Soziales Skandinavien: Mehr Gleichheit dank hoher Steuern - und mehr Ärger
Das gepriesene Modell wird ausgerechnet in Skandinavien immer lauter infrage gestellt. Konservative wollen vor allem Zuwanderer von vielen Leistungen des Staates ausschließen.
Kopenhagen – Den Weihnachtsabend hat Kristina bei der Heilsarmee verbracht, nur so konnte die alleinstehende Mutter ihren drei Kindern ein anständiges Festessen und Geschenke sichern. Ein paar unglückliche Beziehungen, psychische Probleme und alte Spielschulden haben die 34-jährige Dänin aus der Bahn geworfen. Ob sie sich arm fühle? „Mir macht das nichts“, sagt Kristina, „aber für die Kinder ist es schlimm“, immer gebrauchte Klamotten, nicht mitgehen können ins Kino und zum Fußball, stets denken zu müssen: kann ich mir das leisten?
Dass die drei zur absoluten Ausnahme zählen, ist für Kristina kein Trost. Doch nirgends sonst auf der Welt gibt es so wenig arme Kinder wie in Dänemark, 2,7 Prozent laut den Zahlen der Bertelsmann-Stiftung. Was die Armutsvermeidung generell betrifft, weisen Schweden, Dänemark und Norwegen die besten Erfolge auf. Bei der sozialen Gleichheit ebenfalls: Island hat den besten Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt, und die Schweden sind auch Weltmeister bei der „Generationengerechtigkeit“. Die nordischen Länder seien, was soziale Gerechtigkeit betrifft, „eine Klasse für sich“, heißt es in dem Rapport, sie führen den „Gerechtigkeitsindex“ mit „deutlichem Abstand“ an.
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein
Soziales Skandinavien: Mehr Gleichheit dank hoher Steuern - und mehr Ärger
Die A-priori-Setzung ist: Gleichheit ist Gerechtigkeit. Und das wird in dieser Bertelsmann-Studie in der Quintessenz gemessen.
Das kann man so sehen. Ist aber Ansichtssache.
Soziales Skandinavien: Mehr Gleichheit dank hoher Steuern - und mehr Ärger
Die "Enthropie" hätte sich für meine Begriffe das Universum auch sparen können!
Aber, wo ´mer nu´ scho´ mo´ do´ sin ....!
So what!