Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

Informator, Sunday, 19.12.2010, 16:21 (vor 5506 Tagen)

[img|right]http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRUixp7DqkC-BfxMe0nJ4dHWM0r3fPcfeLQact4cmNQ4A45YJb9fg[/img]

Selbst in der Wikimannia findet sich kein Hinweis darauf, dabei ist es leicht zu finden:

Die Figur, welche wir im Schachspiel "Dame" nennen, ist in Wirklichkeit Premierminister, Ministerpräsident oder Kanzler, jedenfalls der Zweite gleich nach dem König (pers. Schah), auf Arabisch: Wesir.

Die Geschlechtsumwandlung ist wohl zur Zeit des mittelalterlichen Minnesangs erfolgt und läßt sich - mit Mühe - stützen durch das Beispiel der Jeanne d'Arc, einem christlichen Bauernmädchen, das sich tatsächlich militärisch ausgezeichnet hat. Aber mit dem Ursprung des Schachspiels hat das natürlich nichts zu tun.

Das Schachspiel ist ein Kriegsspiel. Es müßte schon ein Krieg der Amazonen sein, wenn die höchsten Offiziere weiblich sind!

Wenn wir Männlichkeit wieder aufwerten wollen - ich weiß, einige Pseudonyme hier möchten nicht mitgemeint sein, gerne! -, dann sollten wir die stärkste Figur im Schachspiel wieder beim Namen nennen. Ich tue das schon mal bei jeder Gelegenheit.

Es scheint, daß in der obigen Abbildung dem ursprünglichen Verständnis Rechnung getragen worden ist. Zwar hat die vordere Figur eine Art Dekolleté, aber das Gesicht ist bärtig und eindeutig männlich. Das ist bei Vergrößerung erkennbar.

trel

Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

DvB, Sunday, 19.12.2010, 18:05 (vor 5506 Tagen) @ Informator

Wenn wir Männlichkeit wieder aufwerten wollen - ich weiß, einige
Pseudonyme hier möchten nicht mitgemeint sein, gerne! -, dann sollten wir
die stärkste Figur im Schachspiel wieder beim Namen nennen. Ich tue das
schon mal bei jeder Gelegenheit.

Auch wenn Du in der Sache sicherlich rechthast, kannst Du Männlichkeit schlecht aufwerten, indem Du - ganz weiblich, ganz antitranszendent - allen Ernstes solchen kleinlich-lächerlichen Kackscheiß verfolgst

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

Flint ⌂, Sunday, 19.12.2010, 18:55 (vor 5506 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Sunday, 19.12.2010, 19:00

Auch wenn Du in der Sache sicherlich rechthast, kannst Du Männlichkeit
schlecht aufwerten, indem Du - ganz weiblich, ganz antitranszendent - allen
Ernstes solchen kleinlich-lächerlichen Kackscheiß verfolgst

Das sehe ich nicht so. Es fängt bei den sogenannten "Kleinigkeiten" an.

Transzendenz dorthin wo sie hingehört...

Ein Profi ist in keinem Punkt dilettantisch.

Flint

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

DvB, Monday, 20.12.2010, 07:22 (vor 5505 Tagen) @ Flint

Das sehe ich nicht so. Es fängt bei den sogenannten "Kleinigkeiten" an.

Ja und nein. Ich seh da einen Unterschied zwischen Kleinigkeiten und Kleinkariertheiten. Oder einen Unterschied zwischen Perfektionismus und Kniefieselei

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

Flint ⌂, Monday, 20.12.2010, 09:58 (vor 5505 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Monday, 20.12.2010, 10:02

Ja und nein. Ich seh da einen Unterschied zwischen Kleinigkeiten und
Kleinkariertheiten. Oder einen Unterschied zwischen Perfektionismus und
Kniefieselei

Das „Gewusst-wie“ der Anwendung macht die Funktionsfähigkeit aus.

Sich über die Maßen damit zu beschäftigen, warum diese Schachfigur "Dame" heißt wo sie doch die schlagkräftigste Figur ist, ist sicher nicht angezeigt. Auf der anderen Seite finde ich schon, daß es sich lohnt, dem mal nachzugehen und ggf. zu korrigieren.

