für die "böse" PI-Quelle, ich weiß, das macht man hier nicht, aber alle anderen Quellen waren bloß schwedischsprachig.
Anschließend nun ein auszugsweises Zitat:
"Ganz im Geiste des Multikulturalismus und kulturellen Relativismus können Kinder nun in Schweden die Vorschule besuchen, ohne dabei auf ihr biologisches Geschlecht festgelegt zu werden. In den Tageszeitungen hoch gepriesen und von der Bevölkerung scheinbar positiv aufgefasst, findet die neue Methode nun in einer Kindertagesstätte in Stockholm ihre Anwendung: Die Worte „sie“ und „er“, im schwedischen „hon“ und „han“, werden hier durch das geschlechtsneutrale „hen“ ersetzt.
(Von thewhiter0ses)
Kinder werden nicht mehr als „Junge“ oder „Mädchen“ angesprochen, sondern neutral als „Kind“, „Mensch“ oder „Person“. Gabriella Martinson von der Kinderstätte „Egalia“ äußert sich: „Wir sagen auch nicht: Ihr Schweden, lasst uns spielen! – Warum sollten wir die Kinder dann nach Geschlecht trennen? Sicher, Kinder haben Vorlieben – diese hängen jedoch nicht vom biologischen Geschlecht ab.“ Auch wenn man die wissenschaftlichen Fakten mal beiseite lässt, bleibt Martinsons Aussage höchst fragwürdig. Warum sie einen Vergleich zur Nationalität herstellt, wird nicht klar. Man unterscheidet auch aus gutem Grund zwischen “Kindern” und “Betreuern” und das nicht, weil eine der Gruppen mehr Rechte hat oder der anderen überlegen ist, sondern ganz einfach um ein gesundes, funktionierendes Umfeld zu schaffen."
http://www.pi-news.net/2011/01/geschlechtsneutrale-vorschule-in-schweden/
Gruß, Kurti
Die schwedische Sprache ...
... kennt nur zwei "Geschlechter":
-en-Wörter
und
-ett-Wörter,
wobei diese beiden Kategorien nichts und wieder nichts mit biologischem Geschlecht zu tun haben.
Da war die im Ausgangsposting beschriebene Entwicklung geradezu vorgezeichnet.
Gruß
Ekki
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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Wer "Vielfalt" sagt, will betrügen !
Eindeutig kulturelle „Vielfalt“ wird auch bei Spielzeugen großgeschrieben, so sehen alle Puppen, die selbstverständlich dunkelhäutig sind, identisch aus.
[...]
Schon Altkommunist George Lukacs, ungarischer Vertreter des kulturellen Marxismus und Mitbegründer der Frankfurter Schule, konzentrierte sich auf die Erziehung von Kindern bezogen auf Geschlecht und Sexualität. Er glaubte hierbei, dass die kommunistische Sozialisation der Kinder erfolgreicher als eine Revolution sein würde. Der Gedanke der Vielfalt, des Multikulturalismus und der Zerstörung der Familie standen für ihn im Vordergrund.
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Nach dem Wort "Gleichberechtigung" wird mir jetzt das Wort "Vielfalt" zum Problem.
Es gibt eine Vielfalt an individuellen Meinungen, an menschlichen Individualitäten überhaupt. - Und es gibt, gleichsam am unteren Ende, eine Vielfalt an sexuellen Abweichungen oder "Spielarten".
Was meinen die Vielfältler - eigentlich die Kollektivierer -, wenn sie von Vielfalt sprechen? Und von Multikulturalität? Worauf wollen sie damit hinaus?
Ganz falsch ist der Ausdruck ja nicht. Auch der Einheitsbrei hat, wenn man genauer hinschaut, eine sehr große Vielfalt an Schattierungen, Blasen und Falten. Ebenso bringt die entfesselte Triebschicht eine unendliche Vielfalt an Perversiönchen hervor, die man breit klassifizieren kann, ähnlich wie die zahlreichen Zwänge und Ängste (Angoraphobie, Klaustrophobie, usw. usf.).
Etwas ganz Anderes jedoch, wenn auch ähnlich klingend, ist die Individuation, die durch Vergeistigung und gesunder Trieb-Unterdrückung (Selbstbeherrschung) zustandekommt. Alle großen Männer der Kulurgeschichte waren hochgradig individualisiert, einmalig, unverwechselbar. Dies allerdings auf geistiger, kulturschaffender Ebene. Auf Triebebene waren sie vielleicht langweilig.
Dagegen hat der Massenmensch ohne geistige Ambitionen nichts zu bieten als diese mehr zufällige Differenzierung in der Unfruchtbarkeit. Und es ist bezeichnet, daß die Geschichtsschreibung sich zunehmend für die Geschichte der Frauen, der Bauern, der "vergessenen" Leute interessiert, und z.B. auch fragt, wie und wie die auf Klo gegangen sind. Mit sichtlicher Empörung wird sogar behauptet, daß bisherige Geschichtsschreibung diese Banalitäten "vergessen", wenn nicht "bewußt ausgespart" habe.
Die Geschlechtsunterschiede sind nicht allein biologisch fundiert. Sie sind aber auch nicht soziologistisch konstruiert. Nein, sie sind geistigen Ursprungs, und daher sinn- und kulturstiftend. Auch Menschen, die sich nicht fortpflanzen wollen oder können, haben geschlechtsbestimmte Charaktere. Und nicht nur Menschen. So gibt es die männliche Dur- und die weibliche Moll-Tonart. Das ist nicht zufällig. (Aber gut, die Begründung kann ich hier nicht geben, das wäre ein Extrathema.)
