Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Pauer "Humme"; Klappe die dritte...

Michael, Tuesday, 14.12.2010, 18:55 (vor 5511 Tagen)

Es geht weiter... Sie bekommt Ihre Argumente um die Ohren gehauen, bis sie einknickt oder aufgibt.

Der Text:
Sehr geehrte Frau Humme,

vielen Dank für Ihre Antwort. Aber auch hier muss ich wieder nachhaken.

Sie schreiben: „Für mich steht außer Frage, dass auch die 23,2 Prozent Lohnlücke eine Form von Diskriminierung darstellen, selbst wenn Sie auf strukturelle Bedingungen zurückzuführen sind“

Wenn ich das richtig verstehe, ist die „Struktur“ in Deutschland (also u. a. der Wunsch, der meisten Frauen nachwievor, keine technische Berufszweige zu wählen, obwohl dort besser bezahlt wird, der Wunsch nach Kinder, sowie die Tatsache, dass Frauen weniger Überstunden und Sonderschichten leisten als z. b. ARBEITER) zum größten Teil für die Lohnlücke verantwortlich.

Diese Struktur ist nun diskriminierend? Männer sollen also dafür bestraft werden, dass Frauen weniger arbeiten bzw. andere Berufe wählen?

Ihre Argumentation erschließt sich mir weiter nicht, da unter den sogenannten Todesberufen (93% aller tödlichen Arbeitsunfälle betreffen Männer) fast keine Frauen zu finden sind. Hier folgt stets die Aussage: niemand zwingt die Männer dazu, einen solchen Beruf zu ergreifen.

Weiter rechtfertigen Sie die Tatsache, dass Frauen mehr Geld zur Verfügung haben, sie würde ja Kinder versorgen. Nun auch hier kann ich Ihre Argumente nicht nachvollziehen. Zum einen, weil die Frau sich nun völlig alleine für Kinder entscheiden können. Zum anderen, weil sich Männer NICHT in der gleichen Form um Ihre Kinder kümmern können UND DÜRFEN wie Frauen, weil es die gesetzliche Lage praktisch verhindert.

Da Frauen selbst gewählter weise gar nicht die Zeit aufbringen können und wollen, wird sich somit auch die von Ihnen als diskriminierend bezeichnete Löhnlücke, niemals schließen.

Würde das in der Konsequenz nicht einfach bedeuten: Männer sollten einfach weniger Überstunden und Sonderschichten leisten; nichttechnische Berufen ausführen und um Ihre Kinder kümmern?

Wie heißt es auch im Wahlprogramm der SPD: „Wer die menschliche Gesellschaft wolle, müsse die männliche überwinden“?

MFG.
M. Gaese

Pauer "Humme"; Klappe die dritte...

Robert ⌂, München, Tuesday, 14.12.2010, 19:04 (vor 5511 Tagen) @ Michael

Es geht weiter... Sie bekommt Ihre Argumente um die Ohren gehauen, bis sie
einknickt oder aufgibt.

Ich finde, da ist sie nicht mehr weit davon entfernt. ;)

Kam grad ihre Antwort auf Michael Baleanu, da schreibt sie (aus meiner Sicht wieder mal völlig am Thema vorbei):
"Sehr geehrter Herr ,

ich kann Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. Sie vermischen meiner Ansicht nach verschiedene Themen und Lebensbereiche miteinander. Auch Ihre Schlussfolgerung, dass es für Frauen "ein wirtschaftliches Erfolgsmodell" sei alleinerziehende Mutter zu sein, finde ich realitätsfern. Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht www.bmas.de belegt, dass gerade Alleinerziehende - 90 Prozent Frauen - von Armut bedroht sind, unter anderem auch deshalb, weil der andere Elternteil den Unterhaltsleistungen nicht nachkommt, aber auch, weil die Rahmenbedingungen für Betreuung und existenzsichernde Löhne nicht immer gegeben sind.

Ich weiß nicht, welche persönlichen Erfahrungen Sie gesammelt haben. Aber ich finde es problematisch, aus Ihren individuellen Einschätzungen generelle Thesen abzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Christel Humme"

Argumente hat sie jedenfalls keine mehr ...

Robert

PS: danke an alle Fragensteller ;)

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

Die wird dafür bezahlt!

