Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

"Standard"-Antworten?

Robert ⌂, München, Friday, 10.12.2010, 17:15 (vor 5515 Tagen)

Hi ihr,

es gibt einige mehr oder weniger gut treffende Standardantworten. Wollen wir die mal sammeln?

z.B.

Hier steht z.B.: "Was sage ich einer Frau, die auf Ungleichberechtigung von Männern mit dem Satz antwortet: Wir kriegen die Kinder! ?
Passende Antwort :Das kann jede Kuh! Und die stellen sich nicht so an und wollen keine Sonderrechte."

Auf "Männer haben keine Gefühle" antworte ich meistens mit "Männer haben Gefühle, Frauen reden über Gefühle".

Es gibt viel mehr, die mir aber so ad-hoc nicht einfallen. Was habt ihr?

Robert

--
Wolfgang Gogolin "Diese Hymnen für Frauen erinnern an das Lob, das einem vierjährigen Kind zuteil wird, weil es endlich nicht mehr in die Hose kackt, sondern von allein aufs Töpfchen geht."

Gute Idee, Robert. In Foren oder ähnlichem hilft z.B. die:

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Friday, 10.12.2010, 22:13 (vor 5514 Tagen) @ Robert

.
Ankreuzliste für feministische Einwände

[ ] Sachfragen müssen auf die persönliche Ebene gezogen werden
[ ] angreifen statt auf Argumente einzugehen war immer meine Devise
[ ] ich habe unreferenzierte und unbelegte Unterstellungen
[ ] bin Eigmerin der Faktenresistenz ohne thematische Reflexion
[ ] mein Sammelsurium an Vorurteilen und Klischees ist nunmal wahr
[ ] meine eigene Opferrolle muss unbedingt herausgestellt sein
[ ] ich will zum Denken auffordern, statt selbst was zu tun
[ ] meine soziale Kompetenz und Empathie gibt meine Person vor
[ ] eigene Verblendung oder Narzissmus möchte ich ausleben dürfen
[ ] wegen Multitasking bzw. Unkonzentriertheit aktuell indisponiert
[ ] ich will nur meinen persönlichen Frust austoben an allen
[ ] und irgendwie steht mir das sowieso alles zu

Mal drei Stück

Timothy, Saturday, 11.12.2010, 02:03 (vor 5514 Tagen) @ Robert

Femi: Es ist eine Schande das Frauen immer noch x % weniger verdienen als Männer, für die gleiche Arbeit.

Antwort: Wenn das wirklich wahr wäre würden sich die Unternehmen förmlich darum reissen nur Frauen einzustellen, denn diese hätten dann -für die gleiche Arbeit- einen unschlagbaren Preisvorteil auf ihrer Seite. Da dem aber nicht so ist, resultiert deine Behauptung aus der fehlenden Fähigkeit Statistiken richtig zu interpretieren.

Femi: Kinder gehören nach einer Trennung zur Mutter, denn die musste sich auch vor der Trennung um das Kind kümmern. Noch immer leisten Frauen...

Antwort: Wenn sich im Trennungsfall Vater und Mutter um das Sorgerecht sowie das Aufenthaltsbestimmungsrecht streiten, kann in diesen Fällen wohl kaum von einer Pflicht, sondern vielmehr von einem Privileg gesprochen werden, welches der Frau für die Dauer der Ehe zuteil wurde. Bei der Scheidung, welche in 80 der Fälle von der Frau ausgeht, kann dem Vater nicht mehr zugemutet werden auf die Wünsche der Frau rücksicht zu nehmen.

Femi: Unterhalt muss nach einer Trennung auf jedem Fall an die Frau gezahlt werden, denn eine alleinerziehende Mutter kann nicht auch noch arbeiten.

Antwort: 80% der alleinerziehenden Väter mit Kindern unter 7 Jahren in der Schweiz arbeiten Vollzeit. Warum sollten das selbe nicht auch von Müttern verlangt werden was für die überwältigende Mehrheit der alleinerziehenden Väter ganz normal ist?

"Standard"-Antworten?

Kurti, Wien, Saturday, 11.12.2010, 02:19 (vor 5514 Tagen) @ Robert

Auf "Männer haben keine Gefühle"

Darauf würde ich wahrscheinlich sagen: Nun, den Verbreitern solcher Klischees gegenüber habe ich schon Gefühle. Nur kann ich diese leider nicht äußern, ohne dass das für mich strafrechtliche Konsequenzen hätte.

Gruß, Kurti

Mal drei Stück

Christine ⌂, Saturday, 11.12.2010, 11:07 (vor 5514 Tagen) @ Timothy

Femi: Es ist eine Schande das Frauen immer noch x % weniger verdienen als
Männer, für die gleiche Arbeit.

Antwort: Wenn das wirklich wahr wäre würden sich die Unternehmen
förmlich darum reissen nur Frauen einzustellen, denn diese hätten dann
-für die gleiche Arbeit- einen unschlagbaren Preisvorteil auf ihrer Seite.
Da dem aber nicht so ist, resultiert deine Behauptung aus der fehlenden
Fähigkeit Statistiken richtig zu interpretieren.

Diese Antwort funktioniert bei nachdenkenden Menschen immer. Das habe zumindest ich so erlebt.

Femi: Kinder gehören nach einer Trennung zur Mutter, denn die musste sich
auch vor der Trennung um das Kind kümmern. Noch immer leisten Frauen...

Antwort: Wenn sich im Trennungsfall Vater und Mutter um das Sorgerecht
sowie das Aufenthaltsbestimmungsrecht streiten, kann in diesen Fällen wohl
kaum von einer Pflicht, sondern vielmehr von einem Privileg gesprochen
werden, welches der Frau für die Dauer der Ehe zuteil wurde. Bei der
Scheidung, welche in 80 der Fälle von der Frau ausgeht, kann dem Vater
nicht mehr zugemutet werden auf die Wünsche der Frau rücksicht zu nehmen.

Das Argument mit dem Privileg sollte man sich in der Tat merken.

Femi: Unterhalt muss nach einer Trennung auf jedem Fall an die Frau
gezahlt werden, denn eine alleinerziehende Mutter kann nicht auch noch
arbeiten.

Antwort: 80% der alleinerziehenden Väter mit Kindern unter 7 Jahren in
der Schweiz arbeiten Vollzeit. Warum sollten das selbe nicht auch von
Müttern verlangt werden was für die überwältigende Mehrheit der
alleinerziehenden Väter ganz normal ist?

Diese Argumentation ist mir zu schwach. Wer sich in der Szene auskennt, der weiß, das es in der Schweiz kaum alleinerziehende Väter gibt. Siehe WikiMANNia -> Referate Das wurde zumindest auf dem Antifeminismus Treffen von der Interessengemeinschaft geschiedener und getrennt lebender Männer (IGM) vorgetragen.

Ich frage mich immer wieder, wie Mütter das früher mit viel mehr Kindern geschafft haben? Wenn man dann noch bedenkt, das es kaum Hilfsmittel wie Waschmaschine und dgl. gab, dann kann man heute nur noch von Irrationalität sprechen.
Vielleicht fällt irgendjemandem einen bessere Argumentation ein.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

powered by my little forum