Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Briefgeheimnis verletzt. Mutmassliche alleinige Opfer = Männer

der_quixote, Absurdistan, Wednesday, 19.01.2011, 21:52 (vor 5475 Tagen)

Geöffnete Feldpost aus Afghanistan
Guttenberg verspricht rückhaltlose Aufklärung

Feldpost bei der Bundeswehr: Wer öffnete die Soldaten-Briefe aus dem Kampfgebiet?

Leere Umschläge, geöffnete Briefe - Feldpost aus Afghanistan wurde seit drei Monaten offenbar systematisch durchsucht. Wehrminister zu Guttenberg sagte zügige Aufklärung zu, intern wird bereits hektisch ermittelt. Die Opposition fordert personelle Konsequenzen.

Alle Briefe kamen direkt von der Frontlinie

Die Briefe kamen demnach in den letzten drei Monaten "in der Heimat teilweise mit Inhalt, aber geöffnet, teilweise auch ohne Inhalt an". Die Beschreibungen der Soldaten werfen viele Fragen auf. Auffällig ist, dass alle Klagen von Soldaten stammen, die auf dem Vorposten "OP North" südlich von Kunduz nahe der Stadt Baghlan eingesetzt sind. Dort führte die Bundeswehr mehrere offensive Operationen gegen die Taliban, Gefechte und stundenlange Kämpfe gehörten hier in den vergangenen Monaten zur Tagesordnung.

Bisher ist völlig unklar, wer hinter den Brieföffnungen steckt. Grundsätzlich werden durch die Feldpost versandte Pakete vom Zoll kontrolliert, die Beamten hinterlassen dabei jedoch klar erkennbare Aufkleber. Briefpost ist von diesen Kontrollen nicht betroffen. Königshaus forderte den Minister Guttenberg dringend zur Klärung, da "hinreichende Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen".

Unter den Soldaten gehen bereits Gerüchte um, die Briefe könnten geöffnet worden sein, um zu verhindern, dass per Feldpost sensible Daten über Operationen an die Öffentlichkeit gelangen. Königshaus selber sagte, er habe bisher keine Hinweise auf eine solches Vorgehen, er vertraue auf die Aufklärungsarbeit des Ministers.

Nun, an der Front sind ja wohl ausschliesslich Männer im Einsatz.
Wollte da jemand die wahre Stimmung vor Ort erforschen oder wurde befürchtet, dass sensible Operations Einzelheiten verraten werden könnten.
Wie dem auch sei. Leere und geöffnete Post dann weiterzuleiten zeugt von genug Dummheit um sie div. Politikern oder sonstigen Führer..ähhm Führungspersonen zuzutrauen.

Quelle

--
Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...

Briefgeheimnis verletzt. Mutmassliche alleinige Opfer = Männer

Donna Amaretta, Thursday, 20.01.2011, 01:27 (vor 5475 Tagen) @ der_quixote

Wie dem auch sei. Leere und geöffnete Post dann weiterzuleiten zeugt von
genug Dummheit um sie div. Politikern oder sonstigen Führer..ähhm
Führungspersonen zuzutrauen.

Nihilator hat dazu mal etwas geschrieben,
Beitrag vom 10.01.2009 - 18:58, zweiter Absatz
"(...)...Militärdienst an sich ist eine einzige Grundrechtverletzung,
und darunter ist das Postgeheimnis sicher eines der geringeren Probleme.
Aus meiner Bundeswehrzeit als Funker weiß ich sehr genau, daß auch heute keine anderen
Vorschriften gelten (können), im Kriegsfall natürlich verschärft. Man hat uns seinerzeit ein
Beispiel erläutert, wie aus vermeintlich harmlosen persönlichen Informationen der gegnerische
Geheimdienst entscheidende militärische Informationen ziehen konnte. Das ultimative Argument
damals wie heute, dem man sich wohl kaum verschließen kann: durch das, was du schreibst,
können Kameraden fallen."

http://www.femdisk.com/includef.php?path=forum/showthread.php&threadid=4126

LG Donna A

Briefgeheimnis verletzt. Mutmassliche alleinige Opfer = Männer

Donna Amaretta, Thursday, 20.01.2011, 01:30 (vor 5475 Tagen) @ der_quixote

Wie dem auch sei. Leere und geöffnete Post dann weiterzuleiten zeugt von
genug Dummheit um sie div. Politikern oder sonstigen Führer..ähhm
Führungspersonen zuzutrauen.

Das ist allerdings dämlich.
Oder war es Absicht damit die Kontrollen bemerkt werden?

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