Sozial-ökologische Politik aus feministischer Perspektive
Lasst das mal einfach auf euch wirken! Die haben Probleme .......
Die Herausforderungen an eine sozial-ökologische Politik bestehen darin, bei der Analyse von Umweltproblemen und bei der Gestaltung von Umweltpolitik die Ergebnisse der feministischen Umweltforschung aufzugreifen und Geschlecht als soziale Strukturkategorie mitzudenken. In Umweltplanung und &endash;politik ist zu berücksichtigen, dass Gruppen sich hinsichtlich Geschlecht unterscheiden, genauso wie sie sich auch hinsichtlich Klasse, Ethnie, Alter, sexueller Orientierung oder Region unterscheiden. Dabei wirken beispielweise Alter, Klassen- und Geschlechtszugehörigkeit aufeinander ein und beeinflussen sich gegenseitig, so dass es nicht möglich ist, von den Auswirkungen von Umweltpolitik auf "die Frauen" zu sprechen. Eine nicht erwerbstätige Frau, die auf dem Land in der Nähe eines Atomkraftwerkes lebt, ist anders durch die ökologische Krise betroffen, wenn ihr Kind an Leukämie erkrankt, als eine alleinstehende Rentnerin, die in der Großstadt infolge von erhöhten Ozonwerten an Atemwegserkrankungen leidet. Für beide wird es auf sehr unterschiedliche Weise von Bedeutung sein, „als Frau" den Folgen ökologischer Krisen ausgesetzt zu sein. Dementsprechend muß stets analysiert werden, ob sich Umweltprobleme oder ihre Bewältigungsstrategien in bezug auf lokal spezifische und konkrete Arbeits- und Lebensverhältnisse unterschiedlich auf Männer und Frauen auswirken.
Die Leitfragen für eine geschlechter-sensible Umweltforschung und -politik lauten:
1. Sind Frauen und Männer (einer konkreten sozialen Gruppe) unterschiedlich betroffen von ökologischer Zerstörung? Welche Folgen haben umweltpolitische Entscheidungen oder Lösungskonzepte für Männer und Frauen? Verstärken und reproduzieren sie Hierarchien zwischen den Geschlechtern oder führen sie zu ihrem Abbau?
2. (Wie) können umwelt- und frauenpolitische Strategien auf produktive Weise so miteinander verbunden werden, dass gleichzeitig der Abbau von Herrschaftlichkeit gegenüber der Natur und ein Machtabbau zwischen den Geschlechtern erreicht wird?
3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hierarchien in den Geschlechterverhältnissen und der Herrschaftlichkeit gegenüber Natur? Können beide Herrschaftsformen daher nur gemeinsam überwunden werden?
Das Umweltproblem ist nicht geschlechtsneutral:
Ergebnisse feministischer Umweltforschung
Um Antworten auf die genannten Fragen zu geben, möchte ich anhand von einigen Beispielen der These eines Sammelbandes nachgehen, dessen Titel proklamatorisch formuliert: "Das Umweltproblem ist nicht geschlechtsneutral" (Buchen et.al. 1994)
Am Beispiel Indiens hat Vathsala Aithal (1995) gezeigt, dass der Arbeits- und Zeitaufwand armer Frauen in ländlichen Regionen zum Holen von Wasser von Jahr zu Jahr steigt. Im Rahmen der geschlechtlichen Arbeitsteilung werden Kochen, Putzen, Waschen der Wäsche und z.T. auch das Füttern von Tieren oder das Bewässern des Landes als Aufgabe von Frauen verstanden. Nach einer Studie über die Verteilung der Arbeitszeit in einem indischen Dorf werden 80% der für das Wasserholen verwendeten Zeit von Frauen und Kindern aufgebracht. Aufgrund dieser Arbeitsteilung sind Frauen vom Rückgang der Wasservorräte am stärksten betroffen. Durch die Verstaatlichung nach der Unabhängkeit Indiens wurden Flüssen, Seen und Teiche zum Eigentum des Staates erklärt und Frauen verloren ihre traditionellen Nutzungsrechte am Wasser, das bis dahin als Gemeineigentum verstanden wurde. Die folgende Privatisierung des Wassers wirkte sich vor allem für arme Frauen negativ aus, denn Bewässerungsprogramme und die Überausbeutung des Grundwassers durch Tiefbrunnen kamen in der Regel reichen Bauern und ihrem Anbau von cash crop zugute. Kleinbauern und armen Frauen wurde buchstäblich das Wasser abgegraben, wie es Aithal drastisch formuliert.
Versiegen oder verschmutzen Wasserquellen, sind es die Frauen, die längere Wege in Kauf nehmen müssen. Wird Urwald gerodet, sind es die Frauen, die mehr Zeit für das Sammeln von Brennholz investieren müssen. Ist die Qualität des verfügbaren Wassers unzureichend, sind es Frauen, die Kranke pflegen müssen. Der erhöhte Arbeits- und Zeitaufwand in trocken (gewordenen) Regionen beeinflußt nicht nur die Arbeits- und Zeitökonomie der Frauen negativ und verschlechtert die Ernährung und die Gesundheit ihrer Familien. Darüber hinaus werden soziale Netze, auf die Frauen in Krisenzeiten zurückgreifen können, durch Umsiedlungsprogramme beim Bau von Staudämmen und hydro-elektrischen Anlagen zerstört. Das traditionelle Wissen von Frauen, die ihre Kentnisse über Technologien zur Wasserkonservierung und Methoden zur Wasserreinigung seit Generationen an ihre Töchter weitergegeben haben, wird entwertet und geht verloren. Wenn Frauen ihre Aufgabe zur Grundsicherung immer schlechter erfüllen können, sinkt wiederum ihr gesellschaftlicher Status und ihr Einfluß in der Gesellschaft. Ein Teufelskreis.
http://anonym.to?http://www.oekologische-plattform.de/texte/zeitenwende_vinz.htm
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Eine FeministIn ist wie ein Furz. Man(n) ist einfach nur froh, wenn sie sich verzogen hat.
Die führende Rolle der antifeministischen Männerrechtsbewegung hat von niemanden in Frage gestellt zu werden!
Forenleitung: Gelöscht wegen Vollquote
- kein Text -
mhm
Zitat
2. (Wie) können umwelt- und frauenpolitische Strategien auf produktive Weise so miteinander verbunden werden, dass gleichzeitig der Abbau von Herrschaftlichkeit gegenüber der Natur und ein Machtabbau zwischen den Geschlechtern erreicht wird?
Wie schrieb einer hier über die Mädchen/Frauenbande in Punkto Heizen.....
Weniger überheizen mehr lüften!
Kein Schimmel kein Gschrei weniger Energie mehr für die Umwelt.
Schickt den Frauen Bedienungsanleitungen.
Mein Fazit weniger Hirnschaden
Sozial-ökologische Politik aus feministischer Perspektive
Noch eine schöne Stelle aus derselben Quelle:
ihre Ergebnisse resultieren aus Befragungen von Frauen, die sich in Hessen nach dem Atomunfall in Mütter- und Elterninitiativen gegen Atomkraft engagierten. Überraschenderweise empörten sich die befragten Frauen kaum über Mehrarbeit im privaten Bereich, obwohl das häufigere Wechseln und Waschen von Kleidung, der erhöhte Aufwand für die Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln und andere Sicherheitsmaßnahmen ihren Arbeitsalltag erheblich veränderte.
Soso, der Unfall in Tschernobyl hatten also ERHEBLICHE Mehrarbeit in Haushalt und... für die Frauen zur Folge.
die sollten mal bisschen Zeit für eine psychische Behandlung opfern