Daß, was früher -als die Zustände noch normal waren- stillschweigend akzeptiert und hingenommen/angenommen wurde, wird jetzt eben nicht mehr einfach so unhinterfragt akzeptiert, und das ist gut so.

Für mich waren früher gewisse Dinge selbstverständlich, die das heute nicht mehr sind, im Gegenteil, im Gegenteil! Ich werde ebenfalls immer "kleinlicher" und "genauer".

Ein Verräter wird von mir nicht wie ein Integerer behandelt. Beim Verräter bin ich äußerst "kleinlich" und kritisch. Bei dem Integeren lasse ich Fünfe auch mal Gerade sein.

Flint

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

DvB, Monday, 20.12.2010, 13:16 (vor 5505 Tagen) @ Flint

Sich über die Maßen damit zu beschäftigen, warum diese
Schachfigur "Dame" heißt wo sie doch die schlagkräftigste Figur ist, ist
sicher nicht angezeigt. Auf der anderen Seite finde ich schon, daß
es sich lohnt, dem mal nachzugehen und ggf. zu korrigieren.

Na schön. Vielleicht unter ferner liefen. Aber wenn Du einen Saustall aufzuräumen hast, fängst Du doch auch nicht mit der allerunwichtigsten Kleinigkeit an und erzählst in der Dorfkneipe, daß Du da noch Staub wischen willst oder sowas. Das wäre, hm... seltsam

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Es geht um die Definitionshoheit. Sprachsexismus als polit. Programm.

Informator, Monday, 20.12.2010, 13:30 (vor 5505 Tagen) @ DvB

wenn Du einen Saustall
aufzuräumen hast, fängst Du doch auch nicht mit der allerunwichtigsten
Kleinigkeit an

DvB, du verrennst dich in starrsinniger Beharrung auf ein Argument, das einfach keinen Bestand hat.

Warum wurde die deutsche Sprache sexistisch neu gestaltet?

Warum heißt es jetzt "Studierende" statt "Studenten", und warum regen wir uns darüber auf? Eben, weil es in Wahrheit keine Kleinigkeiten sind! Orwell hat seinem Buch "1984" ein ganzes Kapitel über die "Neusprache" beigefügt. Die Neusprache besteht aus unzähligen solcher Kleinigkeiten, die teilweise auf dem ersten Blick gar nicht auffallen.

Warum wollen Feministinnen das Wort "Mutter" verbieten lassen? Das wirkt zunächst lächerlich, aber es wird soweit kommen, und dann bleibt es für Jahrzehnte auch so!

Nein, definitiv, es sind keine Kleinigkeiten, um die es hier geht!

trel

Es geht um die Definitionshoheit. Sprachsexismus als polit. Programm.

DvB, Monday, 20.12.2010, 17:07 (vor 5505 Tagen) @ Informator

Trel, die Dame in dem Schachspiel ist keine von den femanzischen Umbenennungen. Die ist etwas, das kulturell gewachsen ist. Wohl nicht gerade das gelungenste Kulturelement, das mag sein. Und man kann es vielleicht mal ändern, mag auch sein. Da gibt es in unserer Kultur wesentlich Schwerwiegenderes. Z.B. heißt es bei uns die Sonne und der Mond - seit Jahrtausenden! Obwohl es in jeder anderen arischen Sprache der Sonne und die Mond heißt. Was sagst Du dazu? Ist es nicht die pure Zumutung, die Sonne als etwas Weibliches anzusehen? Ist Dein Sonnenmessias gar auch ein Weib?

Nein, wir können nicht plötzlich komplett am Rad drehen, weil ein paar SpinnerInnen Kasperletheater spielen. Und die orwellsche Sprachgenderung ist nunmal was völlig anderes, als ein paar seltsame Dinge in unserer Kultur, die Du mit heutigem Blick mißtrauisch beäugst. Ich möchte sagen, wir stehen viel zu sehr unter dem Eindruck dieser heutigen Entartung, um das mit ruhiger Seele und überhaupt richtig beurteilen zu können. Deswegen bleibt das hübsch konserviert und da geht mir keiner dran, bevor nicht die eigentliche Seuche beseitigt ist! Ich glaube ganz und gar nicht, daß ich mich da verrenne. - Du verrennst Dich!

