Die selbst ernannte Schlampe
Kontaktinserat:
Selbstbeschreibung zur Person: 1,87 Meter groß, raucht nicht, trinkt nur in Gesellschaft Alkohol, nimmt keine Drogen, ist Atheist.
"Warnung: Möchtest du einen durchschnittlichen, bodenständigen Typen? Geh weiter.Ich bin nicht der Roboter den du suchst. Rette uns beide, solange du kannst."
Leidenschaftlicher, oft dickköpfiger aktivistischer Intellektueller sucht nach einer Sirene für eine Liebesaffäre, Kinder und gelegentliche Verschwörung zum Verbrechen." Suche nach einer "verspielten" Frau im Alter von 22-46 Jahren, "von hoher Intelligenz, aber nicht notwendigerweise offiziell ausgebildet."
Sie solle zudem strategisch über die Welt nachdenken können und über die Menschen, um die sie sich sorgt. "Ich mag Frauen aus Ländern, die politische Unruhen erlitten haben. Die westliche Kultur scheint Frauen hervorzubringen, die wertlos und albern sind"
"OK. Nicht nur Frauen!"
Das erste, was Leuten an mir auffällt" steht: "Die Körpergröße. Die nordische Erscheinung. Ungewöhnliche Ausstrahlung. Trägt oft mysteriöse zusammengeschnürte braune Papierpakete."
Kann mich gut an jede Situation anpassen, außer "den Verlust weiblicher Begleitung."
Denke viel darüber nach "die Welt durch Leidenschaft, Inspiration und List zu verändern" und sei bereits in 33 Länder gereist.
Bin ein "starker Demokrat" sei, werde voraussichtlich im Alter von 83 Jahren sterben werde und zu "87 % eine Schlampe" sei.
"Schreiben Sie mir nicht, wenn Sie ängstlich sind. Ich bin zu beschäftigt. Schreiben Sie mir, wenn Sie mutig sind"
Eine Frau, die ein solches Profil in eine Kontaktanzeige setzt, würde durchgehend von der Presse als starke Frau gelobt. Stark, frei, unkonventionell, eine echte Powerfrau.
Auch wenn sie sich selbst als Schlampe tituliert, ist sie doch alles andere als eine Schlampe.
Warum soll dieses Profil also gegen einen Mann, gegen Assange sprechen. Er ist eben ein Powermann. Ein ehrlicher Powermann. Er sagt offen, was er will und zeigt offen, was er zu geben bereit ist.
Wo ist das Problem!
Kann es sein, dass Feministinnen die Rechte, welche sie für sich selbst proklamieren, Männern nicht zugestehen wollen.
Es ist leicht den klassischen Familienmann als Spießer zu verspotten, seinen Schmerz ins Lächerliche zu ziehen, wenn seine kleine Welt implodiert, weil die Frau auf dem Feministinnentrip ist.
Aber wie ist es mit der Augenhöhe. Wie ist es mit Männern, die nicht das klassische Spiel spielen. Wie ist es mit Männern, die ein freies Leben leben wollen und bereit sind, den Preis dafür zu zahlen.
Sehe ich da die spießige Moralkarte. Denn was ist Schweden denn anderes als ein femispießiges Land. Einen Mann aufzugabeln, ihn ins Bett zu locken und dann Vergewaltigung zu schreien, weil das Kondom reißt. Das kann es doch nicht sein. Die Powerfrau in der Barbiewelt, so scheint es doch.
Freie Liebe heißt freie Liebe. What you see is what you get. Spaß gegen Spaß. Keine Hochzeitsglocken. Kein Ken, der das Barbiehaus bezahlt. Kein Patriarch, der ein Weibchen sucht, sondern ein freier Mann, der liebt und gehen lässt, ohne Besitzansprüche, ohne unerwünschte Anrufe, ohne Klammerversuche.
Kann es sein, dass Frauen damit nicht zurecht kommen? Kann es sein, dass in jeder Feministin eine bigotte Spießerin sitzt.
Ich denke, das ist so.
DschinDschin
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Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
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DschinDschin,
14.12.2010, 18:33
- Die selbst ernannte Schlampe - DvB, 16.12.2010, 07:04