Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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jetzt kommen die mütter dran

jojo, Saturday, 18.12.2010, 12:29 (vor 5507 Tagen)

es gibt seit zwei jahrhunderten bei politikern den traum, der staat könne die familie zertrümmern, die kindeserziehung ganz in seiune hände nehmen und männer wie frauen als arbeitskräfte an der produktionsfront einsetzen.

viel hat der staat schon erreicht. er dient dabei aber nicht - wie es zur zeit aussieht - wirklich den frauen und müttern, er setzt diese und den feminismus ein, um den klassischen schlussstein der familie, den vater, aus dieser herauszubrechen. was übrig bleibt, ist bekannt. den fragmentierten restrfamilien die kinder wegzunehmen wird leichter werden, dass daraufhin gearbeitet wird, ist offensichtlich.

stand der dinge: immer mehr väter sind unterhaltssklaven für eine familie, mit der sie keinen kontakt haben dürfen. nach den vätern kommen nun langsam die mütter dran. den frauen wird eingeredet, es sei "emanzipation", sich und seine zeit an arbeitgeber zu verkaufen. hartz iv beinhaltet die noch nicht vollständig ausgeschöpfte möglichkeit zur zwangsarbeit auch für mütter. kinderkrippen sind im aufbau, die frauen dazu "befreien" sollen, in die lohnarbeit gezwungen werden zu können. der strukturelle lohnabstand zwischen männern und frauen wird dabei zur allgemeinen lohnangleichung nach unten genutzt werden - da ein gewisser lohnabstand bleiben wird allein wegen schwangerschaftsausfällen, ist die bewegung nach unten endlos fortsetzbar. quotenfrauen dienen dazu, den sklavinnen königinnen zu zeigen, mit denen sie sich identifizieren können, um ihrem schicksal sinn abzugewinnen - es geht nicht um frauen "oben", sondern um die motivation der möglichst billigen arbeitskaft "unten". krippen und jugendamt werden nach und nach den nachwuchs übernehmen und "richtig" erziehen. der sionn "gendergerechter" erziehung: eigenschaften, die auf späteres rebellisches oder auch nur originelles verhalten schließen lassen könnten, werden mit allen mitteln unterdrückt - vom chemieeinsatz bis zu lebenszerstörungseinrichtunngen (sonderschulen, heime). die hochgelobten "weiblichen" eigenschaften sind systemschützende angepasstheit und willigkeit.

jedes system hat seine blinden flecken. in diesem fall drei:

1. die bekannte demographische situation. warum unter diesen umständen noch kinder kriegen?

2. zwei jahrhunderte verbrauch von männern in den schlünden der industrie haben diese verändert. produktion funktioniert heute anders, man braucht eigentlich das heer von arbeitssklaven nicht mehr, für das diese vision entwickelt wurde. ihre umsetzung kommt ökonomisch zu spät - überdeckt aber die im system inhärente verteilungsfrage: der gesamtgesellschaftliche reichtum wird immer größer, ohne dass alle davon proportional gerecht abbekommen (ich will hier nicht über "gerechten lohn" diskutieren, arbeitslohn im billigbereich, der 40 h arbeitende zu bittstellern beim amt macht, kann aber kaum noch "gerecht" sein und ist auch, nimmt man die dadurch verursachten verwaltungskosten hinzu, volkswirtschaftlicher schwachsinn. schützt aber die hierarchie). die sklaven werden, um sie ruhig halten zu können, eingesetzt in zunehmend unpropduktiven und sinnlosen bereichen (praktika in der "dienstleistungsgesellschaft" etc., von zwangsabgaben finanzierte medien mit ihrem heer an feischaffenden akademikern auf materiellem prekariatsniveau).

3. immer mehr männer machen nicht mehr mit - sie sehen den preis, den ihr geschlecht über zwei jahrhunderte bezahlt hat und sehen, dass es dank so schöner dinge wie der erhöhten erwerbsobliegenheit immer schlimmer wird. die feministische verbrämung des systemns und die tatsache, dass mit dieser tatsächlich in den privatleben geschlechterkrieg gefördert wird, bringt freilich die gefahr mit sich, dass sie über dem nur vordergründigen staatsfeminismus die grundlegenderen strukturen übersehen.

weder der feminismus noch der kampf gegen den feminismus schadet dem system. solange männlein und weiblein sich gegeneinander ausspielen lassen, kann es weiterfunktionieren - bis zum demographischen untergang..

jetzt kommen die mütter dran

Cardillac, Saturday, 18.12.2010, 16:10 (vor 5507 Tagen) @ jojo

Bravo! Bleib an dem Thema dran, Jojo!

OT: Groß- und Kleinschreibung kostet nichts; kwT

__V__, Bavaria, Saturday, 18.12.2010, 19:14 (vor 5507 Tagen) @ jojo

- kein Text -

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Antifeminismus [image]
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jetzt kommen die mütter dran

Robert ⌂, München, Monday, 20.12.2010, 16:56 (vor 5505 Tagen) @ jojo

es gibt seit zwei jahrhunderten bei politikern den traum, der staat könne
die familie zertrümmern, die kindeserziehung ganz in seiune hände nehmen
und männer wie frauen als arbeitskräfte an der produktionsfront
einsetzen.

Richtig.

Aber allen Verschwörungstheorien zum Trotze: ich sehe nicht, wem das nutzen sollte (ausser irgendjemand die Auslebung eines paranoiden "Machttriebs" zu gestatten)? Geld ist ja auch "eigentlich" kein Selbstzweck, sondern nur das Mittel, um sich selbst jeden gewünschten Luxus erfüllen zu können. Auch für die, die alles Geld und alle Macht haben, sollte doch das Leben besser sein, wenn sie es nicht durch viel Aufwand ("Burgen", "Schutzarmeen", "Reichen-Ghettos" etc.) vor den "Underdogs" schützen müssen, oder? "Eigentlich" sollte es doch im Eigeninteresse der "Reichen und Mächtigen" liegen, möglichst viele zufriedene "nicht-so-Reiche" zu haben, oder?

weder der feminismus noch der kampf gegen den feminismus schadet dem
system. solange männlein und weiblein sich gegeneinander ausspielen
lassen, kann es weiterfunktionieren - bis zum demographischen untergang..

Auch richtig.

Ums mal "fernöstlich angehaucht" zu formulieren: Alle Systeme, wo Yin (das "weibliche Prinzip") und Yang (das "männliche Prinzip") nicht ausgeglichen sind, sind krank. Der "Westen" leidete z.Z. an einer "Überdosis Yin".
Gegenmittel ist aber nicht, stattdessen die Männer zu überhöhen, sondern eben der Ausgleich (insofern mag der Feminismus zu irgendeinem früheren Zeitpunkt die nötige Dosis "Yin" gewesen sein, um einen gewissen "Yang"-Überschuss auszugleichen, aber heutzutage ist das überflüssig, wenn nicht sogar schädlich. Vergleichbar vielleicht mit der "Null-Diät", die längst ihren Zweck verloren hat, wenn der (mit 180 Kilo vormals übergewichtige) Patient schon auf 40 Kilo abgemagert ist ...).

PS: ich bin nicht anfällig für "fernöstliche Philosophie", aber die dazugehörige Sprache finde ich treffend, prägnant und gut nachvollziehbar ...

Robert

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Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

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