Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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VBM: Fünf Thesen zur Beerdigung des Feminismus:

Oliver, Monday, 27.12.2010, 08:00 (vor 5498 Tagen)

Die 20 Jahrfeier in Köln musste... leider wegen zu weniger Anmeldungen kurzfristig abgesagt werden

OOOOOOOOOOOOCH
;-)

Fünf Thesen zur Beerdigung des Feminismus:

;-)
http://www.vbm-online.de/component/acymailing/archive/view/listid-21-vbm-newsletter-der-rs-koeln/mailid-543-weihnacht...

Irrtum Nr. 1: Frauen stehen heute alle Türen offen; sie können alles erreichen, was sie möchten, und stehen den Männern in nichts mehr nach

Die offenen Türen sind reine Theorie. Tatsächlich finden sich überall gläserne Decken und gläserne Wände. Segregierter Arbeitsmarkt, ja Minderbewertung der Arbeit von Frauen durch ungleiche Bezahlung und ungleiche Verteilung von Positionen in der horizontalen Hierarchie sprechen für eine andere Wirklichkeit. Aus einem theoretischen Anspruch wird solange kein realer Anspruch, als Machtnetzwerke und subtile Formen der Blockade die Türen verschlossen halten.

Irrtum Nr. 2: Feminismus missachtet die Frauen/Weiblichkeit, die in Familie und Partnerschaft ihr Glück findet

Der Feminismus missachtet nicht Familie und Partnerschaft, sondern problematisiert das Patriarchat, das auch in Familien für ungleiche Hierarchien zwischen den Partnern, den Familienmitgliedern sorgt. Selbst in den modernen Familien herrschen oft unterschiedliche Machtverhältnisse, die nicht wahrgenommen werden, da man sich doch auf einer anderen Ebene des Vertrauens und der Zuneigung bewegt. Haupternährer hier - Zuverdienerin dort, ist die einfachste und offensichtlichste Ausprägung dieses Ungleichgewichtes. Und sehr viele Frauen haben die ungleiche Verteilung von Macht in ihren Partnerschaften/Familien spätestens dann bitter registrieren müssen, wenn der rosa-rote Himmel plötzlich zusammenbrach. Kleine Testfrage: wie oft müssen Sie die normalen Dinge des Alltags immer wieder neu aushandeln und wer leistet das Gros an unbezahlter Familien- und Hausarbeit? Partnerschaft auf Augenhöhe verteilt diese Aufgaben und Verantwortlichkeiten für gemeinsame Kinder auch dann paritätisch, wenn die Erwerbseinkommen unterschiedlich sind.

Irrtum Nr. 3: Feminismus ist überholt, weil die sexuelle Befreiung der Frauen längst Realität ist

Es ist der Frauenbewegung zu verdanken, dass Frauen heute viel selbstverständlicher und eigen bestimmter ihre Sexualität ausleben können. Doch sexuell befreit sind Frauen daher noch lange nicht: siehe Sexualisierung der Werbung, siehe Pornographisierung der Kunst, des Film und der Medien. Frauen sind nach wie vor überwiegend Sexobjekt, selbst wenn in der einzelnen Partnerschaft hier ein großes Stück mehr sexuelle Gleichberechtigung gelebt wird. Ein Sexobjekt hat aber nie die gleiche Position wie das Subjekt. Frauen müssen nicht immer sexy sein, wie uns die Modeindustrie heute gern vermittelt. Oder umgekehrt: wenn es das wichtigste für Frauen sein soll, sich attraktiv und sexy zu kleiden, wie ernsthaft ist dann das Gegenüber wohl am Geist der Frau interessiert?

Irrtum Nr. 4: Feministinnen sind Männerhasser und wollen die Jungs und Männer umerziehen

Angesichts der Frauenverachtung in manchen männlichen Kreisen und der Gewalt gegenüber Frauen kann frau Männerhass entwickeln, aber da gilt nicht für den Feminismus als solchem in Gänze. Feministinnen haben durchaus einen andern Blick auf Gesellschaft und möchten andere Gesellschaftsstrukturen umgesetzt wissen. Daher sind viele Feministinnen zugleich auch in der Ökologiebewegung und Friedensbewegung aktiv. Das Patriarchat ins Wanken zu bringen, bedeutet damit natürlich auch, die Macht von Männern zu beschneiden und andere Wege der Problem- und Konfliktlösung zu finden. Das ist konstruktive Gesellschaftskritik und sollte nicht stupide als Männerhass diffamiert werden.

Irrtum Nr. 5: Der Feminismus missachtet die biologischen Unterschiede von Frauen und Männer, Gleichberechtigung ist aber nicht Gleichheit

In dieser Frage ist der Feminismus gespalten. Die Biologistinnen unter den Feministinnen betonen diesen biologischen Unterschied – bis zu Unterschieden in der Gehirnstruktur - und der daraus ableitbaren mentalen Unterschiede. Frauen = Natur, Männer = Abstraktion. Die andere Richtung des Feminismus sieht in den Geschlechtern soziale Konstruktionen. Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht – hierfür steht dieses Zitat von Simone de Beauvoir. Die angebliche angeborene Naturverbundenheit und die sozialen Kompetenzen – dies alles kann/muss auch als erlernter und reflektierter Prozess verstanden werden. Auf der anderen Seite sind Frauen nicht per se die besseren Menschen. Haben sie Ruhm und Macht erlangt, dann agieren sie wie Männer. Das liegt daran, dass frau auch heute noch nur Macht erlangen kann, wenn sie das männliche Denken und Verhalten adaptiert. Menschen sind verschieden, nicht weil sie Frau oder Mann sind, sondern weil sie Individuen sind. Gleichberechtigung bedeutet gleiche Rechte für Individuen unabhängig ihrer sozialen oder regionalen Herkunft und unabhängig ihres Geschlechts. Dafür kämpfen Feministinnen. Und weil überall auf der Welt Frauen in untergeordneten Positionen und Herrschaftsstrukturen gefangen sind, ist Geschlecht ein hartnäckiger Faktor gegen Gleichberechtigung, der aber in Zusammenhang mit sozialer und regionaler Herkunft mal mehr oder mal etwas weniger verwehrend wirkt.

"Wir wollen lieber fliegen als kriechen."

Dann übe mal schön!
GansBaff Flieg mal was! (Asterix)
;-)

http://www.vbm-online.de/component/acymailing/archive/view/listid-21-vbm-newsletter-der-rs-koeln/mailid-543-weihnacht...

OHNE Kommentarmöglichkeit!
Feige Weiber!
;-)

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Liebe Grüße
Oliver


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