Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Soldatinnen und Soldaten, die an Leib und Seele versehrt aus Afghanistan zurückkommen..."

Roslin, Wednesday, 15.12.2010, 09:57 (vor 5510 Tagen)
bearbeitet von Roslin, Wednesday, 15.12.2010, 10:10

Minutenlang, ach was, gefühlt stundenlang schwadronierte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Edith Hoff von "unseren Soldatinnen und Soldaten", heute morgen im Frühmagazin des Deutschlandfunks, sorgte für den nötigen Adrenalinschub und Bluthochdruck (Sprachfeminismus macht das Leben schöner!).

Wieviele Soldatinnen sind unter denen, die leiblich versehrt aus Afghanistan zurückkommen, 2 %?

Wieviele Soldatinnen sind unter denen, die seelisch versehrt aus Afghanistan zurückkommen?
20%?

Frauen, wir wissen es alle, sind feinnerviger als das grobe Nutzvieh des besseren Geschlechtes, auch mutiger sind sie.
Sie stehen schließlich zu ihren Versehrungen, die das Schlachten und Verstümmeln, das Geschlachtet- und Verstümmelt-werden so mit sich bringen.

Weshalb sie ja auch kaum zum Schlachten und Verstümmeln kommen, erst recht nicht zum Geschlachtet-und Verstümmelt-werden.

Bei den US-Streitkräften sind 14 % des Militärpersonals in Afghanistan weiblich, 2% der Toten und Versehrten, 98% sind also männlich (Ehre jeder Frau im Militär, die OHNE PRIVILEGIEN die gleichen Gefahren und Lasten erträgt wie ihre Kameraden, Schande über jene, die das nicht tun und sich dagegen nicht wehren!).

Ist eigentlich je eine Soldatin durch ihre schändliche "Gleichstellung" gegenüber ihren Kameraden seelisch versehrt worden?

Eine Gleichstellung, sprich PRIVILEGIERUNG, die genau so lange währt, wie's nicht um's Schlachten und Verstümmeln, um's Geschlachtet-und Verstümmelt-werden geht?

Denn wenn's dazu kommt, genau dazu, dann dürfen Männer hochoffiziell wieder "privilegiert" werden als Schlachtvieh dieser femizentrischen Gesellschaft.

Um für Frauen die heißen Kartoffeln aus dem Feuer zu holen, dazu sind Männer allemal gut genug.

Siehe dazu hier (dank des Maskulisten darauf aufmerksam geworden).

Aus dem Kommentar von David Weiers, Zitat:

"Die Grenze für Gleichberechtigung in den deutschen Streitkräften ist offiziell also dann überschritten, wenn es ernst wird; wenn die Umstände die größtmögliche Leistungsstärke bedingungslos fordern – wenn es ans Sterben geht. Dann erhalten die männlichen Soldaten unverhohlen den Vorzug vor ihren Kameradinnen. Das verordnete und gleichwohl erkannte Leistungsdefizit der genderkorrekten Armee würde ihr sonst zur Falle.
Das ist – auf gut deutsch – bescheuert. Und hat überdies nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun. Es ist vielmehr die legale Etablierung von Sexismus. Und zwar in seiner zynischsten und menschenverachtendsten Form."

Wurde irgendeine Soldatin je seelisch "versehrt" durch diese schändliche "Gleichstellung"?

Nie vergessen: "Gleichstellung auf ukrainisch", so sieht sie aus, die vom Politfemanzentum vorangetriebene "Gleichstellung", ein Bild sagt hier wirklich mehr als 1000 Worte

[image]

Es ist wie mit der Natur...

Michi @, Bayern, Wednesday, 15.12.2010, 10:25 (vor 5510 Tagen) @ Roslin

...geschossen werden nur die Böcke!

SG
Michi
Excalibur
GWG-Jäger

"Soldatinnen und Soldaten, die an Leib und Seele versehrt aus Afghanistan zurückkommen..."

Pööhser Frauenfeind, Wednesday, 15.12.2010, 11:06 (vor 5510 Tagen) @ Roslin

Wieviele Soldatinnen sind unter denen, die leiblich versehrt aus
Afghanistan zurückkommen, 2 %?

Korrekt. Typisch, als eines von vielen Beispielen, die genannt werden könnten, welch ausserordentlichen psychischen und physischen Belastungen Soldatinnen ausgesetzt sind: Die Offiziersordonanz Jessica Müller - Lüdenscheid verbrühte sich mit heissem, koffeinfreien Kaffee Hag im Generalstabsraum zu Kabul und leidet seither unter einer "posttraumatischen Belastungsstörung".

Schröcklich, das alles !

PF

"Soldatinnen und Soldaten, die an Leib und Seele versehrt aus Afghanistan zurückkommen..."

Christine ⌂, Wednesday, 15.12.2010, 11:59 (vor 5510 Tagen) @ Roslin

[..]Heckmann: Frau Hoff, es gibt weiterhin massive Kritik am jüngsten Afghanistanbesuch des Verteidigungsministers zu Guttenberg, vor allem daran, dass seine Frau mitgereist ist und der TV-Moderator Johannes B. Kerner. Sie selbst haben auch mehr Zurückhaltung angemahnt. Hat zu Guttenberg also den Bogen überspannt?

