Brief an ÖVP
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Brief an die ÖVP
von Väter-ohne-rechte (www.vaeter-ohne-rechte.at)
Sehr geehrte Damen und Herren der ÖVP! Sehr geehrte Fr. Bundesminister Karl!
Frau Bundesminister Dr. Beatrix Karl möchte im Bildungskonzept der ÖVP Eltern mehr in die Pflicht nehmen, damit diese mehr Aufgaben bei der Schulbildung ihrer Kinder übernehmen. Das ist prinzipiell zu begrüßen, aber kann in fast der Hälfte der schulpflichtigen Kinder nicht realisiert werden, weil:
1. Nur 50% der Kinder haben beide Elternteile zur Verfügung, die hohe Scheidungsrate trägt dazu bei, dass etwa die Hälfte der schulpflichtigen Kinder von „alleinerziehenden Müttern“ betreut wird, die zusätzlich vielfach auch berufstätig sind. Daher ist es kaum möglich, sich neben Haushalt und Beruf auch noch ausgiebig der Ausbildung der Kinder zu widmen.
Diese Situation führt unweigerlich dazu, dass ein Elternteil allein mit der Forderung nach mehr Beteiligung an der schulischen Ausbildung zu Hause massiv überlastet ist.
2. Diese Gesellschaftsform der „Alleinerziehenden“ wird durch die Gesetzeslage (alleinige Obsorge) gefördert, sodass es vielen Vätern gar nicht möglich ist, an der Ausbildung ihrer Kinder teilzuhaben bzw. diese zu fördern. Die Politik der Koalitionspartner und im Besonderen die allgegenwärtigen „Frauenpolitik“ entsorgt die Väter und damit auch ihre wichtige Funktion in der Familie. Viele Väter möchten sich gerne an der Ausbildung ihrer Kinder beteiligen, werden aber von den Müttern und der Justiz daran gehindert, weil sie oftmals nicht einmal Auskunft über ihre Kinder in der Schule bekommen.
3. Daher ist die Forderung nach mehr Beteiligung der Eltern eine Farce, die in der gegenwärtigen familienpolitischen Situation niemals funktionieren wird. Das ist auch der Grund dafür, dass immer mehr Elternteile der Schule die Funktion des alleinigen Ausbildungsplatzes für Kinder zuordnen.
Die Diskussion müsste viel elementarer geführt werden, ein Familienkonzept, in dem jeder Elternteil – auch nach Trennung oder Scheidung – Rechte und Pflichten hat, ist dafür unumgänglich. Die derzeitige Rechtslage ist auch hier gegen die Kinder und in weiterer Folge gegen deren bessere schulische Ausbildung gerichtet!
Die ÖVP als selbst deklarierte „Familienpartei“ sollte sich darüber Gedanken machen, wie für unsere Kinder eine zukunftssichere Ausbildung gewährleistet werden kann.
Mit dem vorliegenden Konzept ist die Situation nicht verbesserbar.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Robert Holzer
Vorstand und Pressesprecher Verein „Väter ohne Rechte“
ohne Papa?
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- Brief an ÖVP -
ausWien,
11.01.2011, 00:42
- Brief an ÖVP - Kurti, 11.01.2011, 01:35