Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Demographie

DS unplugged, Tuesday, 28.12.2010, 11:18 (vor 5497 Tagen)

Familienplanung war bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als die Pille erfunden wurde, weitgehend Männersache. Die Frauen wurden schwanger, ob sie wollten oder nicht. Zum Rollenbild des Mannes gehörte selbstverständlich das Vatersein. Am Besten stand man einer großen Kinderschar vor. Ob bei den Armen, Reichen oder im Bürgertum - viele Kinder verschafften Anerkennung, waren das Sinnbild von Kraft und Potenz. Starb die Frau im Kindbett, heiratete der Mann oft ein zweites Mal. Schon deshalb gibt es so viele Märchen von der bösen Stiefmutter - eine Stiefmutter gehörte für viele Kinder früher zum Alltag. Auch die Stiefmutter bekam natürlich wieder viele Kinder.

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Dazu vielleicht das Folgende:

Dies sind Beispiele der Incentive-Superresponse-Tendenz, auf Deutsch etwa: die Tendenz, auf einen Anreiz so zu reagieren, dass es den ursprünglichen Absichten zuwiderläuft. Sie beschreibt zunächst einen banalen Sachverhalt: Menschen reagieren auf Anreizsysteme. Das verwundert nicht. Menschen tun, was in ihrem Interesse liegt. Erstaunlich sind zwei Nebenaspekte. Erstens: Wie schnell und radikal Menschen ihr Verhalten ändern, wenn Anreize ins Spiel kommen oder verändert werden. Zweitens: Dass Menschen auf die Anreize reagieren, aber nicht auf die Absicht hinter den Anreizen.

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Wer in Recht und Praxis Vaterschaft entwertet, wer Vaterschaft mit unkalkulierbaren Risiken verknüpft, wer Männlichkeit pathologisiert und kriminalisiert, wer das Institut der Ehe zu einer reinen Transferleistung-vermeidungs-veranstaltung aushöhlt, der braucht sich über die Folgen seines Tuns nicht zu wundern.

Männer sind erstens lernfähig und zweitens, wie alle Menschen, erst einmal niemandem etwas schuldig. Es gibt keine Verpflichtung Deutschland ein Kind zu zeugen. Mein Samen gehört mir! Ich habe bewusst nicht gezeugt! Das muss das Credo des emazipierten Mannes sein. Weder Herr (Patriarch) noch Knecht (Pudel) zu sein, das ist wahre Freiheit.

DS

Da stimmt was nicht

Rainer ⌂, Tuesday, 28.12.2010, 12:45 (vor 5497 Tagen) @ DS unplugged

Familienplanung war bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts,
als die Pille erfunden wurde, weitgehend Männersache. Die Frauen wurden
schwanger, ob sie wollten oder nicht.

Ob die sich im Jahrhundert geirrt haben? Wenn ich mich an die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnere, waren ein oder zwei Kinder in einer Familie die Regel, drei Kinder schon eine Ausnahme. Familien mit 4 oder sogar 5 Kindern wurden als asozial abgestempelt.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Demographie

LatexTester, Tuesday, 28.12.2010, 13:12 (vor 5497 Tagen) @ DS unplugged

Die Dumpfbacke von Redakteurin ist wohl noch sehr jung. Schon früher war der Zusammenhang zwischen Kinderreichtum und finanzieller Einschränkung bekannt. Noch bekannter waren kleine Tüten aus Gummi, die verhinderten, dass die Frau jedes Jahr dick wird. Natürlich gab es auch Leute, die den Zusammenhang nicht begriffen, aber die waren in der Minderheit.

Im Ersten Weltkrieg gehörten Kondome zur Standardausrüstung der Soldaten. Die deutsche, französische und britische Armee verteilten Kondome unter den Soldaten.

Die kleine Büromaus hätte also nur bei Wiki nachschauen müssen. Ebenso die vielen anderen Triebtäter, die die Pille als Befreiung der Frau vom Reproduktionszwang hochpimpen wollen. Schon in den 20ern, also nach dem ersten Weltkrieg, zeichnete sich ein demographischer Einbruch ab, den aber niemand als Fromms-Knick bezeichnen würde. Wäre es anders gewesen, hätte jeder in der Blechdose einen Haufen von Familienbildern mit Geschwistern wie die Orgelpfeifen. Entscheidend beeinflusst war die Demographie ebenso eher von der Stenographie. Die Frauen arbeiten mehr und mehr in den Büros. Schon zu den Zeiten war ein Kind nicht mehr etwas, das einem bei der Erntearbeit mal einfach so aus dem Schritt fällt

Demographie

Jornaille, Misthaufen der Geschichte, Wednesday, 29.12.2010, 01:19 (vor 5497 Tagen) @ LatexTester

Die kleine Büromaus hätte also nur bei Wiki nachschauen müssen.

Sooo viel Arbeit kannst du von dem heutigen Qualitätsjournalismus nun aber wirklich nicht mehr verlangen. Schon 3x nicht, wenn es sich dabei um eine Topp Redakteuse handelt, deren einzige Qualifikation es ist, dass eben nichts zwischen den Beinen baumelt. Solche wollen schließlich abends um sechse bereits in der gläsernen Badewanne liegen.

Rudolf A.
(sich im Grabe drehend)

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