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Es geht um die Definitionshoheit. Sprachsexismus als polit. Programm.

Informator, Monday, 20.12.2010, 17:58 (vor 5505 Tagen) @ DvB

Deswegen bleibt das hübsch konserviert und da geht mir keiner dran, bevor
nicht die eigentliche Seuche beseitigt ist!

Ich habe ja nicht zu einer Kampagne aufgerufen.

Mache es also jeder, wie er will. Genauso, wie ich meine Briefe grundsätzlich mit "Sehr geehrte Herren und Damen" beginne, so benenne ich die Schachfiguren so, wie ich es für richtig halte.

Und du machst es eben anders. Jeder nach seiner Facon!

Gruß
trel

Was heißt denn "anti-transzendent" ?

Informator, Sunday, 19.12.2010, 19:52 (vor 5506 Tagen) @ DvB

Auch wenn Du in der Sache sicherlich rechthast, kannst Du Männlichkeit
schlecht aufwerten, indem Du - ganz weiblich, ganz antitranszendent - allen
Ernstes solchen kleinlich-lächerlichen Kackscheiß verfolgst

Du kannst alles behaupten, aber Männer sollten auch begründen.

Insbesondere erklär mir doch mal, was du in diesem Zusammenhang mit "antitranszendent" sagen willst. Traszendent heißt: übersteigend, anti heißt: gegen. Was ist nun an meinem Korrekturbemühen gegen-übersteigend? Ich übersteige doch gerade das unreflektierte Bewußtsein, indem ich auf den geschichtlichen Hintergrund und ursprünglichen Sinn des Schachspiels verweise.

Nein, ich glaube einem sicheres Gefühl zu folgen, wenn ich feststelle, daß der mächtigste Offizier im Schachspiel keine Frau sein kann. Ich frage mich, was der in der Männerbewegung sucht, dem das gesunde Gefühl für männlich und weiblich ermangelt, bzw. der behauptet, ich würde hier "kleinlich-lächerlichen Kackscheiß" verfolgen.

Sei mir nicht böse, aber ich nehme eben nicht gerne ein Blatt vor dem Mund. Und wenn ich damit eine 100-köpfige feministische Meute gegen mich aufbringen sollte - ich sage, was Sache ist, und ich bin in der Lage, es zu begründen, ohne dabei ausfallend zu werden.

Gruß
trel

Was heißt denn "anti-transzendent" ?

DvB, Sunday, 19.12.2010, 21:06 (vor 5506 Tagen) @ Informator

Insbesondere erklär mir doch mal, was du in diesem Zusammenhang mit
"antitranszendent" sagen willst. Traszendent heißt: übersteigend,
anti heißt: gegen. Was ist nun an meinem Korrekturbemühen
gegen-übersteigend? Ich übersteige doch gerade das unreflektierte
Bewußtsein, indem ich auf den geschichtlichen Hintergrund und
ursprünglichen Sinn des Schachspiels verweise.

Transzendenz ist auf das Höhere gerichtet. Deine Spielfigurenänderung auf eine Banalität.

Nein, ich glaube einem sicheres Gefühl zu folgen, wenn ich feststelle,
daß der mächtigste Offizier im Schachspiel keine Frau sein kann. Ich
frage mich, was der in der Männerbewegung sucht, dem das gesunde Gefühl
für männlich und weiblich ermangelt, bzw. der behauptet, ich würde hier
"kleinlich-lächerlichen Kackscheiß" verfolgen.

Es ist kleinlich-lächerlicher Kackscheiß. Etwa so, wie wenn die GrünInnen jammern, bei phöse Killerspielen müsse doch blaue Ersatzflüssigkeit statt Blut spritzen. Wohlgemerkt: das wäre eine Änderung in die unrealistische Richtung - Deine eine in die realistische Richtung. Aber das ist eben garnicht der Punkt, weil man sich schon ob der Belanglosigkeit an den Kopf fassen muß.

