[..]„Natürlich lehnt die Regierung die Veröffentlichung geheimer Dokumente ab“, schrieb der Chefredakteur Richard Stengel, „aber die Autoren der amerikanischen Verfassung begriffen, dass es in einer Demokratie eine sehr schlechte Idee wäre, die Regierung statt die Presse über die Veröffentlichung von Dokumenten entscheiden zu lassen. Ich hoffe, dass Sie dem zustimmen.“
Viele tun das freilich nicht. Der demokratische Senator Joe Liebermann bezeichnete bei Fox News die Veröffentlichung der Dokumente durch die Zeitung und Assange als mögliches Verbrechen gegen die nationale Sicherheit, dessen Untersuchung dem amerikanischen Justizministerium obliege. Diane Feinstein, demokratische Senatorin und Vorsitzende des Sicherheitssausschusses ihrer Kammer, forderte im „Wall Street Journal“, Assange nach den Richtlinien des Espionage Act von 1917 zu belangen, dem zufolge die Verbreitung von Informationen mit Belang für die nationale Sicherheit als Kapitalverbrechen gelte. „Assange“, schreibt Feinstein, „wird sich auf die Meinungsfreiheit verlassen, um seine Aktionen zu verteidigen. Aber er ist kein Journalist. Er ist ein Agitator, der unsere Regierung beschädigen will.“
Forsche Parolen von rechts
Kathleen McFarland von Fox News forderte Präsident Obama auf, Wikileaks als terroristische Vereinigung zu klassifizieren, die australische Regierung zum Entzug von Assanges Staatsbürgerschaft und zur Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu bewegen, wo er einem Militärtribunal übergeben werden müsse. „Dieser Mann ist kein wohlmeinender Kriegsprotestler“, so McFarland. „Er führt einen Cyberkrieg gegen unser Land und die globale Weltordnung.“
Manche forderten gleich Assanges Kopf. William Kristol, Herausgeber des konservativen Wochenmagazins „The Weekly Standard“, rief die Regierung Obama unter der Überschrift „Whack Wikileaks“ auf, Assange zu „drangsalieren, zu fangen, zu neutralisieren“. Die „Washington Times“ publizierte unter der Überschrift „Assassinate Assange?“ ein Plädoyer eben dafür. Der Wikileaks-Mann sei „mehr als ein rücksichtsloser Provokateur“, schreibt Jeffrey Kuhner. „Er leistet Terroristen aktive Beihilfe in ihrem Krieg gegen Amerika ... und sollte ebenso behandelt werden wie andere terroristische Ziele von hohem Wert.“ Mike Huckabee, vormaliger Präsidentschaftskandidat und Talkmaster bei Fox News, sprach wie sein Kollege Bill O’Reilly von „Exekution“ wegen Spionage.
Mehr http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF18256BBF37A486F8D5A5C8505B52C21~ATpl~Ecommon~Scontent....
Fehlt eigentlich nur noch 4-teilen, rädern und was es sonst noch so an Grausamkeiten gibt. So sind se nun mal, die Christenfreunde - Sonntags in die Kirche und danach zur Demo für die Todesstrafe 
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein