Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Viel Käse, wenig Substanz

Narrowitsch, Berlin, Friday, 07.01.2011, 20:57 (vor 5487 Tagen) @ Tätiger

eine Diskussion mit maskulistischen Kommentaren

Spärlich, sehr spärlich die Kommentare, die maskulistischen

Statt dessen finde ich reichlich, was ich vor langer Zeit mal als feministische Infektion bezeichnete: Frauen und Männer, die sich niemals als FeministInnen sehen, aber längst und bar jeder Kritik, feministisches Denken und Fordern in ihr Leben integrierten. Dieses Übel mit psychologiesierendem Geschwätz vermengt, ergibt den stinkenden Atem unserer Zeit, in der die Augenhöhe den höchsten Aussichtspunkt bietet. Die Medien haben ganze Arbeit geleistet. Wenn ich es recht besehe, muss ich die Großzügigkeit der weiblichen Schreibenden dort loben. Nicht alle Wesen, die den ganzen lieben Tag von ihrer Überlegenheit hören, die per Quote an Kerlen beruflich vorbeiziehen macht die Aussage, Männer müssen geführt, müssen zu ihrem Glück gezwungen werden, noch immer Schwierigkeiten. Schade, finde ich.

Nein, keine voreiligen Schlüsse: Ich polemisiere nicht gegen Augenhöhe in Partnerschaften. Nur fällt eines auf: Die Unfähigkeit zur Erkenntnis, dass das große Pudeln sowohl Männer, als auch Frauen als akzeptierte Option handeln. Motto: Wenn es die Kerle denn wollen...

Auch dagegen gäbe es keine Einwände, wippte die juristische Zuchtknute nicht allgegenwärtig über Männerhäuptern.Mit Folgen für den inneren Blockwart. Der bestimmt, wo es lang geht. Obendrein amüsiert mich, wie brav das Volx, von Augenhöhe babbelt, ohne auch nur die vielfältigen Möglichkeiten diverser Augenhöhen zu erwägen.

Der Gedanke an die Reaktionen der Herzschmerzforisten auf die These, Frauen unterwürfen sich zunehmend ihren Herzallerliebsten, erspare ich mir und uns.

Diese Zuschriften finde ich einfach Klasse:

Seit wann arbeiten Männer daran, was verbessern zu wollen? Höchstens an ihrem Auto oder am Job, aber nicht an Beziehungsproblemen. Wenn dem so wäre, würden viele Männer auch mehr an sich arbeiten, an ihrem Körper, an ihrer Seele etc. Solche Männer gibt es aber leider nur wenig, aber dafür mehr Frauen, die viel eher bereit sind, Dinge, die nicht gut sind, zu verbessern.

und

Ich bin überzeugt, wenn Männer und Frauen als jungen Menschen vor der Ehe mehr mit sich beschäftigen würden, mehr mit Psychologie und was ein Mensch braucht, um eine Beziehung zu einer Partnerschaft wachsen zu lassen, dann gebe es auch weniger Trennungen...
... Die Männer in unserer Gesellschaft haben doch alle Möglichkeiten der Welt ihr Verhalten zu reflektieren und daran zu arbeiten, dass sie sich gegenüber Frauen partnerschaftlich und auf Augenhöhe verhalten...

Wow, des Volkes Stimme erschallt.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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