Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Soziale Verantwortung übernehmen: Das soll aus Jungen ganze Kerle machen

Diego, Hannover, Tuesday, 11.01.2011, 17:39 (vor 5483 Tagen) @ imion

Alles in allem also recht Positiv

Sehe ich genauso! Es schadet den Jungen dieser Zielgruppe jedenfalls nicht, wenn sie neue Lebensbereiche außerhalb ihres begrenzten sozialen Umfeldes kennenlernen. Dasselbe gilt allerdings auch für Mädchen, die - anders als der Femininismus uns dies weismachen will - keinesfalls automatisch über adäquate soziale Fertigkeiten verfügen.

Das Problem bei "modernen" Familien besteht darin, das selbige eben nicht mehr in traditioneller Form bestehen und die Kinder auch nicht mehr am Leben der Großeltern teilhaben. Das bedeutet aber auch, dass die Kinder nicht mehr die gesundheitlichen Einschränkungen und den körperlich-geistigen Abbau der Großeltern miterleben, sondern (hohes) Alter als etwas völlig Abstraktes und Fernes erleben, dem man mit Verachtung oder sozialer Ausgrenzung begegnet. Selbiges gilt ja auch für die Kinder alleinerziehender Frauen, deren erster näherer Kontakt zu Männern u.U. das erste Mal im Alter von 10 oder 12 Jahren stattfindet, wenn sie in der Schule in die Sekundarstufe 1 versetzt und das erste Mal von einem Lehrer unterrichtet werden. Für manche Kinder ist diese soziale Begrenzung leider genauso Realität wie die der Kinder, deren soziales Umfeld nur aus den Eltern, der Clique (wenn überhaupt) und der Schule besteht. Denen mal Perspektiven aufzuzeigen ist bestimmt nicht verkehrt. Allerdings bleibt in diesem Fall der fade Beigeschmack, dass das Projekt nicht im Sinne und Interesse der Kinder geschieht, sondern auf die feministisch-pseudosoziale Umerziehung der männlichen Kinder abzielt.

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"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen."
Jean Paul Sartre


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