Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Zum Einschlafen...

Sven ⌂, Wolfsburg, Friday, 17.12.2010, 10:48 (vor 5508 Tagen) @ delta

Mit unseren neuen Werbespots möchten wir unterhalten und zum Schmunzeln
animieren. Jedoch niemanden vor den Kopf stoßen oder persönlich
angreifen.

Standardbegründung. Schmunzeln im Sinne der Ironie kann man nur, wenn entsprechende gesellschaftliche Stabilität vorherrscht. In einem seit Jahrzehnten laufenden Geschlechterkrieg gegen alles Männliche kann davon jedoch keine Rede sein. Und das weiß auch Ültje, denn das ist gerade der Grund, warum sie solche Spots schalten: Weil sie darauf bauen, dass der Feminismus die Männer so weich geklopft hat, dass sie dagegen nicht aufbegehren.

Die beiden Situationen in unseren Spots sind bestimmt schon mal
im normalen Leben vorgekommen und sind von daher erst einmal nichts
Außergewöhnliches.

"Bestimmt schon mal" ist reichlich unbestimmt. Menschen haben sich "bestimmt schon mal" gegenseitig umgebracht. Ist das demnach jetzt auch nichts außergewöhnliches und kann in Werbung untergebracht werden? Kindergarten.

Sicherlich polarisieren diese Situationen bzw. diese
Art der Werbung. Das ist uns jetzt noch stärker bewusst geworden. Ihre
email ist daher sehr wertvoll für uns.

Die Polarisierung war von Ültje beabsichtigt: Heuchler.

Natürlich hätten wir uns mehr über eine positive Kritik zu unseren
neuen Spots gefreut. Vor allem, wenn Sie die Spots als eher ironisch oder
„nicht ganz ernst zunehmen“ eingestuft hätten.

Wünschen kann man sich viel, ist ja bald Weihnachten. Reaktionen haben hingegen vielmehr eine Ursache. Und diese ist einfach und lässt sich nicht "anderswünschen".

Für unser neues Produkt "ültje Rice Crispers" haben wir nach einer
Kommunikationsform gesucht, die die Produkteigenschaften auf besondere Art
und Weise widerspiegelt. Wir bewerben hier teigummantelte Erdnüsse in
einem locker, luftigen Reismantel - wie die junge Frau in den Spots:
"Außen zart - innen hart."

Substanzloses Marketinggequatsche. Das interessiert vielleicht die Kollegen von der Powerpoint-Front, aber nicht den Kunden. "Kommunikationsform" riecht darüber hinaus ziemlich weiblich.

Schade, dass wir dieses Mal mit unserer Kommunikation nicht Ihren
Geschmack getroffen haben. Wir hoffen aber, dass sie deswegen keinen
großen Bogen um unsere Produkte machen. Bei der nächsten Kampagne hoffen
wir, Ihnen wieder gerecht zu werden.

Die nächste Kampagne interessiert uns überhaupt nicht mehr. Unzufriedene Kunden kann man besänftigen, aber Kunden, die man durch Aktion und eine Reaktion, die nur aus "Wünschen und Hoffen" besteht, verprellt hat, die kaufen künftig schlichtweg andere Produkte.

Gruß,

Sven


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