Es ist auch nicht so, als ob die jahrhundertelange Dame im Spiel etwa irgendwie zur Verweibung des Mannes beigetragen hätte. Männer waren prima Männer die ganze Zeit. Und jetzt, wo sie es nicht sind, sondern gestörte Fluffis, ausgerechnet jetzt fällt Dir ein, daß doch die Dame in dem Schachspiel geändert werden soll. Das ist doch vollkommen behindert und geht total an unseren Problemen vorbei.

Es ist ein einfach mit aller "Gewalt" (nicht im männlichen, sondern im unmännlichen, logikvergewaltigenden Sinne) umgedrehtes Weiberkaspertheater, eine Äffung. Wenn Du meinst, es sei ein Zeichen von gesundem Gefühl, sich mit so einer kleinkarierten Scheiße zu befassen, kann ich einfach nur fassungslos den Kopf schütteln

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Spielst du Schach ? ich habe meine Schachcomputerin definitiv besiegt!

Informator, Sunday, 19.12.2010, 21:18 (vor 5506 Tagen) @ DvB

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Wenn Du meinst, es sei ein Zeichen von
gesundem Gefühl, sich mit so einer kleinkarierten Scheiße zu befassen,
kann ich einfach nur fassungslos mit dem Kopf schüteln

Du läßt dich nicht davon abbringen. Nun gut. Vielleicht spielst du auch nicht gerne Schach.

In diesem Zusammenhang möchte ich mitteilen - es ist off-topic, aber auch Sonntag -, daß es mir letzte Nacht nach 101 Tagen gelungen ist, meine Schachcomputerin definitiv schachmatt zu setzen. Nein, kaputt ist sie nicht, nur einfallslos und mechanisiert. Hat man einmal gewonnen und sich die richtige Zugfolge eingeprägt - das ist das eigentliche Problem -, dann hat die Computerin keine Chance mehr. Sie stellt nämlich immer dieselben Berechnungen an.

Das Bild oben ist aufgenommen nach meinem 15. Zug (weiß). Im 16. Zug ziehe ich den General ein Feld nach links oben, und dann ist Schluß mit lustig. Den gegnerischen General - wahrscheinlich eine Dame - habe ich schon einen Zug zuvor aus dem Feld geschlagen.

Gruß
trel

Spielst du Schach ? ich habe meine Schachcomputerin definitiv besiegt!

Flint ⌂, Monday, 20.12.2010, 02:52 (vor 5505 Tagen) @ Informator

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In diesem Zusammenhang möchte ich mitteilen - es ist off-topic, aber auch
Sonntag -, daß es mir letzte Nacht nach 101 Tagen gelungen ist, meine
Schachcomputerin definitiv schachmatt zu setzen. Nein, kaputt ist sie
nicht, nur einfallslos und mechanisiert. Hat man einmal gewonnen und sich
die richtige Zugfolge eingeprägt - das ist das eigentliche Problem -, dann
hat die Computerin keine Chance mehr. Sie stellt nämlich immer dieselben
Berechnungen an.

Das Bild oben ist aufgenommen nach meinem 15. Zug (weiß). Im 16. Zug
ziehe ich den General ein Feld nach links oben, und dann ist Schluß mit
lustig. Den gegnerischen General - wahrscheinlich eine Dame - habe ich
schon einen Zug zuvor aus dem Feld geschlagen.

Was für einen Schachcomputer hast Du denn?

Den Mephisto Supermini kannst Du vielleicht noch auf Stufe 8 schlagen.

Wenn es aber größere Geräte sind, dürfte es schwierig werden.

Ich zitiere: "Da PC-Schachprogramme heutzutage 99,9 % der Weltbevölkerung mühelos schlagen..." weiter --> Schachmuseum

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Spielst du Schach ? ich habe meine Schachcomputerin definitiv besiegt!

Informator, Monday, 20.12.2010, 04:24 (vor 5505 Tagen) @ Flint

Was für einen Schachcomputer hast Du denn?

Brutal Chess 0.5.2, Stufe Medium (könnte ich also auch höherstellen).

