Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Im Körper des Feindes

Jaeger, Tuesday, 25.01.2011, 01:00 (vor 5470 Tagen)

Ein Experiment

Es soll ja Leute geben, die noch immer nicht ganz glauben können, dass das Geschlecht frei wählbar ist. Ein Experiment aus Berlin zeigt, dass es doch möglich ist. Junge Frauen werden zu Männern und wollen "er"leben, wie es ist ein Mann zu sein.

Zum Artikel:Im Körper des Feindes

Schon in der Überschrift wird klar, dass es sich um Misandrie handelt, betitelt er Männer doch kollektiv als Feinde. Vom Unsinn dieses "Experimentes" mal abgesehen. Auf der Webseite Manderl und weiberl, gibt es jedoch ein sehr interessanten Kommentar und eine fast hilflose Antwort des Betreibers, welche ich euch nicht vorenthalten möchte.

Hier der Kommentar:

"FEIND" (Gast) - 28. Feb, 20:41
Misandrie ganz offen!!
Mal davon abgesehen, dass eine Frau in Männerklamotten, die zu-
dem auch noch von einer anderen Frau gezeigt bekommen soll, wie Frau zu einem Mann wird, noch lange keinen Mann aus ihr macht, ist, -mit verlaub-, der Artikel an "Dämlichkeit" und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, kaum zu überbieten.

Und hier liegt der Knackpunkt.

Dieser Artikel, besitz im Grunde nicht eine ernstzunehmende Eigenschaft, geschweige denn, dass man darüber schreiben müsste, oder wie ich, ihn zu kritisieren.

Ich tu es trotzdem, denn ausser dem infantilen inhaltlichen Flachgeistertum, springt einem etwas anderes förmlich in das Bewusstsein. Es ist eine volle Ladung Zeitgeist, der schon so selbstverständlich geworden ist, dass man ihn ungeniert in aller Welt vertreten kann. Meine Kritik gilt also nicht dem Inhalt des Artikels, sondern einer Geisteshaltung, die im Manne einen Feind und Täter sieht.

Mit Feinden aber, das haben sie so an sich, umgibt man -oder sollte ich besser Frau sagen?- , sich nicht gern. Schlimmer noch, für gewöhnlich werden sie strikt abgelehnt, man könnte auch von hassen sprechen. Es kann mit Fug und Recht von Misandrie gesprochen werden.

Jedoch gepaart, mit einer guten Portion Angst.

Männer nämlich, werden aufgrund ihrer Kraft, ihrer Dominanz und der daraus folgenden exekutiv-Gewalt, die ihnen in gesellschaftlich orientierten Sytemen automatisch zufällt,(Militär,Polizei und früher die Heere u.s.w) als Bedrohung empfunden.

Der Feminismus, der es tatsächlich geschafft hat, alles männliche zu dämonisieren, trägt die Hauptschuld daran, dass die Angst vor dem bösen Mann, zu einer kollektiven Wahnvorstellung herangereift ist. For allem, in radikal-feministischen Kreisen. Und genau aus diesem Personenkreis, wer hätte es gedacht, stammen unsere "Wissenschaftlerinnen".

Die Unschuldsvermutung, gilt nach 30Jähriger Dämonisierung nicht mehr, Männer sind schlecht, per se Täter, zudem tragen sie eine Erbschuld wegen der letzten 10.000 Jahre Gewalt, Krieg, Verbrechen, Raub, Mord, Tot und last but not least, die Unterdrückung der Frau. Das ist es, was der Feminismus unter Männlichkeit versteht. Welch düsterer Steckbrief!!!. Kein Wunder, dass man(Frau) Angst hat.

Aber das allein reicht noch nicht aus, Männer als Kollektiv zu Feinden zu machen, denn zur Angst, muss sich erst noch Hass gesellen. Und dieser entsteht, aus Machtlosigkeit!!

Denn, hat man ersteinmal den feministischen (Ir)Lehren Glauben geschenkt, kommt zur empfundenen Furcht auch der Wunsch hinzu, sich des männlichen zu entledigen. Jetzt, nachdem das Männliche als die Wurzel allen Übels erkannt wurde, ja, man könnte sagen kriminalisiert worden ist, stellt sich die Frage, wie das erreicht werden soll, den fürchten will Frau sich nicht mehr.

Für gewöhnlich, werden gefährliche/kriminelle Menschen durch die Staatsgewalten, jedoch aber primär durch die Exekutive unschädlich gemacht.
Wie ich Anfangs schon anführte, gibt es durch den Unterschied zwischen den Geschlechtern, in diesem Fall aber vor allem in der Physis, ein Merkmal, welches ALLE komplexeren Gesellschaften teilen. Die Exekutivkraft, ist Männersache.

Der vorhin schon düstere, angsteinflößende Steckbrief des Mannes, könnte sich für die feministische Gläubige, gepaart mit dem Wissen, dass Männer nicht nur böse sind, sondern ohne das Einsehen der selbigen gar nichts gegen sie auszurichten ist, in gefühlte Machtlosigkeit verwandeln. Es gibt keine Exekutive, die Männer zu etwas zwingen könnten, dass sie selber ablehnen würden.

