Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

FemokratieBlog ⌂, Monday, 20.12.2010, 22:36 (vor 5505 Tagen)

Eine Ärztin namens Dr. Jordan Cavanaugh aus der Fernsehserie “Crossing Jordan – Pathologin mit Profil” soll als Vorbild für zukünftige Abiturientinnen dienen? Die FAZ schreibt dazu, dass gewisse Darstellerinnen in Amerika schon länger als Vorbild dienen. Bei uns ist das vermutlich genauso realitätsfern wie die Serien selber oder wie Frauen, die trotz angeblicher Frauenpower massenweise Firmen gründen. Andererseits könnte es durchaus sein, das Mädels tatsächlich glauben, Fernsehen bildet Realitäten ab - wer weiß das schon so genau.

Mehr http://femokratieblog.wgvdl.com/frauen-fernsehserien/12-2010/

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Oliver, Monday, 20.12.2010, 23:30 (vor 5505 Tagen) @ FemokratieBlog

Andererseits könnte
es durchaus sein, dass Mädels tatsächlich glauben, Fernsehen bildet
Realitäten ab - wer weiß das schon so genau.

Sie SOLLEN das zumindest glauben, was natürlich zusätzliche Frustrationen erzeugt.
Nämlich dann, wenn sie versuchen ihre Rollen in der Wirklichkeit nachzuspielen.

Wie zB die potenzielle Falschbeschuldigerin im Kachelmann-Fall.

Sie spielte eine Soup nach.

Sie spielt immer noch.

Bis zum letzten Vorhang

--

Liebe Grüße
Oliver


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Jo, jo, und diese kranke Gehirnwäsche durch die Massenmedien geht weiter... ^ ^ (nT)

Swen, Monday, 20.12.2010, 23:53 (vor 5505 Tagen) @ FemokratieBlog

- kein Text -

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Krankenschwester, Tuesday, 21.12.2010, 00:03 (vor 5505 Tagen) @ Oliver

Andererseits könnte
es durchaus sein, dass Mädels tatsächlich glauben, Fernsehen bildet
Realitäten ab - wer weiß das schon so genau.

Na klar tut es das...
Schau mal, wie viele wir Sexen in the Stadtin, Frauentauscherinnen, Gutezeitlerinnen und schlechte so wieso haben?!

Jordan ist zwar cool (träume immer noch vom Beruf), ist aber durch und durch psycho. Beziehungsunfähige Psycho

--
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Unmenschlichkeit - eine bemerkenswerte charakteristische Eigenschaft des Menschen.
(Ambrose Gwinnet Bierce)

Wenn die ARD den Marienhof absetzt werden wir mehr Girlsdays brauchen :-)

t @, Tuesday, 21.12.2010, 01:08 (vor 5505 Tagen) @ FemokratieBlog

- kein Text -

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Roslin, Tuesday, 21.12.2010, 03:50 (vor 5505 Tagen) @ Krankenschwester
bearbeitet von Roslin, Tuesday, 21.12.2010, 04:09


Jordan ist zwar cool (träume immer noch vom Beruf), ist aber durch und
durch psycho. Beziehungsunfähige Psycho

Ist sie das?

Ich kenne die Serie nicht.

Wird da auch gezeigt, wie das aussieht, wenn ein Gerichtsmediziner sich einer übelst zugerichteten Leiche annimmt?

Mir hat es den Magen umgedreht, als in der ersten Vorlesung "Forensik" der Prof., der Schelm, eine Stahlwanne in den Hörsaal rollte, mit einem Gummituch abgedeckt.

Ich saß dummerweise in der ersten Reihe, als er direkt vor meiner Nase das Tuch wegzog und ich auf scheinbar frisch, aber nur unvollständig und äußerst grob Gewolftes aus der Metzgerei blickte.
Wenn darin nicht ein Skalp mit langen dunklen Haaren hineinvermengt gewesen wäre und große Hautstücke, was das Ganze noch unappetitlicher machte, hätte man es dafür halten können.

Es war die Leiche einer Frau, die sich in der Nacht zuvor vor den ICE (ca. 200 km/h) geworfen hatte.

Und er erläuterte uns in groben Zügen, wie man selbst an solchen Überresten noch das Geschlecht bestimmen, nach Spuren von Gewaltanwendung suchen konnte, ob vor oder nach dem Eintritt des Todes zugefügt, wie und wo man ausreichend Körperflüssigkeit gewinnt, um zu bestimmen, ob die Frau Drogen nahm, nüchtern war oder betäubt etc.

Danach war mir klar, dass ich nie Gerichtsmediziner werden würde.