Verglichen mit dem Schachcomputer im Betriebssystem Windows7 scheint er seinem Namen Ehre zu machen, d.h. er geht sehr offensiv vor, versucht so schnell wie möglich zu schlagen und opfert dabei rücksichtslos eigene Figuren. Aber das gefällt mir.

Mephisto
Supermini
kannst Du vielleicht noch auf Stufe 8 schlagen.

Danke, da kommt eine neue Aufgabe auf mich zu.

Gruß
trel

Spielst du Schach ? ich habe meine Schachcomputerin definitiv besiegt!

DvB, Monday, 20.12.2010, 07:07 (vor 5505 Tagen) @ Informator

Vielleicht spielst du auch
nicht gerne Schach.

Na, so für den Hausgebrauch - gelegentlich. Ein Schachprogramm hab ich auch schon geschlagen. Aber frag mich nicht, wie das hieß - das war noch unter DOS. Gegen eine Maschine zu spielen, macht mir aber keinen Spaß. Ich will meinen Gegner jammern hören, wenn er einen wichtigen Offizier verliert. :D

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So ist er halt: "weil man sich schon ob der Belanglosigkeit an den Kopf fassen muß"

Info, Sunday, 19.12.2010, 23:47 (vor 5506 Tagen) @ DvB

- kein Text -

Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

Flint ⌂, Sunday, 19.12.2010, 18:51 (vor 5506 Tagen) @ Informator

Richtig. Die Dame gab es früher überhaupt nicht. Der Läufer war ein Kampfelefant. Der Schlitz beim heutigen Läufer ist der Rest der Stoßzähne. Der Turm war ein Kampfwagen (Die Zinnen sind das Überbleibsel der Rückwand mit dem Helm des Kriegers [von hinten betrachtet] usw.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Schachspiels

Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Chaturanga

Flint

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Sexismus unerkannt: Die "Dame" im Schach ist gar keine Dame !

Jaeger, Sunday, 19.12.2010, 20:44 (vor 5506 Tagen) @ Informator

Die Geschlechtsumwandlung ist wohl zur Zeit des mittelalterlichen
Minnesangs erfolgt und läßt sich - mit Mühe - stützen durch das
Beispiel der Jeanne d'Arc, einem christlichen Bauernmädchen, das sich
tatsächlich militärisch ausgezeichnet hat. Aber mit dem Ursprung des
Schachspiels hat das natürlich nichts zu tun.

Militärisch ausgezeichnet?? Jeanne d'Arc war nie Teil der kämpfende Truppe, das ist ein Mythos. Vielmehr war sie der Garant für die moralische Festigkeit der Truppe. Am Rande des Schlachtfeldes, in sicherer Entfernung zu den englischen Truppen, unterstützte sie das französische Heer durch ihre Gebete. Trotzdem wurde sie währen einer Schlacht von einem englischen Pfeil an der Schulter getroffen, sie verließ das Schlachtfeld aber nicht, wofür ihr Anerkennung zu Teil wurde.

Die kämpfende Jeanne d'Arc, die an forderster Front, das Schwert schwingend, gegen die Engländer kämpft, hat mehr mit Hollywood als der Realität zu tun.

Jeanne d'Arc

Informator, Sunday, 19.12.2010, 20:54 (vor 5506 Tagen) @ Jaeger

Die kämpfende Jeanne d'Arc, die an forderster Front, das Schwert
schwingend, gegen die Engländer kämpft, hat mehr mit Hollywood als der
Realität zu tun.

Das bestätigt ja nur, was ich sage.

Vgl. hierzu den Wikipedia-Artikel Dame (Schach):

Aufgrund der ähnlichen Aussprache von Fers zum französischen „vierge“ (Jungfrau) sowie der räumlichen Nähe zur Figur des Königs, bürgerte sich der Begriff Dame oder Königin ein. Um 1490 setze sich die heutige Zugweise dieser Figur durch. Vorbild für die Verstärkung der Figur war möglicherweise Jeanne d’Arc.

Anders gesagt: Alles spricht dagegen, daß die Bezeichnung "Dame" im Ursprung begründet sei.

In der hiermit vollzogenen Geschlechtsumwandlung spiegelt sich also nur die zunehmende Dekadenz der europäischen Kultur.

Gruß
trel

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