Frauen beschimpfen Frauen
Die Sonntags-FAZ räumt 3 Seiten ihres Wirtschaftsteils den Frauen ein.
Ein Teil ist frei online.
Der Artikel ist eine seltsame Mischung aus Lügen (23% Lohnlücke) und schwammigen Eingeständnissen:
„Deutsche Frauen sind noch weiter. Sie wählen zwischen Teilzeit und Vollzeit, einem Jahr Elternzeit oder acht Wochen Mutterschutz. Eine ganze Industrie steht zu ihrem Schutz und ihrer Förderung parat (siehe Seiten 32/33): Frauen werden von Gleichstellungsbeauftragten behütet, in Power-Seminaren gecoacht, von Arbeitgebern „bei gleicher Eignung bevorzugt“ und in manchen Konzernen schon per Quote an die Spitze geschleift. Kommt es ganz dicke, dürfen Frauen klagen: gegen ungleiche Gehälter, diskriminierende Absagen auf Bewerbungen und sexistische Witze in der Teeküche.“
In der Hauptsache wird ein Streit zwischen den Frauen über Emanzipation, Frauenförderung und Unterordnung aus Feigheit bejammert.
In der Druckausgabe wird das mit mit einem Artikel unter der bemerkenswerten Überschrift „Die Frauenförderung ist ein gutes Geschäft“ fortgesetzt. Dazu darf dann noch eine Trainerin Tricks für Frau_innen in „Die Spiele der Männer lernen“ verraten. Endlich abgerundet wird das durch eine Runde „Frauenförderer“ (ohne Binnen-I; soll wohl Seriosität suggerieren): Eine Beraterin (Frauen steigern die Leistung), eine Professorin (Frauen wollen aufsteigen), eine Journalistin (okay, es ist Bascha Mika – Frauen sind zu Feige), gekrönt von einem Pudel (Frauen sind bald CEO)