Wasserhund, Tuesday, 14.12.2010, 21:30 (vor 5511 Tagen) @ Robert

Glaubts mir, wir schütteln alle nur den Kopf und verstehen seit Jahrzehnten nicht, dass die das nicht kapieren. Das hat nichts damit zu tun, dass die das nicht können, NEIN, die wollen das garnicht. Genau das ist das Problem. Die müssen weg und zwar so schnell wie möglich. Ich finde das absolut gut, die Alte so in der Öffentlichkeit vorzuführen, aber ihr könnt sicher sein, wenn bei der das letzte Hirn abgeschmolzen ist, dann schicken die eine Neue auf diese Stelle und alles fängt wieder von vorne an! Das System muss weg, nicht die einzelne Person!

Diesem Faulbaum müssen wir die Wurzeln abgraben, das Wasser entziehen und beim ersten Zeichen von Schwäche: FÄLLEN! Erst dann geht es in diesem Land wieder aufwärts

MannDat Analyse: Rechenfehler in der OECD-Armutsstudie -> Väter werden "reich" gerechnet

Info, Wednesday, 15.12.2010, 09:34 (vor 5510 Tagen) @ Robert

Das ist so unglaublich, dass einem die Worte fehlen:

Interessantes hat der gemeinnützige Verein MANNdat e.V. bei der Lektüre der neuesten OECD-Armutsstudie “Growing Unequal – Income Distribution and Poverty in OECD Countries” herausgefunden: Unterhaltszahlungen, die geschiedene Männer an ihre Ex-Frauen und die Kinder leisten, werden ihnen nicht vom verfügbaren Einkommen abgezogen sondern als “Konsumausgaben” betrachtet.Bei den Empfängern der Unterhaltsleistungen gelten die empfangenen Unterhaltsleistungen jedoch als Haushaltseinkommen.

Das bedeutet in der Konsequenz: Geschiedene Männer, insbesondere Väter, werden künstlich reich gerechnet und fallen damit viel seltener unter die Armutsgrenze, als es bei einer korrekten Berücksichtigung der Zahlungsströme der Fall wäre.

Bei einer solchen Betrachtungsweise erscheinen natürlich Männer „reicher” als Frauen. Ein Umstand, der politisch alles andere als unerwünscht ist. So verwundert es auch nicht, dass die Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Wenn aus Liebe rote Zahlen werden – über die wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung” auf der gleichen Datenbasis beruhen – einer Berechnung für die jeder Buchalter strafrechtliche Konsequenzen befürchten müsste.

Hier der ganze Kommentar zur Studie
http://manndat.de/wp-content/uploads/2009/02/stellungnahme_zu_oecd-studie.pdf

MannDat Analyse: Rechenfehler in der OECD-Armutsstudie -> Väter werden "reich" gerechnet

Pööhser Frauenfeind, Wednesday, 15.12.2010, 10:26 (vor 5510 Tagen) @ Info

Das ist kein Rechenfehler. Wärs einer, könnte er, einmal erkannt, einfach korrigiert werden und gut ist. Das ist bewusste, vorsätzliche Desinformation, um Frauenprivilegierung zu rechtfertigen.

PF

MannDat Analyse: Rechenfehler in der OECD-Armutsstudie -> Väter werden "reich" gerechnet

Robert ⌂, München, Wednesday, 15.12.2010, 11:24 (vor 5510 Tagen) @ Info

Das ist so unglaublich, dass einem die Worte fehlen:

Interessantes hat der gemeinnützige Verein MANNdat e.V. bei der
Lektüre der neuesten OECD-Armutsstudie “Growing Unequal – Income
Distribution and Poverty in OECD Countries” herausgefunden:
Unterhaltszahlungen, die geschiedene Männer an ihre Ex-Frauen und die
Kinder leisten, werden ihnen nicht vom verfügbaren Einkommen abgezogen
sondern als “Konsumausgaben” betrachtet.Bei den Empfängern der
Unterhaltsleistungen gelten die empfangenen Unterhaltsleistungen jedoch als
Haushaltseinkommen.

Das ist wohl Methode.

Wärs keine, dann würde auch Unterhalt vom Einkommen vor der Steuerberechnung abgezogen werden und beim Unterhaltsempfänger (Auch jedes Kind!) mitversteuert.
(Nebenbei: wenn man das machen würde, ein gewisses Einkommen steuerfrei lassen, dann bräuchts so Konstruktionen wie "Ehegattensplitting" überhaupt nicht, dann könnte jeder sein Einkommen so auf seine Unterhaltsempfänger aufteilen, daß die Steuerbelastung minimal wäre. Und dann würde auch jeder danach streben, Unterhalt (aus Steuerersparnisgründen ;) ) zu bezahlen.)

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

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