Ich nehme an, wenn man an den Realismus einer Fernsehserie glaubt, ist der Realtitätsschock noch viel größer als es meiner war

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Goofos @, Tuesday, 21.12.2010, 05:02 (vor 5504 Tagen) @ Roslin

Es war die Leiche einer Frau, die sich in der Nacht zuvor vor den ICE (ca.
200 km/h) geworfen hatte.

Es könnte aber auch ein ausgeklügelter Mord gewesen sein. Nach meiner Recherche in der Superdatenbank "Larry" des Bundeskriminalamtes nach vergleichbaren Fällen, stelle ich fest es muss sich sogar um einen brutalen Serientäter handeln. ...

Ich glaube so könnte man diese Fernsehserien erklären

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Roslin, Tuesday, 21.12.2010, 05:13 (vor 5504 Tagen) @ Goofos
bearbeitet von Roslin, Tuesday, 21.12.2010, 05:24

Ich glaube so könnte man diese Fernsehserien erklären

Vielleicht eine Anregung, die Arbeitswelt endlich gebührend zu verweiblichen?

Für's Eklige sollte man das grobe Geschlecht einteilen, für's Feinsinnig-Empathische, die intellektuell anspruchsvolle Wimper-Klimper-Recherche und für die Führungsaufgaben (irgendwer muss die Schwanzträger doch in die Hand nehmen) die Pauer-Wumme vom Dienst.

So könnte man Frauen immer weitere Berufsfelder erobern lassen.
Mit ein bißchen Frauengerechtigkeit wird's möglich.

Siehe Berliner Abfallentsorgung: an der Tonne und in der Tonne (Obdachlose suchen gerade jetzt ein warmes Plätzchen!) in überwältigender Mehrheit Männer, das Ganze geleitet von einer Frau.

Oder Norwegen: Frauenquote im Aufsichtsrat der Ölbohrfirmen, aber auf den Plattformen, dort, wo man richtig dreckig wird, schon mal einen Arm oder ein Bein verliert, dort dürfen Männer nach Herzenslust "dominieren", also am Bohrgestänge, wo's bitterhart werden kann, selbst wenn's nicht gerade stürmt und schneit.

Oder Afghanistan.

Warum nicht endlich eine Generalin das Kommando führen lassen?

Männer können ja durchaus weiter 100 % der Zinksargeinlagen stellen.
Das wird ihnen doch niemand streitig machen wollen.

Schon gar keine Gleichstellungsapostolin.

Es geht ja schließlich nur um Gleichstellung der Frau, um frauengerechte Geschlechtergerechtigkeit eben

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Krankenschwester, Tuesday, 21.12.2010, 08:15 (vor 5504 Tagen) @ Roslin

Viel von den Leichen wird nicht gezeigt- nur Schnitte und co.
Man kann sich durch TV zwar dafür begeistern lassen, jedoch kristallisieren sich die Kandidaten raus erst bei den echten Autopsien, auch wenn sie Forensik so faszinierend finden...

Zu Jordan: ja ist sie ;-)

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(Ambrose Gwinnet Bierce)

Ja das sind sie

ajk, Tuesday, 21.12.2010, 11:50 (vor 5504 Tagen) @ FemokratieBlog

Ich habe schon sehr oft gemerkt das Frauen weniger zwischen Realität und Fiktion unterschieden können als Männer.

Sie glauben erstmal alles, man braucht lange um zu erklären das es dort erfunden ist. Darum gibt es auch die Probleme mit "Die Päpstin" und co, die von vielen Frauen für bare Münze gehalten werden. Sie glauben wirklich das es so war, auch wenn dem alles widerspricht. Genauso bei "Da Vinci Code" und ähnlicher Klump.

Das mit dem Realitätssinn hört meistens auf wenn kleine schreiende Babys die Prinzesschen auf den Boden der Tatsachen holen, aber bis dahin sind sie oftmals schlicht Trottel. Wenn man noch bedenkt das viele Frauen nicht zwischen Links und Rechts unterscheiden können - ist zwar auch bei Männern vorhanden, aber nicht so oft.

Ich glaube das die Irrationalität der Frauen dazu dient die Rationalität der Männer zu forcieren - und dennoch eine Komponente des Chaos im Bewusstseinskonstrukt des Menschen zu lassen.

/ajk

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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Garfield, Tuesday, 21.12.2010, 11:56 (vor 5504 Tagen) @ FemokratieBlog

Hallo!

Genau aus diesem Grunde werden wir ja schon seit Jahrzehnten mit Serien und Filmen regelrecht bombardiert, in denen uns ständig hochkompetente Frauen vorgeführt werden. Man will so einen Bewußtseinswandel bei den Frauen bewirken, damit sie sich genau wie die Männer voll in der beruflichen Tretmühle abstrampeln.

Was mir auch auffällt: In US-amerikanischen Filmen, die in der Zukunft spielen, kommt neuerdings häufig eine Präsidentin vor.

