Rezension: "Tatort: Nie wieder frei sein"
Der "Tatort: Nie wieder frei sein" ist ein sehr guter Film, und gleichzeitig feministische Propaganda. Es geht im Kern um einen (unzweifelhaften) Vergewaltiger und Mörder, der aufgrund von Paragrafenreiterei freigesprochen wird. Im folgendem entlädt sich ein Konflikt zwischen Mörder, Opfer, Freunde und Familienangehörige des Opfers und ermittelnden Kommissaren.
Maskulistische Kritik
Der Film stellt einen Angriff auf den Rechtsstaat und auf das Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten" dar, indem er eine Situation konstruiert, in der der offensichtliche Täter freigesprochen wird. So manch einer der Zuschauer wird gerne die Regelung, nur legal erhobene Beweismittel für das Urteil über einen Angeklagten verwenden zu dürfen, über Bord schmeißen.
Weiterhin interessant ist der Umstand, dass der Täter ein ziemlich kaputter Typ ist, der schon in jungen Jahren übergrifflich auf Frauen wurde. Hierzu eine Info: Besonders Männer von alleinerziehenden Müttern geraten in Gefahr, sich mal zu einem Vergewaltiger zu entwickeln. Und schaut man sich das familiäre Umfeld des fiktiven Täters an, so ist auf den ersten Blick klar: Zerrüttet. Verwahrlost. Aber Obacht! Die Familie des Täters ist nicht etwa ein alleinerziehende Frau sondern ein alleinerziehender Mann! Dass diese Konstellation äußerst selten in Deutschland anzutreffen ist, dürfte der Drehbuchautorin eigentlich klar sei; umso verwunderlicher, dass sie einen Mann als Erzieher des kaputten Typens ausgewählt hat.
Weiterhin hat mich als Maskulist gestört, dass bis auf die beiden ermittelnden Kommissare jede männliche Hauptfigur in dem Film negativ besetzt ist. Die Männer in diesem Film reichen von Vergewaltiger und Mörder bis zu Frauenschläger und schmieriger Wicht. Selbst der Vater des Vergewaltigungsopfers kommt negativ rüber, etwa wenn seine Frau ihm klarmacht, dass er den Fall nicht auf sich beruhen lässt (und damit seine Tochter quält), weil er selbst nicht damit klarkommt.
Frauen hingegen sind in dem Film über jeden Zweifel erhaben. Selbst die fiese Anwältin, die den Vergewaltiger vor einer Verurteilung schützt, wandelt sich zur edlen Heldin.
In Zeiten von Kachelmann und Assange also äußerst fragwürdig.
Fazit
Gut, soviel zur Kritik. Kommen wir zum Positiven: Es sind Männer, die Abscheu und Rachesucht gegenüber dem Frauenmörder empfinden und entsprechend aktiv werden, was im klaren Gegensatz zur von FeministInnen postulierten "rape culture" (Vergewaltigungskultur) steht.
Trotz allem also ein guter Film, der ein echtes Meisterwerk darstellt, und den ich somit wärmsten empfehle (einfach mal den Maskulisten-Prozessor ausschalten):
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Wer gegen Monster kämpft, muss achtgeben, nicht selbst zum Monster zu werden - Nietzsche
Bildunterschrift: Lena Odenthal, Thorsten Meier-Brecht und Silke Tennenbaum]