"Sie haben uns völlig falsch aufs Studium vorbereitet!"
In der Schule hat man ihr gesagt, es sei wichtig, Zusammenhänge zu verstehen - dann kam unsere Autorin an die Universität. Ein Brief an den Lehrer von einst
Sehr geehrter Herr Bode,
dreieinhalb Jahre ist es nun her, dass Sie mein Lehrer in Geschichte und Deutsch waren. In der Zwischenzeit habe ich ein komplettes Bachelor-Studium absolviert. Ich sehe gerade vor meinem inneren Auge, wie Sie dieses Wort höhnisch als Bätschler ausspucken. Ihr Bart bebt dabei vor Lachen. Aber wissen Sie, man hat da heute ja nicht mehr die Wahl. Auch wenn das Diplom in manchen Bundesländern wieder eingeführt werden soll, mir persönlich hilft das nicht mehr. Ich bin schon durch mit der ganzen Sache.[..]
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/516359
Irritierende Einsichten in ein "Kommunikationswissenschaftsstudium". Ich befürchte, in manch anderem Studienfach wird es nicht besser ablaufen. Das Ende und natürlich die Kommentare sind wie so oft interessant. Gruß
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein
Eigentlich: Bacherlorette
- kein Text -
Du hast mir den Abend versemmelt, ChrisTine
Irritierende Einsichten in ein "Kommunikationswissenschaftsstudium". Ich befürchte, in manch anderem Studienfach wird es nicht besser ablaufen. Das Ende und natürlich die Kommentare sind wie so oft interessant.
Also ich habe Naturwissenschaften studiert.
Wenn ich nun erfahre, wie dünne Bretter an den Unis gebohrt werden, dann befürchte ich, dass unsere Eliten aus lauter Dünnbrettbohrern besteht. Das würde zwar einiges erklären, nimmt mir aber auch die letzte Illusion, dass wir eine Hochkultur sind ..
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Mach mit! http://wikimannia.org
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Du hast mir den Abend versemmelt, ChrisTine
Also ich habe Naturwissenschaften studiert.
Wenn ich nun erfahre, wie dünne Bretter an den Unis gebohrt werden, dann
befürchte ich, dass unsere Eliten aus lauter Dünnbrettbohrern besteht.
Davon kannst du berechtigt ausgehen. Das sind allesamt LaberfachabsolventInnen und JuristInnen.
Das würde zwar einiges erklären, nimmt mir aber auch die letzte Illusion,
dass wir eine Hochkultur sind ..
Wir sind eine Hochkultur trotz dieser TypInnen, allerdings aufgrund deren Wirkens im Niedergang. Wir zehren von der Substanz, wie sie in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert und besonders ab ca. 1870 aufgebaut wurde. Unser Niedergang ist sehr zäh, es gibt viele Widerstände. Vermutlich sind auch deshalb Grüne und andere Linke oft so aggressiv, das kotzt die einfach an
Wir WAREN eine Hochkultur
Wir WAREN eine Hochkultur,
wie Rom einst eine Hochkultur WAR.
Ich finde, Westerwelle hatte mit seinem Einwurf mit der spätrömischen Dekadenz sowas von recht.
Allerdings muss man den Vorwurf als erstes an die Elite selbst stellen, und nicht etwa Sozialtransferempfängern.
Es gilt immer noch: Der Fisch stinkt immer zuerst vom Kopf her. Das sollte auch ein Herr Westerwelle und ein Herr Sarrazin wissen.
Wir zehren von der Substanz ... Unser Niedergang ist sehr zäh ...
Das ist der springende Punkt!
Wir leben von der Substanz, wie auch Rom zuletzt nur noch von seiner Substanz gelebt hatte. Und als die Substanz aufgebraucht war, machte es "plopp" und Rom verschwand lautlos von der Weltbühne. Aber bis zuletzt wollten das die Eliten Roms nicht wahrhaben.
So ist es auch heute. Wer gibt schon offen zu, dass wir nur noch von der Substanz leben?!?? Spätrömische Dekadenz fand ich einen sehr treffenden Ausdruck für diesen Zustand, dafür hat Westerwelle schwer Prügel eingesteckt.
Weil daber die Dekadenz und das Von-der-Substanz-Leben nicht zugegeben werden darf, wird der Niedergang nicht aufzuhalten sein.
