Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neues von der Pfeiffe

2, Sunday, 16.01.2011, 22:43 (vor 5478 Tagen)

Mal wieder ein neues Pfeiffer-Interview, hier:

http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,739509-2,00.html

Thema: Computerspiele und Onlinenutzung von Jugendlichen.

Und natuerlich laesst Pfeiffer keine Gelegenheit aus, um gegen Jungen zu hetzen - der Typ ist echt ein armes Wuerstchen.

MfG

Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

Müller ⌂, Monday, 17.01.2011, 00:08 (vor 5478 Tagen) @ 2

... jedoch kann ich ein "Hetzen" gegen Jungs nicht erkennen. Die einzige Aussage, die mich abgestoßen hat war die positive Berwertung von Püdelchen Aufenanger: "Man kann das ja auch positiv sehen: Die Frauen gewinnen."

Ja, weil das Gesamtniveau sinkt, du Pflaumenkopp. Was sollte daran gut sein?

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Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

Narrowitsch, Berlin, Monday, 17.01.2011, 13:40 (vor 5477 Tagen) @ Müller

Herr Pfeiffer gibt sich lernfähig. Oder bemüht er pragmatisch Opportunismus, äh, Anpassungsfähigkeit?

Warten wir mal die nächst beste Gelegenheit ab, bei der es sich anbieteten könnte, männliche Gamer als tendenziell Asozial zu interpretieren und Mädchen als sozial- medien- und lesekompetenter auf das Podest der Großen Göttin zu heben.

Fakt ist: Das Geblaffe aus Niedersachsen beeindruckte bislang weder Conterstrike - Spieler, noch das Gros der Internetgemeinde - die mahnenden femigerechten Rufe des Kriminalers verhallten. Nicht ganz ungehört. Leute, die ein wenig mehr Sachverstand vom Gegenstand "PC-Spiele" besitzen als unsere Experte Pfeiffer und die sich nach dessen Werken zu Wort meldeten, haben wohl Spuren hinterlassen. Ob sie über die nächste Talkshow mit Pfeffers Teilnahme Bestand haben werden, bleibt abzuwarten.

Ich wette mal auf Opportunismus. Eine Flasche "Blauen Würger" gegen einen Kasten Spreequell-Mineralwasser.

© [image]

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

2, Tuesday, 18.01.2011, 04:28 (vor 5477 Tagen) @ Narrowitsch

Warten wir mal die nächst beste Gelegenheit ab, bei der es sich
anbieteten könnte, männliche Gamer als tendenziell Asozial zu
interpretieren und Mädchen als sozial- medien- und lesekompetenter auf das
Podest der Großen Göttin zu heben.

Das findet sich doch auch in diesem Interview an jeder auch nur halbwegs passenden Stelle:

Nutzung unterscheidet sich zwischen Jungen und Mädchen. Die Jungen steigen pro Tag im Durchschnitt knapp zweieinhalb Stunden in Computerspiele ein, die Internetnutzung kommt noch oben drauf. Mädchen spielen nur 56 Minuten am Tag. Wir hatten vermutet, dass Mädchen auch mehr chatten, aber der Unterschied ist minimal.

Der gefettete Satz zum Beispiel hat natuerlich eine Vorgeschichte: Was ham die sich nicht ueberschlagen mit ihrem "wir brauchen mehr FrauenUndMaedchen im Internet" und mit ihrem "Frauen nutzen das Netzwerk fuer soziale Kommunikation, waehrend Jungen und Maenner sich auf ihren Einsatz als Serienkiller vorbereiten."

Dass das alles Unsinn war (Jungs kommuniniziern mindestens genausoviel) ist jetzt gerade noch einen faktisch hingeknallten Satz wert, ohne jede weitere Wertung, schon gar keine positive (man koennte z.B. mal eruieren, ob Jungs eigentlich nicht vielleicht auch weniger Fernsehen, und dafuer mehr Internetten, aber wenn der neue Trend nun in Richtung "alles internetsuechtige Loser" gehen soll wuerde das ja nur stoeren).

Pfeiffer: Bei den Jungen eindeutig Online-Spiele und gewaltorientierte Spiele, bei den Mädchen eher harmlose Spiele wie "Die Sims".

Was zum Teufel soll die Gruppierung "Online-Spiele und gewaltorientierte Spiele" eigentlich aussagen, Argumentation nach dem Motto "jede dritte Frau wurde schon einmal vergewaltigt oder als dumme Kuh beschimpft" oder was?

Klar wird nur, dass bei Pfeifferchen alles weibliche gut, positiv, lieb nett und "harmlos" ist, alles maennliche muss problematisiert werden - gesellschaftliche Antwort darauf selbstverstaendlich hoechstens mehr Zwang (was anderes sollen Ganztagsschulen mit verpflichtendem Programm bis Abends sonst sein).

