Einige Anmerkungen
Bemerkenswert folgende Passagen:
betonte ich, "daß alle Macht und alle Freiheit", die der Feminismus genießt, "nur eine Konvention ist, die durch den Willen der Männer aufrechterhalten wird." Und auch anderswo stellte ich früher schon klar, daß Feminismus im Grunde gar nicht bekämpft werden müßte, wenn einmal die Männer antifeministisch genug wären, um ihn einfach fallenzulassen. Bezeichnend dazu ist auch, daß in meinen Texten öfter das Wort "Feminist" als "Feministin" vorkommt.
Das sehe ich auch so. So wie im Falle schlecht erzogener Kinder die Eltern zu tadeln sind, so sind im Falle mißratener Weiber die Männer zu tadeln.
Herr Savvakis scheint demnach - wie ich - die Annahme zu vertreten, daß Männer einen höheren hierarchischen Rang einnehmen, insofern er ihnen die höhere Verantwortlichkeit zuweist.
Ferner:
RMZ Ist der Maskulismus zwangsläufig ein Antifeminismus?
MASKULIST Ja!
Diese Definition ist natürlich nicht zwingend. Jeder hat das Recht, selbst zu definieren, was er unter Maskulismus versteht. Verbindliche Normen gibt es nicht. Aber ich wünsche mir ebenfalls, daß Maskulismus entschieden antifeministisch auftritt.
Folgende Passagen versehe ich jedoch mit Fragezeichen:
Maskulismus bedient sich keinerlei Theorie, weil er die Welt nicht nach theoretisch postulierten Mustern umgestalten möchte,
Wer die Welt nicht (nach Mustern oder wie immer) umgestalten möchte, der ist dann eben "nur" - und gerade deswegen - ein Theoretiker. "Theorie" kommt aus dem Griechischen und heißt "Schau". Ohne Anschauung kein Bewußtsein.
Ferner:
Maskulismus definiert Konservatismus als das Bedürfnis nach Vergewisserung, daß die Evolution einer Kultur keine Sprünge aufweist, sondern sich in organischer Kontinuität entfaltet. Der Feminismus ist ein solcher Sprung.
Aus meiner Sicht bedeutet der Feminismus keinen Sprung, sondern ist Teil einer geradezu zwingenden geschichtlichen Kontinuität. Das habe ich seit meinen allerersten Wortmeldungen zum Thema zu zeigen versucht.
Auch scheint sich M.Savakkis selbst zu widersprechen, wenn er schließlich sagt:
Gegenwärtig beschäftigen mich sehr intensiv gewisse Strömungen der Neuzeit, die sich geeignet zeigen, jene Mentalität der zügellosen Selbstkritik im Bewußtsein des abendländischen Menschen zu installieren, die heute als Patriarchat-Haß, also Haß gegen die eigene kulturelle Wurzel, fröhliche Urstände feiert.
"Diese Strömungen", was bedeutet das anders als Kontinuität? Die haben ja irgendwo ihre Wurzeln.
Letztlich handelt es sich aber wohl um begriffliche Unschärfen, welche die Originalität und die Konsistenz der Anschauung (Theorie) dieses Autors dadurch nicht infrage stellen. Meine Anerkennung! (Anm.: Er war es, der mich telefonisch angeregt hatte, meine erste eigene Internetpräsenz [den Weblog "Sexismuskritik"] einzurichten.)
trel
gesamter Thread:
- Neues vom Maskulisten -
Holger,
14.01.2011, 13:11
- Fehlerteufel rein geschliechen -
Krankenschwester,
14.01.2011, 13:15
- Fehlerteufel rein geschlieeechen - ach? -
Rechtlos,
14.01.2011, 13:23
- Fehlerteufel rein geschlieeechen - ach? - Krankenschwester, 14.01.2011, 17:31
- Fehlerteufel rein geschlieeechen - ach? -
Rechtlos,
14.01.2011, 13:23
- Einige Anmerkungen -
Informator,
14.01.2011, 14:22
- Einige Anmerkungen -
Manifold,
15.01.2011, 13:38
- Einige Anmerkungen - Narrowitsch, 15.01.2011, 15:08
- Einige Anmerkungen -
DvB,
15.01.2011, 16:56
- Eine Frage an den "Prinz von Prinzip und zu Weisheit": -
__V__,
15.01.2011, 18:03
- Eine Frage an den "Prinz von Prinzip und zu Weisheit": - DvB, 16.01.2011, 04:48
- Eine Frage an den "Prinz von Prinzip und zu Weisheit": -
__V__,
15.01.2011, 18:03
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Manifold,
15.01.2011, 13:38
- Fehlerteufel rein geschliechen -
Krankenschwester,
14.01.2011, 13:15