Nichts begriffen und keine Ahnung
Ich sag's nur selten, aber hier trifft es zu: Nichts begriffen und keine Ahnung. Fangen wir an.
"Eine Liste mit Adressen von Frauenhäusern wollten sie publik machen, damit mit diesen angeblichen Ausbildungscamps zur Männerfeindlichkeit endlich aufgeräumt werden könne."
Angeblich ist gut. Es gibt zahllose Berichte über die feministische Grundhaltung und die geschürte Männerfeindlichkeit in Frauenhäusern.
"Wohl viel Lärm um nichts, aber dennoch: Ich kenne jemanden, der so ein Frauenhaus aufsuchen musste – fünfzehn Jahre lang hatte sie still die Schläge ihres Mannes ertragen, in der Hoffnung, dass es besser werde."
Dann ist diese Frau - sofern sie existiert - eine grosse Ausnahme. Denn die grosse Mehrheit der Frauen in Frauenhäusern initiiert häusliche Gewalt oder schlägt zumindest zurück. Das haben wissenschaftliche Studien belegt.
"Bisher hatte ich den Verein der Antifeministen eher belächelt. So sehr getrieben von persönlichem, tief verwurzelten Frust und blankem Hass auf die Frauen, die Linken, die Gleichstellungsbüros, schienen sie mir nicht wirklich fähig zur fruchtbaren Diskussion."
Natürlich. Frust, Frauenhass, etc. - fehlt nur noch der zu kurze Penis. Komisch, dass sie den weggelassen hat. Warum sollte man sich auch mit den gravierenden Missständen des Feminismus beschäftigen? Es ist doch viel einfacher dem Kritiker einfach Frust und Frauenhass vorzuwerfen!
"Doch jetzt schüttelte es nicht nur mich bei dieser Aussage, sondern laut Leserbriefen auch manch eher feminismuskritischen Mann."
Ich will nichts unterstellen, aber ich vermute, dass dort auch eine gewisse Uninformiertheit über herrschende Zustände in und um Frauenhäusern mitspielt.
"Man kann durchaus gewisse Situationen kritisieren, ohne zu Gewalt aufzurufen."
Wo rufen wir zur Gewalt auf?
"Man darf und soll – vor allem als Mann – auch das Männerbild der heutigen Zeit analysieren. Man kann das Scheidungsrecht schlecht finden und das Prinzip der “Besuchspapis”, die ihre Kinder bloss alle paar Wochen zu Gesicht kriegen."
Aber nur so, wie es die Feministinnen wünschen! Und das jetztige Scheidungsricht IST schlecht, es ist somit nicht eine Option, es schlecht zu finden. Ausser wenn man eine elende Systemprofiteuse ist.
"Es braucht auch Schutzhäuser, wo von Gewalt bedrohte Männer Zuflucht finden können. Sowas wird es aber nicht geben, wenn die Rollen zementiert werden, indem man «weiblichere Frauen> und «richtige Männer> fordert."
Von denen gibt es verschwindend wenige und diese werden im Gegensatz zu den Frauenhäusern nicht fürstlich vom Staat finanziert. Und der letzte Satz ist wieder Schwachsinn - im Gegensatz zu den Feministinnen schreiben wir nicht irgendwelche Rollenkorsette vor.
"Und es werden so lange die Papis nach der Scheidung zahlen müssen, bis bezahlte Arbeit und Familienarbeit zwischen Männern und Frauen gleich verteilt sind."
Soll' das eine Drohung sein? Oder eine herbeigewünschte Kausalität? Frauenalimente gehört ohne wenn und aber abgeschafft - Frauen sind modern und emanzipiert genug, um selber ihr Geld zu verdienen - sie müssen ihre Faulheit somit nicht hinter dem überholten Klischee des männlichen Versorgers verstecken.
"Denn während sich die Frauen teilweise neu erfunden und ihre Möglichkeiten erweitert haben, sind Männer zum Teil noch gefangen in den alten gesellschaftlichen Vorstellungen davon, wie ein Mann sein soll, damit er ein Mann ist."
Dies wird vor allem von Frauen aufrechterhalten - denn sie profitieren am meisten davon. Aber dafür müsste man über den eigenen feministischen Tellerrand schauen können.
"Aber wo sind die Männer, die sich damit normal auseinandersetzen? Braucht es wirklich frustrierte, laut bellende Vertreter? Oder ist das einfach das männliche Pendant zum damaligen weiblichen BH-Verbrennen und «Schwanz-ab>-Fordern? Braucht es sowas, um überhaupt gehört zu werden?"
Unzählige Männerorganisationen haben seit Jahrzehnten versucht, sich Gehör zu verschaffen - wurden jedoch allesamt von den Feministen, von der Justiz und von den Medien ignoriert und überhört. Und jetzt kommen halt die Antifeministen - selber schuld.
"Ich wünsche mir, dass sich endlich eine vernünftige Männer- und Väterbewegung in die Diskussion mischt. Eine, die sich nicht zu schade ist, auch heikle, unliebsame Themen anzusprechen – aber auf einem gewissen Niveau. Eine, der man auf Augenhöhe begegnen kann – und muss. Eine, die nicht per se schon ein “Anti” im Namen trägt."
Als hätte sich die feministische Bewegung jemals für ihr Niveau und ihre Intelligenz interessiert. Es liegt somit nicht an Anhängerinnen eines obsoleten Feminismus, über das Niveau anderer zu urteilen.
"Und die man nicht einfach abtun kann als patriarchale Extremspinner, die nicht ernstzunehmend sind."
Aber offensichtlich sind diese "patriarchalen Extremspinner" ernst genug um sich vor ihnen ins Höschen zu machen und ihnen einen ganzen Artikel zu widmen, was?
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"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis
gesamter Thread:
- "Eva Löwenherz" wünscht sich eine intelligente Männerbewegung -
Romeo,
23.01.2011, 14:13
- Nun, dann sollte sie mal "auf Augenhöhe" antworten - Leser, 23.01.2011, 14:26
- "Eva Löwenherz" wünscht sich eine intelligente Männerbewegung - Benni, 23.01.2011, 14:53
- Nichts begriffen und keine Ahnung -
Manifold,
23.01.2011, 15:53
- Nichts begriffen und keine Ahnung - Puffbesucher, 23.01.2011, 16:02
- Nichts begriffen und keine Ahnung - H.-Norbert, 23.01.2011, 17:34
- Nichts begriffen und keine Ahnung - Borat Sagdijev, 23.01.2011, 18:20
- Nichts begriffen und keine Ahnung - Kurti, 23.01.2011, 19:59
- Eijo -
Kurti,
23.01.2011, 16:11
- Eijo - Manifold, 23.01.2011, 16:24