Irgendwelchen Migranten oder Moslems die Schuld für den eigenen Niedergang in die Schuhe zu schieben, ist einfach erbärmlich und Teil einer Kultur im Niedergang
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Hä?
Ich weiss ja nicht wo die studiert, aber bei uns ist das Auswendiglernen nur die Basis, man muss es anschliessend in neuen und unbekannten Fällen neu kombinieren und erfolgreich anwenden können - sonst besteht man keine einzige Prüfung.
Man eignet sich durch das Auswendiglernen das Werkzeug an, mit dem man dann was Neues interpretieren und lösen muss. Das Hinterfragen dient dann dazu, dass Verständnis zu vertiefen, nachdem man sich die Grundlagen angeeignet hat und somit fundiert denken kann.
Vielleicht hätte sie auch einfach was Naturwissenschaftliches studieren sollen.
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"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis
Wir WAREN eine Hochkultur
Weil daber die Dekadenz und das Von-der-Substanz-Leben nicht zugegeben
werden darf, wird der Niedergang nicht aufzuhalten sein.
Irgendwelchen Migranten oder Moslems die Schuld für den eigenen
Niedergang in die Schuhe zu schieben, ist einfach erbärmlich und Teil
einer Kultur im Niedergang
die Schuld liegt u.a. bei den Eliten, die den Niedergang beschleunigen,
indem sie ungebildete, nicht-konstruktive oder nicht-integrationswillige Personen einwandern lassen und sich selbst überlassen, während Hochqualifizierte aus dem Land vertreiben werden bzw. sich lieber Länder mit hohen Aufnahmehürden und sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten für Leistungsbereite suchen
Einwanderung
... indem sie ungebildete, nicht-konstruktive oder nicht-integrationswillige Personen einwandern lassen und sich selbst überlassen ...
Das ist allerdings erst ein "Folge"fehler. Der Ausgangs- und Hauptfehler ist, dass sie ein Klima schaffen, dass wir 1/3 zuwenig Nachwuchs haben. Mit der Einwanderungspolitik versucht die Elite mit einem zweiten Fehler den ersten Fehler zu korrigieren.
... während Hochqualifizierte aus dem Land vertreiben werden bzw. sich lieber Länder mit hohen Aufnahmehürden und sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten für Leistungsbereite suchen
Das ist ein weiterer Punkt ..
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Einwanderung
Das ist allerdings erst ein "Folge"fehler. Der Ausgangs- und Hauptfehler
ist, dass sie ein Klima schaffen, dass wir 1/3 zuwenig Nachwuchs haben. Mit
der Einwanderungspolitik versucht die Elite mit einem zweiten Fehler den
ersten Fehler zu korrigieren.
Das ist keine 'Elite', das ist eine Abschaumelite. Und das sind keine 'Fehler', sondern ihr Abschaumprogramm
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![[image]](Info/Img/hans-blueher-1916.gif)
In Deutschland
Studiert sie - das ist das neue tolle Master- und Bachelorsystem. Das selbstständige Hirnen wurde abgeschafft.
Natürlich auch im Hintergrund der Gedanke, das Männer dann weniger Präsenz an den Unis haben. - Frauen kommen mehr wenn sie mehr auswendig lernen können.
/ajk
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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert
In Deutschland
Hallo ajk!
Das war aber ansatzweise auch schon früher so.
Ich war in meiner Schulzeit immer gut in Mathematik, vor allem in den letzten Schuljahren. Mathe war für mich das ideale Fach - ich stand da meist 1,0 und brauchte außer Hausaufgaben rein gar nichts dafür tun.
Da war es aber auch so, daß wir immer viele Aufgaben bekamen. Man mußte dann halt irgendetwas berechnen - und das fand ich sehr interessant. Man konnte also die erlernte Theorie immer sofort auch anwenden.
Dann kam ich (Anfang der 1990er Jahre) an die Uni. Da hatten wir auch Mathe-Vorlesungen. Aber das war jetzt nur noch stumpfes Auswendiglernen. Es gab keine Aufgaben mehr, sondern nur noch Sätze und Lemmas, die man in Klausuren möglichst wortgetreu wiederzugeben hatte. Das war für mich dermaßen öde und langweilig, daß ich da mit Mühe und Not gerade mal den Schein geschafft habe.
Sowas ist für Dozenten eben bequemer. Ob das neue Bachelor/Master-System das noch begünstigt, kann ich schlecht beurteilen, aber ich kann es mir gut vorstellen.
Freundliche Grüße
von Garfield