Ich denke, daß das bei jungen Mädels auch tatsächlich wirkt. Zumindest bei denen, die noch einigermaßen gute Schulleistungen haben (was dank Frauenbonus ja für sie sowieso einfacher ist). Sie glauben noch an das Märchen von der beruflichen Selbstverwirklichung, und die Jobs, bei denen sogar für sie schon offensichtlich ist, daß da nix mit Selbstverwirklichung ist, wollen sie sich natürlich ersparen.

Wenn sie aber das reale Leben kennenlernen, ändert sich das schon einmal. Dazu kommt, daß sie dann auch bald an einem Punkt sind, an dem sich ihnen die Frage nach Kindern stellt. Wenn sie dann tatsächlich Mütter werden, sorgen meist die Hormone dafür, daß das Kind im Vordergrund bleibt, und schon rutscht der Job entsprechend in den Hintergrund. Später arbeiten sie dann oft nur noch auf Teilzeit oder gar nicht mehr.

Deshalb wird ja nun auch emsig daran gearbeitet, Mütter möglichst dazu zu animieren, schnell wieder arbeiten zu gehen. Das könnten die Firmen am besten selbst tun, indem sie betriebliche Ganztags-Kindergärten einrichten. Manche tun das auch, aber viele scheuen natürlich die Kosten dafür. Es ist doch viel besser, wenn der Staat sich darum kümmert.

Aber diese Propaganda-Serien sind teilweise so plump gemacht, daß sie sogar bei Frauen schlecht ankommen. Viele Frauen nervt es mittlerweile auch, daß ihnen da ständig irgendwelche Superfrauen präsentiert werden, die sie nicht nur im realen Leben nirgends sehen, sondern denen sie sich auch komplett unterlegen fühlen.

Mit einem überlegenen Mann haben die meisten Frauen kein Problem, eher im Gegenteil. Aber eine überlegene Frau wird als übermächtige Konkurrentin gesehen, und das generiert Frust. Zumal diese Superfrauen aus den modernen Märchenfilmen und -serien üblicherweise auch noch körperlich sehr attraktiv und damit wirklich auf allen Gebieten überlegen sind.

Genau das war ja auch der Grund dafür, daß es in Zahncreme-Werbung lange nur Zahnarztfrauen gab, aber nie Zahnärztinnen. Die Zahnärztinnen erzeugten bei Frauen negative Emotionen, und das wollte man vermeiden.

Deshalb werden solche Serien und Filme letztendlich keinen Erfolg haben. Nur manche jungen Mädels können sich zeitweise mit den Heldinnen dieser Serien und Filme identifizieren. Vielen erwachsenen Frauen dagegen fällt das schwer.

Freundliche Grüße
von Garfield

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 21.12.2010, 13:42 (vor 5504 Tagen) @ FemokratieBlog

Eine Ärztin namens Dr. Jordan Cavanaugh aus der Fernsehserie “Crossing
Jordan – Pathologin mit Profil” soll als Vorbild für zukünftige
Abiturientinnen dienen? Die FAZ schreibt dazu, dass gewisse Darstellerinnen
in Amerika schon länger als Vorbild dienen.

Was die FAZ schreibt, ist Käse von vorgestern; weshalb sie nach Amerika blickt, um eine Erscheinung zu beschreiben, die vom Prinzip her längst in der BRD Gang und Gebe ist, bleibt ihr Geheimnis.

Bei uns ist das vermutlich
genauso realitätsfern wie die Serien selber oder wie Frauen, die trotz
angeblicher Frauenpower massenweise Firmen gründen. Andererseits könnte
es durchaus sein, das Mädels tatsächlich glauben, Fernsehen bildet
Realitäten ab - wer weiß das schon so genau.

Frauen hätscheln, ermutigen, überhöhen geht noch viel weiter, als sich in diversen Serien offenbart. Wir wissen doch längst, dass besonders elektronische Medien dazu auserkoren sind, Menschen einer Umerziehung zu unterwerfen, die sie selbst nicht wahr nehmen. Ich staune immer wieder, wie man auch in Reportagen in diesem Sinne lügen kann, ohne die Unwahrheit zu sagen.

Leider fehlt mir jetzt die Zeit ein wenig aus dem Nähkästen zu plaudern, vielleicht ein anderes mal mehr.

© [image]

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Frauen in Fernsehserien sind Vorbilder

jens_, Wednesday, 22.12.2010, 00:13 (vor 5504 Tagen) @ FemokratieBlog

Schavan: “.Wir brauchen mehr Ingenieurinnen, Forscherinnen, Naturwissenschaftlerinnen.”

Und trotzdem studieren die meisten Frauen auch Geisteswissenschaften wie Gender/Diversity, Germanistik oder Kunstgeschichte..

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