Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Eigentümlich frei -"Podiumsdiskussion zum Gleichbehandlungsgesetz"

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Friday, 17.12.2010, 00:56 (vor 5509 Tagen)

Vorhin im ef-magazin.de gefunden:

"Unzumutbarer Eingriff in die Freiheit der Bürger oder angemessener Schutz?"

.. Die hauptberuflich im Antidiskriminierungsbusiness tätige Geschäftsführerin der „Menschenrechtsorganisation“ Zara sah durch die Novelle ausschließlich Vorteile verwirklicht. „Es gibt ein Recht auf Nichtdiskriminierung“

Ah, ja, wir meinen damit aber nicht die positive Diskriminierung, nehme ich an.

.. Einigkeit herrschte unter den Diskutanten hinsichtlich der Art und Weise, wie das Gesetz „klammheimlich“ durchs Parlament gepeitscht werde – ohne zuvor eine breite Debatte darüber abzuführen.

Das ist wohl nicht nur in Österreich so. Stichwort für D: "Gender Mainstreaming".

Nach den durchgängig negativen Bewertungen des Gesetzes ...

u.s.w. Lest es einfach mal selbst, es gab immerhin einen Befürworter in Österreich: http://ef-magazin.de/2010/12/14/2742-wien-podiumsdiskussion-zum-gleichbehandlungsgesetz

Warum fällt dazu nur noch das Wort Minderheitenterror(istInnen) ein.
Was meint die neutrale Schweiz dazu?

Leser

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Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)

Eigentümlich frei -"Podiumsdiskussion zum Gleichbehandlungsgesetz"

Pööhser Frauenfeind, Friday, 17.12.2010, 12:28 (vor 5508 Tagen) @ Leser

Warum fällt dazu nur noch das Wort Minderheitenterror(istInnen) ein.
Was meint die neutrale Schweiz dazu?

Leser

Das ist wohl nicht nur in Österreich so. Stichwort für D: "Gender
Mainstreaming".

Warum fällt dazu nur noch das Wort Minderheitenterror(istInnen) ein.
Was meint die neutrale Schweiz dazu?

Was die neutrale Schweiz denkt ? Genau so wie in der BRD und Oesterreich hat auch in der Schweiz nie eine breite öffentliche Debatte über GM stattgefunden. Darum wird so gut wie gar nicht darüber nachgedacht. Eine Mehrheit wüsste mit dem Begriff "Gender Mainstreaming" gar nichts anzufangen.

Nach wie vor glaubt die Mehrheit, dass Gleichstellungspolitik mehr Gerechtigkeit schaffe und lediglich ein anderes Wort für Gleichberechtigung sei, und die Mehrheit hat sich nie darüber Gedanken gemacht, dass Gleichstellung und Gleichberechtigung unvereinbar sind. Aufklärung tut Not.

Noch ist es so, dass die Institutionaliserung des Genderismus in der Schweiz nicht ganz so weit fortgeschritten ist wie in der BRD und Oesterreich. Das liegt daran, dass in der Schweiz noch das Referendum als direktdemokratisches Machtmittel dem Bürger zur Verfügung steht und deshalb nicht jeder Schrott so einfach mal "top down implementiert" werden kann. Doch wie lange noch ? Die EU als totalitärer, antidemokratischer und zentralistischer Moloch duldet kein Land in seinem Herzen, welches sein eigenes Recht - welches im Gegensatz zur EU durch Volksentscheide legitimiert wurde - dem EU-Recht vorzieht. Es darf da keine Alternative geben.

So verlangt die EU seit kurzem, dass die Schweiz EU-Recht automatisch übernehmen soll ! Man stelle sich das einmal vor: Einem Land, dass nicht zur EU gehört - weil es eine klare Mehrheit der Bürger nicht will - soll solange unter Druck gesetzt werden, bis EU-Recht aufgezwungen ist.

Erinnert ein solches "Rechtsverständnis" nicht an die Sowjetunion und ihre Satellitenstaaten an der Peripherie, welche sich dem Machtanspruch der Sowjets beugen mussten ?

Auf Dauer wird die Schweiz dem wirtschaftlichen und politischen Druck nicht standhalten können. Meine Hoffnungen liegen auch nicht bei der sogenannten Elite der EU-Staaten, sondern bei der wachsenden Anzahl kritischer Bürger, welche in Opposition zu ihren Regierungen stehen und ihre demokratischen Rechte zurückfordern.

Dass Gender Mainstreaming derart breit und umfassend top down implementiert (offizielle GM-Strategie) wird ist nur deshalb möglich, weil eine demokratische Legitimation in der EU gar nicht nötig ist.

PF

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