Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Es ist so widerlich!

Prometheus, Luxemburg, Wednesday, 15.12.2010, 22:04 (vor 5509 Tagen) @ Sozial ist was Menschsein ermöglicht


Solange der kollektive Zwang zum Geldverdienen besteht, und Menschen sich
diesem zwecks grundlegender Existenzsicherung unterwerfen müssen, solange
sind die Worte "Entscheidungsfreiheit" und "Individualismus" nur hohle
Phrasen!

Wir leben in einer Welt, in der Ressourcen nicht einfach so vom Himmel fallen, nicht einmal dann, wenn du ganz kräftig mit dem Fuß aufstampfst und dabei schmollst. All die schönen Dinge, die sich um dich herum befinden, mussten von jemandem erarbeitet werden. Nur durch Arbeit ist ein Überleben möglich. Die Freiheit, wie du dir sie vorstellst, also die Freiheit von Sachzwängen, kann es nicht geben. Sie zu fordern ist ein Zeichen von Unreife.

Zur Existenzsicherung wird also immer jemand arbeiten müssen. Wenn du jetzt forderst, dass das für dich nicht gelten sollte, dann bedeutet das nichts anderes, als dass jemand anders für dich mit arbeiten muss.

Was das Geld betrifft: niemand zwingt dich dazu, es zu benutzen. Es ist dir durchaus erlaubt, dir einen Bauernhof zuzulegen, und darauf autark zu leben. Nun weiß ich natürlich, dass du das nie tun würdest, den diese Art der Lebensführung wäre mit gewaltigem Arbeitsaufwand für dich verbunden.

Was die Entscheidungsfreiheit betrifft, so ist natürlich immer nur eine Entscheidungsfreiheit im Rahmen der Sachzwänge möglich. Wie schon Ayn Rand feststellte, kann man sich nicht dazu entscheiden, nichts mehr zu essen, zumindest, wenn man langfristig noch andere Entscheidungen treffen möchte. Die Freiheit liegt in der Entscheidung, wie mit den Sachzwängen umzugehen ist, nicht aber, ob sie existieren.

Individualismus bedeutet nicht, dass sich die Welt um dich dreht, sondern dass du auf eigenen Beinen stehst, für das eigene Tun Verantwortung übernimmst, und nicht von anderen gegen deinen Willen gezwungen wirst, in ihrem Interesse zu handeln. Das verhindert natürlich nicht das eingehen von Verträgen mit anderen; zum beidseitigem Vorteil


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