Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Freitags-Gejammer und überraschende Kommentare

Freitag Leser, Friday, 10.12.2010, 21:07 (vor 5514 Tagen)

Natürlich mußte sich der „Freitag“ mit einer Übernahme aus dem Guardian (Libby Brooks, Übersetzung: Christine Käppeler) in der Assange-Affaire auf die Seite der beiden vermeintlichen Opferinnen schlagen:

„Frauenhass schadet Wikileaks“

Darunter solche Perlen wie
Diese linken oder liberalen Gedankenmodelle stehen, ob sie nun wollen oder nicht, Seite an Seite mit einer bunt gemischten Ansammlung von Verschwörungstheoretikern und Internet-Kampfhunden, von denen die Frauen traktiert werden, seit sie im August Anklage erhoben haben. Gerade erst etablierte Regeln, wie mit Fällen von sexuellen Übergriffen online umzugehen ist, wurden gekippt: Persönliche Fotos der Frauen, ihre Lebensläufe und Blogeinträge wurden als Beweis für sexuelle Abweichungen, mentale Labilität und Racheabsichten ans Licht gezerrt. Claes Borgström, der Anwalt der Frauen, erklärte am Mittwoch gegenüber dem Guardian, seine Klientinnen seien „die Opfer einer Straftat, man würde sie jedoch als die Täterinnen ansehen.“

Bei den Kommentatoren ist (bis jetzt) dieseses Pamphlet durchgefallen, z.B.:
Selten dämlicher Artikel. Fünfmal "Opfer". Wer von sich selbst behauptet, "Opfer" zu sein, ist bekanntlich immer im Recht. Jedenfalls wenn er/sie zu den anerkannten "Opfer"-Gruppen gehört, deren Angehörige prinzipiell sowieso immer selbstredend "Opfer" sind.

Einzig „Emma in Uniform“, die sich nicht mehr als I.. zu posten traut, landet mit einem antiimperialistischem Rundumschlag thematisch daneben.

Irgendwie ist doch noch Hoffnung, daß nicht alle Diskussionen dort so pc-feministisch und vorhersehbar langweilig ablaufen.

Hier


gesamter Thread:

 

powered by my little forum