Hoff: Ich denke, es ist so alt wie die Welt, dass die Menschen natürlich auch gerne unterhalten werden möchten und sicherlich auch die Soldaten im Einsatz. Es ist aber eben auch genauso alt wie die Welt, dass die dunklen Seiten eines Kriegseinsatzes dann häufig verschwiegen werden und hinten runterfallen. Mein Appell zu mehr Zurückhaltung war einfach auch dem Umstand geschuldet, dass unsere Soldatinnen und Soldaten, die in den täglichen Gefechten jetzt der unmittelbaren Bedrohung für ihr Leib und Leben ausgesetzt sind, und dass eben auch viele Soldatinnen und Soldaten körperlich versehrt, traumatisiert aus dem Einsatz zurückkommen, eben solcher Aufmerksamkeit bedürfen, und mir geht es einfach darum, dass hier eine ausgewogene Balance gefunden wird. Und solange wir alle es noch nicht geschafft haben, unseren Männern und Frauen, die eben versehrt, weil sie Leib und Leben riskieren, aus dem Einsatz zurückkommen, auch wieder in ein Zivilleben zurückzuhelfen, ihnen die Sorge zu nehmen, dass sie beruflich nicht vor einem Nichts stehen, und auch ihren Familien behilflich sind, solange, glaube ich, sollten wir kein falsches Bild vom Einsatz zeichnen. Aber ich habe natürlich auch Verständnis für die Soldaten, die dann vor Ort Herrn Kerner bewundern dürfen, dass sie erst mal begeistert sind. Aber die Realitäten im Einsatz sind eben auch andere und ich wünschte mir, dass dieser Aspekt auch in der Gesellschaft genauso deutlich gemacht wird. Deswegen war auch mein Appell in diese Richtung so zu verstehen.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1342650/

Im Interview hat sie sogar einmal von Soldaten und Soldaten gesprochen, sich danach sofort korrigiert und von Soldatinnen und Soldaten gesprochen.

Wer es sich anhören möchte:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/15/dlf_20101215_0650_ff991974.mp3 Ab 3:44 min

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

"Soldatinnen und Soldaten, die an Leib und Seele versehrt aus Afghanistan zurückkommen..."

der_quixote, Absurdistan, Wednesday, 15.12.2010, 12:47 (vor 5510 Tagen) @ Roslin

Stunksitzung 2010: Vader Abraham und die Natoschlümpfe

Winni: Sagt mal wo kommt ihr denn hier?

Alle: Wir sind von der Bundeswehr

Winni: Ihr kommt ganz zerrissen an

Alle: Wir komm aus Afghanistan

Winni: Sag wo ist dein rechtes Bein

Alle: Das muss noch in Kundus sein

Winni: Und wo ist dein rechtes Ohr

Alle: Das hängt noch an nem Panzerrohr

Winni: Ahaa, dann würde ich sagen der Flötenschlumpf fängt an

Und alle Schlümpfe

Alle: Lalalalalalalala

Tanja Flötensolo

Winni: So singt mal mit

Alle: Lalala

Winni: Sag warum es dich so friert

Alle: Wir sind voll traumatisiert

Winni: Wollt ihr zurück zur Kompanie

Alle: Lieber in die Psychatrie

Winni: Haben von euch viele Stümpfe?

Alle: Ja wir brauchen wenig Strümpfe

Winni: Was macht ihr nach der schlimmen Zeit

Alle: Auf Berufsunfähigkeit

Winni: Aha, dann würde ich sagen, der Versehrtenschlumpf macht weiter

SCHLUMPF Lalalalalalalala

Winni: Und alle Schlümpfe

Alle: Lalalalala

Winni: So ihr Racker jetzt zurück zur Kompanie

Alle: Lalalalala

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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...

"Soldatinnen und Soldaten, die an Leib und Seele versehrt zurückkommen..."

Martin aus HH, Wednesday, 15.12.2010, 21:44 (vor 5510 Tagen) @ Roslin

Moins all!

Quoten hin oder her; das Geseiere zu dem Thema Auslandseinsätze geht mir auf den Zeiger. Ob Männlein oder Weiblein: nur Berufssoldaten werden zu Auslandseinsätzen abkommandiert. Nun sollte man meinen, daß die doch ganz gut darauf vorbereitet werden. Doch auf so etwas kann man sich nicht vorbereiten. Ich habe vor Wochen während einer langen Autofahrt eine mehrstündige sonntägliche Sendung auf HR3 verfolgt: Gast war Daniela Matijevic, die über ihre Erfahrungen als Rettungssanitäterin im Kosovo - später dort wegen ihrer Sprachkenntnisse zum MAD abkommandiert - berichtet hat. Ihr Buch heißt "Mit der Hölle hätte ich leben können". Was mich am meisten schockiert hat, ist die Art und Weise, wie mit heimgekehrten Veteranen, die, aus welchen politischen Gründen auch immer hier- und dorthin von unseren ach so beliebten Politikern geschickt werden, hier und jetzt in unserem eigenen Land umgegangen wird. Daniela Matijevic hat einen Veteranenverband gegründet und ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben:

http://danielamatijevic.de/

http://deutscher-veteranenverband.de/

http://www.amazon.de/H%C3%B6lle-h%C3%A4tte-leben-k%C3%B6nnen-Auslandseinsatz/dp/3453170725/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=b...

Hut Ab!

Grüße aus Hamburg von
Martin

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