Wie frustrierend, ausgerechnet das Geschlecht, dem eine allgemeine Veranlagung zum bösen angedichtet wird, kann nur durch sich selbst aufgehalten werden. Denn wie sollen Männer aufgehalten werden, wenn nicht wiederum durch Männer?

Die Dominanz des Mannen, muss folglich als latente Gewalt empfunden werden. Er muss dafür gar nichts "böses" machen, die reine Möglichkeit, dass er könnte wenn er wollte, reicht da völlig aus. Und hier, kommt der Hass ins Spiel. Denn dem Feind auf gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, ihn zu nichts zwingen zu können, er sie aber sehr wohl, wenn er nur wollte, lässt den Hass entstehen. Erst jetzt, in diesem kranken geistigen Milieu, erscheint der Mann als Feind.

Welch psycho-Programm!!

In ihren extremsten Formen, manifestiert sich die erlebte latente
Gewalt, zusammen mit der Machtlosigkeit und einem unerschütterlichen Glauben an böse Männer, in den Geistern einer Valerie Solanas, Anrea Dworkin, Mary Daly, Sally Miller Gearhart und vielen mehr, darunter auch hochrangige Personen.

So wenig der Artikel im Spiegel auch taugt, zu einem ist er doch zu gebrauche, nämlich für die Analyse der Feministenpsyche.

Sehr geehrter Sprücheklopfer, vielleicht erklären sie mir einmal, warum sie den(belanglosen) Inhalt, der keinerlei qualitativen Aussagen beinhaltet thematisieren, nicht jedoch den besorgnis eregenden Männerhass der diesen Artikel "schmückt"?

mfg

Hier die etwas hilflose Antwort:

spruecheklopfer - 3. Mrz, 15:15
Habe die Ehre

Ich bin ein höflicher Mensch und freue mich über Feedback. Wenn es dann noch so ausführlich ist, wie das Ihre, freut es mich doppelt. Nun da Sie mich fragen, wieso ich den Artikel thematisierte: Ganz einfach, weil ich Ihn sehr interessant fand und ein konkretes Beispiel, wie man_frau mit Geschlechteridentitäten spielen kann. Ist es nicht sinnvoll auch einmal zu überprüfen, ob die Klischees, mit denen das Geschlecht bedacht wird, auch wirklich stimmen. Ich bin auch der Meinung, dass die Wahrnehmung meines Geschlechts - als Mann und ich werde als Mann wahrgenommen - sehr großen Einfluss auf meinen Umgang und die Kommunikation mit meinen Mitmenschen hat.

Das ist keine Antwort, auf die vom Kommentator gestellte Frage!

Weiter im text:

Ohne zur Gänze auf ihren Beitrag eingehen zu wollen.

Schon klar!

Ich habe in diesem Artikel nicht wirklich etwas von Frauenhass auf die Männer vernommen.

Im Körper des FEINDES, heisst es doch.

Ich denke, dass Sie hier Ihre eigene Interpretation hinein geben. Ich denke auch nicht, dass "der Mann per se" - was auch immer das im Detail sein soll schlicht und weg "das Böse" darstellt.

Jetzt wird es schon fast komisch. Dieser Artikel spricht doch von Männern oder irre ich mich? Was denn nun? Er stimmt dem Kommentator zwar irgendie zu, aber auch wieder nicht. So wird seine Antwort zum Eiertanz.

Diese Schwarz-Weiß-Malerei liegt mir fern und lehne ich genau so ab

Jaja, schon klar.

Grüsse, Jaeger

Ein Satz daraus:

Kurti, Wien, Tuesday, 25.01.2011, 01:30 (vor 5470 Tagen) @ Jaeger

Ein Satz aus dem Artikel:

"Das Wichtigste", sagt Danny, während er steif umherschreitet, "ist, dass ihr Raum einnehmt. Der Boden, auf den ihr euren Fuß setzt, gehört euch."

Was für eine idiotische Scheiße ist das denn???????? Bestehen Frauen aus Antimaterie??? Was kiffen die dort denn???

Gruß, Kurti

Im Körper des Feindes

Timothy, Tuesday, 25.01.2011, 01:42 (vor 5470 Tagen) @ Jaeger

Ein toller Kommentar, danke für die Verlinkung

--
"In dubio pro femina - Im Zweifel für die Frau"

Grunsatz westlicher Gesetzgebung und Rechtsauslegung

Im Körper des Feindes

Gismatis, Basel, Tuesday, 25.01.2011, 02:41 (vor 5470 Tagen) @ Jaeger

Bei diesem Artikel finde ich nur den Titel problematisch. Der Rest sind halt Klischees, aber wenn es denen Spaß macht… Leute, die sich im Experiment kurzzeitig als das andere Geschlecht ausgeben, spielen eine Rolle, mehr nicht. Aber Männer und Frauen spielen keine Rolle, sondern sie haben eine männliche bzw. weibliche Identität. Das darf man nicht miteinander verwechseln.

--
www.subitas.ch

Im Körper der FeindIn....

