Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Deutschland ist kein Frauenland

Junggeselle, Saturday, 11.12.2010, 14:10 (vor 5514 Tagen)

... heißt es bei Welt Online.

Viele werden über die Jahre und Jahrzehnte eher den gegenteiligen Eindruck gewonnen haben. Aber klar, hier geht es natürlich mal wieder um den (vermeintlichen) Aufreger und Skandal schlechthin. Den geringen Anteil von Frauen in den Chefetagen.

Handlungsbedarf besteht zweifellos, denn auch im Jahr 2010 sind die Führungsetagen deutscher Unternehmen noch fast ausschließlich in Männerhand. Wie die McKinsey-Studie ergab, konnten Dax-Unternehmen ihren Frauenanteil in den Aufsichtsräten seit 2007 um gerade einmal zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent steigern. Klassenprimus Norwegen führt das Ranking mit einem Frauenanteil von 32 Prozent an - was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Skandinavier vor zwei Jahren eine gesetzliche Frauenquote für die Kontrollgremien börsennotierter Konzerne einführten.

Überraschender ist dagegen, dass sogar das für seine ausgeprägte Machokultur berüchtigte Spanien mehr Dynamik bei der Frauenpräsenz an allerhöchster Stelle verzeichnet als Deutschland: Hier legte der Anteil an Damen in Aufsichtsräten der größten börsennotierten Konzerne immerhin um sechs Prozentpunkte auf zehn Prozent zu - was Experten auch damit erklären, dass das Thema Vielfalt dort schon früher als hier öffentlich diskutiert wurde und entsprechend der Druck auf die Unternehmen spürbar gestiegen ist. In Vorstandsetagen bringen es die 35 größten börsennotierten Unternehmen des südeuropäischen Landes heute immerhin auf einen Frauenanteil von sechs Prozent. Hierzulande sind es dagegen magere zwei Prozent.

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