Halten wir fest:
"Vielfalt", wie sie die Kollektivisten im Sinn haben, ist keine Vielfalt derjenigen Art, die ein Mensch anstreben wird, der auf freie geistige Entfaltung und schöpferische Gestaltung aus ist.
trel
Wer "Vielfalt" sagt, will betrügen !
Wenn man jedes Wort,dass irgend ein mal mißbräuchlich benützt wurde wegen des Missbrauches brandmarkt und der Benutzung entzieht, bleibt bald keines mehr übrig.
Beantrage zur Streichung: Demokratie. Da sich die SSR Deutsche Demokratische Republik nannte, ist Demokratie ein Wort für die Unterdrückung, für Mauer, Stacheldraht und Bautzen
Wer Demokratie sagt will betrügen
Ich beantrage zur Streichung Republik
Ich beantrage zur Streichung Sicherheit
Ich beantrage zur Streichung Arbeit
....
Wer "Vielfalt" sagt, will betrügen !
Wenn man jedes Wort,dass irgend ein mal mißbräuchlich benützt wurde
wegen des Missbrauches brandmarkt und der Benutzung entzieht,
Hab ich gesagt, daß man das Wort "Vielfalt" der Benutzung entziehen soll?
Außerdem geht es in dem Thread doch gar nicht um Demokratie, Arbeit, und was du sonst noch aufzählst!
Weißt du, worum es dort geht?
trel
Egalia?! Wem kommt das bekannt vor?
Martinson von der Kinderstätte „Egalia“ äußert sich: „Wir sagen
auch nicht: Ihr Schweden, lasst uns spielen! – Warum sollten wir die
Kinder dann nach Geschlecht trennen? Sicher, Kinder haben Vorlieben –
diese hängen jedoch nicht vom biologischen Geschlecht ab.
Richtig! Egalias Töchter, ein schwedischer Roman. Hier die Rezension einer Kundin, für alle, die nicht wissen um was es in diesem Buch geht.
Wenn jemand behauptet, feministische Literatur sei humorlos, dann reiche frau ihr/ihm dieses reichlich geschmacksfrei aufgemachte Paperback.
In diesem Roman ist alles anders: Hier sind die Frauen die "Männer" und die Jungen die "Mädchen", und sehr schnell wird offenbar, daß soziale Geschlechterdifferenz ("gender") keine Frage der Körperkraft ist, sondern eine mentale, die sich in der Sprache ausdrückt. Kreativ und clever formt Gerd Brantenberg (und mit ihr die Übersetzer Elke Radicke und Wilfried Sczepan) die real existierende Sprache und ihre gendertypischen Ausprägungen um -- und den LeserInneN bleibt das Lachen im Halse stecken! Auf der einen Seite die offensive Ausdrucksweise derer, die ihre "biologische" Höherrangigkeit zu rechtfertigen wissen, auf der anderen die zwischen Beschwichtigung und hinterlistigen Umtrieben changierenden Dialekte des minderen Geschlechtes. Es gibt weder "gut" noch "böse", denn alle Beteiligten sind mehr oder weniger krampfhaft damit beschäftigt, die bestehende Ordnung aufrechtzuerhalten, denn es kann ja eigentlich nur schlimmer werden.
Und der arme Petronius (dem Altphilologen fällt bei diesem Namen sofort das Satyricon ein!) stellt diese Ordnung nachdrücklich in Frage ...
Die Geschichte ist zwar inzwischen etwas hausbacken, dennoch stellt sie auf witzige und scharfzüngige Weise aktuell gebliebene Fragen. Und man versteht plötzlich sehr gut, was die Frauenbewegung der 1960er und 1970er Jahre antrieb, was immer noch akut ist, und wo es sich lohnt weiterzustreiten.
Ist das ein Zufall? Die Paralellen zwischen dem Namen des Buches, der Kindertagestätte, dem Thema des Buches und dem, was diese Pädagogin von sich gibt? Das ist doch irgendwie gruselig
Willst Du noch mehr Grusliges um diese Uhrzeit?
Ist das ein Zufall? Die Paralellen zwischen dem Namen des Buches, der
Kindertagestätte, dem Thema des Buches und dem, was diese Pädagogin von
sich gibt? Das ist doch irgendwie gruselig.
In "SCUM. Manifest zur Vernichtung der Männer" schreibt Valerie Solanas unter anderem:
"Die wenigen überlebenden Männer mögen ihre kümmerlichen Tage mit Drogen weiterfristen, als Transvestiten in Frauenkleidern herumstolzieren (…)"
(Quelle: Valerie Solanas: "SCUM. Manifest zur Vernichtung der Männer". März Verlag, Darmstadt, 1969.)
30 Jahre später haben wir solche "Scherze" wie den metrosexuellen Mann, Herrenröcke auf Pariser Modenschauen und Ähnliches.
Gruß, Kurti
Die spinnen, die Schweden
Ja Kurti,
Die spinnen, die Schweden
Wer Männer wegen einvernehmlichem Sex per internationalem Interpol-Steckbrief sicht hat als Staat keine Existenzberechtigung mehr.
Wer allen Kindern ein Geschlecht verbieten will?
Wer den Feminismus als Staats-Religion durchsetzt?
Der hat als Staat keine Existenzberechtigung mehr.
Schweden Auflösen!
Abschaffen!