Zauberküchenmeister, Abort(nung), Tuesday, 25.01.2011, 16:34 (vor 5469 Tagen) @ Jaeger

...bin ich immer, wenn ich mein Thermometer in so ein Spritzbecken zum Temperaturmessen reinstecke. :)

Bei deren Artikulation muss Mann stest davon ausgehen, dass die hohes Fieber haben und sich somit stets im Delirium befinden.

Der Doktor empfiehlt daher Totalentsorgung dieser weiblichen Kadaver durch
Sonderbehandlung

Im Körper des Feindes

Armin A, Wednesday, 26.01.2011, 00:18 (vor 5469 Tagen) @ Jaeger

Gääähn, warum probieren die Hühner nicht mal was neues aus. Das gabs doch vor 5 Jahren schon http://genderama.blogspot.com/2006/01/experiment-frau-verkleidet-sich-als.html
Btw: ich bin immer wieder begeistert wie gut mein Gedächtniss in meinem Alter noch ist, daß ich mich an sowas noch erinnere ;-)
Der Satz über das Raum einnehmen fand ich besonders gut. Mir fiel dazu eine Bekannte ein, die bei einem Besuch anfing meinen Kühlschrank nach ihren Vorstellungen umzuräumen. Da sie als Begleiterin eines guten Freundes Gast in meinem Haus war habe ich davon abgesehen sie rauszuschmeißen, und Ihr nur unmissverständlich klar gemacht, daß sie hier nichts zu verändern hat. Soviel zum Raum einnehmen.

dreist!

Sam, Wednesday, 26.01.2011, 01:03 (vor 5469 Tagen) @ Armin A

[...] eine Bekannte ein, die bei einem Besuch anfing meinen Kühlschrank nach
ihren Vorstellungen umzuräumen.

Also, das ist jetzt natürlich keine Katastrophe, oder hinterlässt irgendwelche Schäden, aber es gehört doch tatsächlich eine ordentliche Portion Dreistigkeit oder zumindest Anmaßung zu sowas. Wie kommt man überhaupt darauf? Was geht da im Kopf so einer Person vor? Sie hat ja vollkommen den "Gast-Modus" verlassen. Wie gut kanntest du sie denn da schon? Wie eng und freundschaftlich war das Verhältnis? Du schreibst "Bekannte". Also war sie wirklich nur die Begleitung deines Freundes, und praktisch das erste Mal bei dir? Und ihr seid euch davor auch nicht schon abends in der Kneipe etc. begegnet?

Im Körper des Feindes

DvB, Wednesday, 26.01.2011, 15:06 (vor 5469 Tagen) @ Gismatis

Leute, die sich im Experiment kurzzeitig als das andere Geschlecht
ausgeben, spielen eine Rolle, mehr nicht. Aber Männer und Frauen spielen
keine Rolle, sondern sie haben eine männliche bzw. weibliche Identität.
Das darf man nicht miteinander verwechseln.

Wer macht denn solche "Eperimente", eine "Rolle" zu spielen? Der, der keine eigene Identität mehr hat. Genau das ist das Problem, das Emanzen haben. Sie haben ja ihre weibliche Identität dahingegeben. Da wird garnix verwechselt

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Raum einnehmen

Bero, Wednesday, 26.01.2011, 15:58 (vor 5469 Tagen) @ Sam

Also, das ist jetzt natürlich keine Katastrophe, oder hinterlässt
irgendwelche Schäden, aber es gehört doch tatsächlich eine ordentliche
Portion Dreistigkeit oder zumindest Anmaßung zu sowas.

Davon haben Frauen heutzutage ja reichlich. Ich nehme an, die Dame in diesem Beispiel wird sogar überrascht gewesen sein, weil sie Einsprüche von Männern so überhaupt nicht kannte?
Raum einnehmen kann man auch beobachten auf einem Board in einem Badezimmer, auf dem die diversen Kosmetikutensilien von Mann und Frau stehen. Oder an einem Zeitschriftenständer im Supermarkt. Ich habe schon welche gesehen, bei denen drei Viertel mit Frauenzeitschriften, davon natürlich jede einzelne mit Photoshop-Frauengesicht, bedeckt waren. In dem verbleibenden Eckchen findet man dann SPIEGEL, FOCUS und co. Oder die rosa Plüschwohnung, von der Astrid von Friesen schrieb.
Männer sind für die meisten Frauen nur Randexistenzen

dreist!

DvB, Wednesday, 26.01.2011, 16:30 (vor 5469 Tagen) @ Sam

Also, das ist jetzt natürlich keine Katastrophe, oder hinterlässt
irgendwelche Schäden, aber es gehört doch tatsächlich eine ordentliche
Portion Dreistigkeit oder zumindest Anmaßung zu sowas.

Ja, woher willst Du das wissen oder die? Vllt. war die angebrochene Milch nach Mekka ausgerichtet, damit die nicht sauer wird oder eben gerade nicht, damit sie sauer wird. Befindlichkeiten anderer existieren für Weiber nicht, sondern ausschließlich ihre eigenen. Am besten hast Du dann noch zu begründen, nach welchen religiösen Gesichtspunkten Du Deinen Kühlschrank eingeräumt hast, und zwar so, daß das Huhn das auch versteht

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