Private Rentenversicherung und Bevorzugung von Frauen
Die Auswirkung der angeblichen Gleichstellung von Männern und Frauen bei der privaten Rentenversicherung ist seit 1.1.2006 - wie sollte es in Zeiten eines Staatsfeminismus anders sein - eine Benachteiligung von Männern.
Wie sah die Situation bei der privaten Rentenversicherung bisher aus?
Da Männer bei uns im Mittel eine um 6 Jahre geringere Lebenserwartung als Frauen haben, arbeiteten die Versicherungen bisher mit unterschiedlichen Sterbetafeln für Männer und Frauen. Das bedeutete für Frauen höhere Beiträge bzw. niedrigere Renten (bei gleichen Beirägen) als für Männer. Feministinnen witterten hier sogleich wieder die übliche Verschwörung des Patriarchats zu Ungunsten der Frauen. Aber offensichtlich besitzen sie nicht einmal elementare Kenntnisse über die allgemeinen Prinzipien einer Versicherung, sonst könnte ihnen nicht entgangen sein, dass hier alles mit (ge)rechten Dingen zugeht, was übrigens die Versicherungsexperten auch immer wieder betont haben.
Da keine Versicherung über eine Gelddruckmaschine verfügt, muss sie die auszuzahlenden Prämien (hier die Renten) nach Risiko berechnen, d.h. wer länger lebt, verursacht höhere Kosten, weil die Rente halt länger bezahlt werden muss. Eine Versicherung muss daher das höhere Risiko (also die längere Lebenserwartung) auf diejenigen verteilen, die dieses Risiko verursachen (in dem Fall die Frauen). Es würde ja auch niemand eine Hochwasserversicherung "solidarisch" mitfinanzieren wollen, wenn er selbst niemals vom Hochwasser betroffen ist, weil er z.B. in den Bergen wohnt. Frauen wurden durch die höheren Beiträge bzw. die niedrigeren Renten (bei gleichen Beiträgen) zur privaten Rentenversicherung deswegen nicht benachteiligt, weil sie ja dafür auch länger Rente bekommen. Die Versicherung verteilt die Risiken lediglich gerecht auf die Verursacher.
Wie sieht die Situation seit dem 1.1.2006 aus?
Aufgrund der Unisextarife bei den privaten Rentenversicherungen müssen jetzt die Beiträge aufgrund von einheitlichen Sterbetafeln berechnet werden. Da viele Versicherungen nicht abschätzen können, wieviele Männer dann überhaupt noch private Rentenversicherungen abschließen, werden - wie ich kürzlich direkt von der Quelle erfuhr - vorsichtshalber die Sterbetafeln für Frauen verwendet. Das bedeutet für Männer, dass sie für die gleiche Versicherungsleistung mehr bezahlen müssen. Damit wird nun die längere Lebenserwartung von Frauen nicht mehr durch Frauen allein finanziert, sondern den Männern mit aufgebürdet, obwohl sie selbst davon keine Nutznießer sind. Klar, dass unter solchen Bedingungen Männer wahrscheinlich kaum noch private Rentenversicherungen abschließen werden.
Das ist wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass es bei feministischen Forderungen nicht um Gleichberechtigung geht, sondern schlicht um Bevorzugung von Frauen
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Benni,
28.12.2010, 22:06
- Private Rentenversicherung und Bevorzugung von Frauen - Oliver, 28.12.2010, 22:38
- Private Rentenversicherung und Bevorzugung von Frauen - 2, 29.12.2010, 05:07
- Rentenversicherungen nie in Deutschland abschliessen - Red Snapper, 29.12.2010, 07:15