Der Typ hat nach wie vor ueberhaupt keine Ahnung was gespielt wird, wie sich das verteilt und worum es in den jeweiligen Spielen geht, und er will es ja auch nicht wissen - was er statt dessen will, ist bei jeder Gelegenheit negative Stereotype ueber Jungen und Maenner in die Landschaft zu kotzen.

An saemtlichen gesellschaftlich unerwuenschten Entwicklungen die komischerweise die Jungen massenhaft und nicht nur vereinzelt betreffen, hat selbstverstaendlich die Gesellschaft Null komma Nix anteil, die sind einfach selbst schuld - komisch wenn man von schulpflichtigen Kindern redet, deren Tagesablauf sowieso schon nicht deren freier Gestaltung unterliegt sondern von Schule, Lehrern, Eltern vorgegeben wird.

"Ein Land mit einem derartigen demografischen Wandel wie Deutschland kann es sich nicht leisten, dass so viele Jungen von der Leistung her einbrechen, weil sie zu viel Computer spielen, fernsehen, im Internet herumhängen, sich abkoppeln von normalen Lebenszusammenhängen."

Genau Pfeiffer, fuer die Vernutzierung der Jungen wirds allmaehlich kritisch, was? Und wer soll dann Deine Pension erwirtschaften, die Powerweiber, deren Leistungsprinzip sich im einfordern von "Positionen" erschoepft, damit sie dann selbst gut alimentiert sind?

Und als Loesung faellt dem Volkspaedagogen was ein?

"Das alles ließe sich nur in den Griff bekommen, wenn wir den Jungen attraktive Alternativen bieten - am besten über Ganztagsschulen für alle, die nachmittags ein Programm umsetzen: Lust auf Leben wecken durch Sport, Musik, Theaterspielen und soziales Lernen."

Das folgt, nachdem man sich auf Seite 2ff ausfuehrlich darueber ausgelassen hat, wie wichtig Medienkompetenz doch ist. "Neue Wege fuer Jungs" nach Pfeiffer's willen demnaechst also als Dauerprogramm. Und natuerlich nicht fuer diejenigen die Wollen, sondern als Pflichtprogramm.

MfG

Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 18.01.2011, 11:38 (vor 5477 Tagen) @ 2

Das findet sich doch auch in diesem Interview an jeder auch nur halbwegs
passenden Stelle:

Freilich lugt um jede Ecke der neuen pfeifferischen "Sachlichkeit" der alte Gesellschaftskonstrukteur Pfeiffer;es ist mir nicht entgangen. Dennoch muss er ordentlich Kreide geschluckt haben oder zu moderateren Ansichten gelangt sein. Vor nicht langer zeit zog er noch ganz anders vom Leder.

Pfeiffer: Bei den Jungen eindeutig Online-Spiele und gewaltorientierte
Spiele, bei den Mädchen eher harmlose Spiele wie "Die Sims".

Exakt dieser Satz ist es, der den wahren Pfeiffer entlarvt. Hier an Gewalt interessierte Jungen, dort ganz harmlos die Mädchen.

... alles maennliche muss problematisiert werden -
gesellschaftliche Antwort darauf selbstverstaendlich hoechstens mehr Zwang
(was anderes sollen Ganztagsschulen mit verpflichtendem Programm bis Abends
sonst sein).

Das genau lässt mich erschaudern, wenn ich die Debatte um Ganztagsschulen verfolge. Mir deucht, das viele Geld, welches in diese Art "Bildung" fließen soll, ist als Investition in dreierlei gedacht: 1. Ausstattung der Jugend mit minimalen Kenntnissen, die die Wirtschaft verlangt, 2. möglichst zeitlich umfänglicher Zugriff auf junge Köpfe, um die staatlich gewünschte Weltanschauung dort zu verankern, also auch das feministische Gedankengut und 3. Begrenzung des elterlichen Einflusses und selbst entstehender peer-groups , also Kontrolle des Denkens und Fühlens der zukünftigen Gesellschaftsgestalter.

Der Typ hat nach wie vor ueberhaupt keine Ahnung was gespielt wird, wie
sich das verteilt und worum es in den jeweiligen Spielen geht, und er will
es ja auch nicht wissen -

Das weiß ich nicht, bezweifle es aber.

was er statt dessen will, ist bei jeder
Gelegenheit negative Stereotype ueber Jungen und Maenner in die Landschaft
zu kotzen.

Auch das bezweifle ich. Er will das vermutlich nicht und tut es dennoch. Ein Teil jener Kraft, die stets das Gute will und stets da Böse schafft.

An saemtlichen gesellschaftlich unerwuenschten Entwicklungen die
komischerweise die Jungen massenhaft und nicht nur vereinzelt betreffen,
hat selbstverstaendlich die Gesellschaft Null komma Nix anteil,

Vielleicht sollten wir das Wort "Gesellschaft" scharf vom Begriff Staat und politischer Klasse trennen, dies trüge womöglich zum Scharfblick auf gesellschaftliche Realität bei.

