Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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jetzt kommen die mütter dran

Robert ⌂, München, Monday, 20.12.2010, 16:56 (vor 5505 Tagen) @ jojo

es gibt seit zwei jahrhunderten bei politikern den traum, der staat könne
die familie zertrümmern, die kindeserziehung ganz in seiune hände nehmen
und männer wie frauen als arbeitskräfte an der produktionsfront
einsetzen.

Richtig.

Aber allen Verschwörungstheorien zum Trotze: ich sehe nicht, wem das nutzen sollte (ausser irgendjemand die Auslebung eines paranoiden "Machttriebs" zu gestatten)? Geld ist ja auch "eigentlich" kein Selbstzweck, sondern nur das Mittel, um sich selbst jeden gewünschten Luxus erfüllen zu können. Auch für die, die alles Geld und alle Macht haben, sollte doch das Leben besser sein, wenn sie es nicht durch viel Aufwand ("Burgen", "Schutzarmeen", "Reichen-Ghettos" etc.) vor den "Underdogs" schützen müssen, oder? "Eigentlich" sollte es doch im Eigeninteresse der "Reichen und Mächtigen" liegen, möglichst viele zufriedene "nicht-so-Reiche" zu haben, oder?

weder der feminismus noch der kampf gegen den feminismus schadet dem
system. solange männlein und weiblein sich gegeneinander ausspielen
lassen, kann es weiterfunktionieren - bis zum demographischen untergang..

Auch richtig.

Ums mal "fernöstlich angehaucht" zu formulieren: Alle Systeme, wo Yin (das "weibliche Prinzip") und Yang (das "männliche Prinzip") nicht ausgeglichen sind, sind krank. Der "Westen" leidete z.Z. an einer "Überdosis Yin".
Gegenmittel ist aber nicht, stattdessen die Männer zu überhöhen, sondern eben der Ausgleich (insofern mag der Feminismus zu irgendeinem früheren Zeitpunkt die nötige Dosis "Yin" gewesen sein, um einen gewissen "Yang"-Überschuss auszugleichen, aber heutzutage ist das überflüssig, wenn nicht sogar schädlich. Vergleichbar vielleicht mit der "Null-Diät", die längst ihren Zweck verloren hat, wenn der (mit 180 Kilo vormals übergewichtige) Patient schon auf 40 Kilo abgemagert ist ...).

PS: ich bin nicht anfällig für "fernöstliche Philosophie", aber die dazugehörige Sprache finde ich treffend, prägnant und gut nachvollziehbar ...

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."


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