Männerarzt Dr. Georg Pfau: Was ist "Masculismus"?
Was ist "Masculismus"?
Die Antwort auf den Feminismus der Frauen ist der Masculismus der Männer. Eigentlich sollte es für uns Männer gar nicht nötig sein, „auf die Barrikaden“ zu steigen, selbst wenn dies nur symbolisch geschieht und rein verbal.
Wir Männer sind uns doch unserer Rolle bewusst, die wir eigentlich auch gerne spielen und es sind doch gerade die von uns geliebten und begehrten Frauen, die uns das sein lassen, was wir sein wollen: eben Männer, ein wenig auch Helden!
Nein, nein, Maskulisten haben kein Problem mit den Frauen, sie brauchen sie und könnten sich ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen! Sie haben auch kein Problem mit der Gleichberechtigung, ganz im Gegenteil. Ein smarter Mann wird gegen die Benachteilung von Frauen mit allen Mitteln ankämpfen, er wird mithelfen seiner Frau und seinen Töchtern ein gerechtes Leben in diesem Staat zu ermöglichen. Dennoch gibt es genügend Gründe für Männer wachsam zu sein. Es scheint "modern" zu sein, Männer für alles Schlechte auf dieser Welt verantwortlich zu machen und Frauen in Umkehr der bisherigen Verhältnisse grundsätzlich im Nachteil zu sehen. Maskulisten betreiben Gender-Politik für Männer. Sie wehren sich stellvertretend für alle Männer, daß alles "Männliche" gegen den Willen der Evolution zum Negativattribut pervertiert wird. Denn das "bessere" Geschlecht gibt es nicht, beide Geschlechter sind besser als das Andere in den ihm von der Evolution übertragenen Aufgaben. Niemand wird ernstlich bezweifeln, daß Frauen besser geeignet sind, ihre Kinder zu stillen.
Der Unfrieden kommt von der Seite der Feministinnen
Allerdings scheinen manche Frauenaktivisten bei der Einforderung von Rechten Einiges missverstanden zu haben, für sie geht es nicht um Gleichberechtigung der Frau sondern um Bevorzugung. Im öffentlichen Leben, aber auch zu Hause.
Man nennt diese Frauen Feministen. Sie sind nur scheinbar das Pendant zu den Maskulinisten, denn sie arbeiten nicht primär für die Frau, sondern hauptsächlich gegen den Mann.
Rollentausch statt Gleichberechtigung heißt die fragwürdige Devise!
Dabei wird allerdings vergessen, dass die Imitation der ehemals inkriminierten männlichen Attribute durch Frauen sicher kein probates Mittel ist, Frauen glücklich zu machen. Michelle Goldberg kritisiert den Shopping.- und Fucking-Feminismus, weil dabei das typisch weibliche Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit, nach sozialer Gerechtigkeit und Ausgleich zwischen den Geschlechtern völlig auf der Strecke bleibt.
Nur weil Frauen rauchen, mehr Radarstrafen verpasst bekommen und beim Sex promisker sind, hat sich die Welt der Frauen noch nicht zum Besseren geändert.
Dies erkannte auch die Ikone der amerikanischen Feministinnen, Betty Friedan, deren bahnbrechendes Werk die 1963 erschiene erste Bibel feministischer Literatur „The feminine Mystique“ war. 85-jährig ermahnt sie die Frauen, „die Familie als neues feministisches Ziel zu betrachten“ (Der Standard 2006), was ihr scharfe Kritik seitens radikaler Feministinnen einbrachte.
Die Antwort der Männer auf den Feminismus ist der Maskulismus. Er arbeiten aber nicht gegen die Frauen, sondern für die Männer, will Frauen grundsätzlich nicht diffamieren. Er will lediglich auf die Nachteile der Männer in der Gesellschaft aufmerksam machen. In einer demokratischen Gesellschaft sollte dies doch möglich sein.
Männertugenden werden stigmatisiert
Innerhalb nur weniger Jahrzehnte, konkret seit dem Ende des 2. Weltkrieges, während dessen Tapferkeit, Mut und Stärke noch sehr gefragt waren, sind gerade diese dem Mann von der Evolution angedachten Tugenden unmodern geworden. Mehr noch, Sie werden gegen den Willen der Evolution als Negativattribute stigmatisiert, der Mann sollte sich seiner schämen. Fast wäre diese Saat aufgegangen, hätten die Erfinder des neuen Mannes nicht maßlos übertrieben. Inzwischen scheinen auch jene Männer, deren Bestreben es ist mit ihrer Weiblichkeit im Einklang zu stehen, wachgerüttelt zu sen. Es mehrt sich der Widerstand gegen die Feminisierung der Männer. Zukunftsforscher Horx ruft auf zu authentischer Masculinität, einem Männerbild, das sich seiner Masculinität bewusst ist, sie aber kontrolliert einsetzt.
Der gesellschaftliche Konsens sieht die Frau im Nachteil
Dass die Gesellschaft taube Ohren für die Probleme der Männer hat, wird auch von Frauen bestätigt. „Wer Jungen in Nachteil sieht, rüttle an einem gesellschaftlichen Konsens. Als politisch korrekt gelte es nun einmal, die Mädchen im Nachteil zu sehen“ (Heike Dieffenbach im Spiegel Nr. 21 05/2004).
An diesem fragwürdigen Zustand tragen auch die Männer ihren Anteil an Verantwortung. Die Bevorzugung von Frauen in vielen Bereichen des Lebens wird von Männern erst möglich gemacht. Männer schaffen es nur schwer in der Beurteilung von Frauen die erotische Komponente beiseite zu lassen, sie sehen die Frau als sexuelles Wesen und dabei können männliche Konkurrenten natürlich nicht mithalten. Die Benachteiligung selbst besser qualifizierter männlicher Mitbewerber wird dabei in Kauf genommen, sozusagen als Kavaliersdelikt.
Politiker bevorzugen Frauen aus einem ganz anderen Grund. Frauen stellen die Mehrheit der Bevölkerung und somit auch der Wähler. Die Frau ist der bessere Adressat für Wahlwerbung, entscheidet sich häufig unentschlossen erst in letzter Minute und wird so zum umworbenen Wähler.
http://www.sexualmedizin-linz.at/index.php?id=138
Das ist doch mal was!
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- Männerarzt Dr. Georg Pfau: Was ist "Masculismus"? -
Oliverr,
06.01.2011, 23:44
- Auch ruhig mal vorhandene Beiträge lesen ... -
Müller,
06.01.2011, 23:46
- Auch ruhig mal vorhandene Beiträge lesen ... - Oliverr, 07.01.2011, 23:32
- Männerarzt Dr. Georg Pfau: Was ist "Masculismus"? - Oliverr, 07.01.2011, 23:29
- Auch ruhig mal vorhandene Beiträge lesen ... -
Müller,
06.01.2011, 23:46