"Ein Land mit einem derartigen demografischen Wandel wie Deutschland
kann es sich nicht leisten, dass so viele Jungen von der Leistung her
einbrechen, weil sie zu viel Computer spielen, fernsehen, im Internet
herumhängen, sich abkoppeln von normalen Lebenszusammenhängen
."

Was als NORMal zu gelten hat, entwächst nicht der Gesellschaftschaft, sondern den Interpretationen von Leuten, die sich für Experten halten. Jedenfalls wenn es nach Pfeiffer und seinen zahlreichen Geschwistern im ExpertenGlauben geht.

Genau da endet der viel beschworene Pluralismus.

© [image]

PS: Was alles geschehen kann, wenn junge Leute, namentlich junge Männer, zu viel vor dem Rechner herum hängen, dürfen wir derzeit in Tunesien beobachten.Das kommt davon, wenn es an Ganztagsschulen fehlt und an Medienkompetenz und an Stop - Schildern im www

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

roser parks, Tuesday, 18.01.2011, 12:04 (vor 5476 Tagen) @ Narrowitsch

die ein wenig mehr Sachverstand vom Gegenstand "PC-Spiele" besitzen als
unsere Experte Pfeiffer und die sich nach dessen Werken zu Wort meldeten,
haben wohl Spuren hinterlassen. Ob sie über die nächste Talkshow mit
Pfeffers Teilnahme Bestand haben werden, bleibt abzuwarten.

Das Militär sieht das sicher anders.

Tod durch Multitasking

Im Hightech-Krieg sorgt die rapide anwachsende Flut von Information und Kommunikation für Stress. Das ist kein akademisches Problem, wie aktuelle US-Untersuchungen zeigen: In einem konkreten Fall verlor eine Drohnen-Crew den Überblick - und 23 afghanische Zivilisten mussten sterben....

Der Mann und sein Team stehen unter kommunikativem Feuer: Neben der Evaluierung der Videobilder arbeiten sie eine Fülle von Instant-Messenger-Nachrichten, Funksprüchen und Anrufen ab - von Vorgesetzten, von Bodentruppen vor Ort, angeblich auch private Nachrichten, möglicherweise sogar von ihren Kindern. Gleichzeitig treffen sie ihre Entscheidung....

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,739846,00.html

Wo besser kann man sich da vorbereiten, als mit solchen Spielen?
Es wird sicher früher oder später auch zivile Relevance haben, dann könne wir Pfeiffer für schlechte Frauenquoten verantwortlich machen. ;-)

Ich bin mitnichten ein Pfeiffer-Freund ...

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 18.01.2011, 12:55 (vor 5476 Tagen) @ roser parks

Das Militär sieht das sicher anders.

Gewiss. Na und?
Denn: Gäbe es nicht so viel Gewalt auf der Erde, wäre Miltär überflüssig. Gewalt- PC - Spiele bereiten den Boden für Gewaltbereitschaft. Weniger Spiele - weniger Militär. Ergo spielt die Sicht der Militärs nur eine untergeordnete Rolle Ist doch folgerichtig, oder?

Und noch was: Die legendäre "Moorhuhnjagd" schürte Gewaltbereitschaft gegen Hühner. An sie Dioxin verfüttern, könnte freilich als Indiz für die Spätfolgen barbarischer virtueller Knallereien Geltung erlangen. Nebenbei.... sexistisch, dieses Spiel.

Wo besser kann man sich da vorbereiten, als mit solchen Spielen?
Es wird sicher früher oder später auch zivile Relevance haben, dann
könne wir Pfeiffer für schlechte Frauenquoten verantwortlich machen. ;-)

Nein, können wir natürlich nicht. Denn Herr Pfeiffer will nur Gutes für uns. Er will uns ins gelobte Land führen, in dem er womöglich bereits lebt. Deshalb macht er uns süßen Brei schmackhaft, durch den man sich fressen muss, um dorthin zu gelangen, wo Milch und Honig fließt und die gebratenen Tauben, dioxinfrei ins Maul fliegen - ganz ohne Schlächtereien und Gewalt.

Und weil jeder Mann dort unter Barbies kluger Führerschaft das Paradies findet, wird es keine Kriminalität mehr geben und keine Kriege.

Die Mädchen üben schonfür Pfeiffers harmlose Welt.

© [image]

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ich bin mitnichten ein Lentze-Freund ...

roser parks, Tuesday, 18.01.2011, 11:55 (vor 5476 Tagen) @ Müller

"Man kann das ja auch positiv sehen: Die Frauen
gewinnen."
Ja, weil das Gesamtniveau sinkt, du Pflaumenkopp. Was sollte daran gut
sein?

Wird das jetzt ein Lentze?

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