Frauen und Geld. Ein Tabu
Bernhard Lassahn (Gastautor) 11.12.2010 18:09
Am Wochenende ging es los. In Bonn. Da wurde eine Ausstellung eröffnet, die in ihrem Anspruch nicht gerade bescheiden ist: „Das Frauenmuseum macht sich mit der neuen Ausstellung ‚Moneta - Frauen & Geld in Geschichte und Gegenwart’ zur Fürsprecherin eines gesellschaftlich notwendigen Bewusstseinswandels, Geld zu enttabuisieren. Angesichts alarmierender neuer Zahlen, wonach die Differenz der Einkommen von Frauen und Männern in Deutschland auf 23% gestiegen ist ...“
Schon gut. Verstanden. Es ist in der Tat alarmierend. Aber das erwarten wir ja auch von moderner Kunst; sie soll aufrütteln, provozieren und einen Bewusstseinswandel einleiten. Aber ist es nicht falscher Alarm? Allerdings! Und das alarmiert wiederum mich.
Denn wie wusste noch die einst dafür zuständige Ministerin: „Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang - von Einzelfällen abgesehen - eine ungleiche Bezahlung gibt. Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.“ So Renate Schmidt in einem ‚tagesschau’-Chat im Jahre 2003.
Da war die Welt noch in Ordnung. Doch dann wurde Deutschland unvermutet von einem furchtbaren Unrecht heimgesucht, auch Claudia Roth sprach nun aufgeregt von einer „Schande“; plötzlich klaffte eine Lohnlücke von 23% zwischen Männern und Frauen und zerriss unser Land, als hätte sich nach einem schweren Erdbeben eine tiefe Kluft aufgetan.
Mehr http://achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frauen_und_geld_ein_tabu/
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein
Frauen und Geld. Das Geld liegt unter dem Bett...
"Einen hohen Finderlohn - bis zu 50.000 Euro - gibt es, wenn man Diebesgut findet, das einer 89jährigen Linzerin gestohlen wurde. Die Frau hatte mehrere Hunderttausend Euro bar unter dem Bett in ihrer Wohnung liegen, als sie Ende November Opfer von Trickdieben (soll wohl Trickdiebinnen heißen) wurde."
(Kleine Zeitung 14.12.2010)
Wahrscheinlich hatte sie das Geld ja nicht selbst erarbeitet und brauchte es auch nicht wirklich. Die Umverteilung hat jedenfalls in diesem Falle funktioniert
Jetzt mal im Klartext!
Meine zuständige Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises konnte mir bis heute keinen konkreten Fall in meiner Nähe, ihrem Überwachungsbereich, benennen. Lauthals wird gelogen und wenn man mal wirklich ein richtiges Beispiel erleben will, dann kommt da nichts. Nicht mal eine Antwort mit Verweis auf Datenschutz oder so. Einfach nichts!
"Moneta" - hihi, zieht Kreise, dieser "Mahnsinn" (Link zum gleichen Thema in wgvdl)
Frauenmuseum Bonn "enttabuisiert" Geld
Disclaimer: Achtung, mit Bild der Direktorin, das ist keine Übung 