Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Weibl. Volkssport: "MissbrauchsMissbrauch" .... Thürk, Kachelmann, Assange ..............

Garfield, Thursday, 09.12.2010, 13:33 (vor 5516 Tagen) @ Referatsleiter 408

Hallo Referatsleiter!

Der Staat verdient daran und ein ganzer Apparat von Beamten lebt davon auskömmlich und üppig!

Ja, das ist auch mein Eindruck. Und das betrifft keineswegs nur die Problematik mit Falschbeschuldigungen für Sexualdelikte.

Vor kurzem wurde in einer Fernsehreportage folgender Fall erwähnt:

Eine Frau wurde mit einer schweren Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Mann wurde dann erst einmal der unterlassenen Hilfeleistung bezichtigt. Eigentlich war ihm gar nichts vorzuwerfen, aber man behauptete, er hätte die Erkrankung der Frau früher und genauer erkennen müssen, wozu allerdings medizinische Kenntnisse nötig gewesen wären, die er gar nicht hatte. Das Gericht nahm das schon einmal zum Anlaß, eine existierende Vorsorgevollmacht für ungültig zu erklären. Der Mann wurde schließlich wegen "häuslicher Gewalt" verurteilt und sollte eine Geldstrafe zahlen. Aus Protest gegen diese Justiz-Willkür ging er allerdings lieber in den Knast.

Wenn man sich Berichte über Gerichtsverfahren durchliest, bekommt man schnell den Eindruck, daß echte Gewaltverbrecher extrem milde verurteilt werden - oft zu Bewährungs-"Strafen" oder "gemeinnütziger Arbeit". Wenn die Justiz jedoch die Chance hat, einen normalen Bürger für irgendetwas zu belangen, dann kriegt der üblicherweise eine saftige Geldstrafe aufgebrummt. Besonders deutlich wird das in Fällen, wo Gewalttäter ihre Opfer öffentlich vor Zeugen zusammen geprügelt oder getötet haben. Die Täter kriegen dann oft lächerliche "Strafen", über die sie manchmal tatsächlich lachen - die Zeugen aber, die eingegriffen und dabei einen Täter verletzt haben, sowie diejenigen, die nicht eingegriffen haben, werden dafür wirklich bestraft, oft mit hohen Geldstrafen.

Das mag jetzt ein subjektiver Eindruck sein, denn um das objektiv beurteilen zu können, müßte man sämtliche Gerichtsurteile auswerten und nicht nur die, über die in den Medien berichtet wird.

Wenn man das jedoch aus Sicht des Staates in Bezug auf das Kosten/Nutzen-Verhältnis betrachtet, macht das Sinn:

Echte Kriminelle kommen häufig aus der Unterschicht, oder es sind Kinder oder Jugendliche. Da ist zumindest offiziell nichts zu holen. Wiederholungstäter waren auch häufig schon mindestens einmal im Knast, kennen das also schon und haben dann nicht unbedingt so große Hemmungen davor, nochmal in den Knast zu gehen. Wenn sie die Wahl hätten zwischen Geldstrafe und Knast, würden zumindest einige sich definitiv für Knast entscheiden, allein schon, weil sie kaum Geld haben.

Jeder Häftling kostet den Staat aber Geld. Folglich macht es Sinn, echte Kriminelle mit Samthandschuhen anzufassen. Bei harten Urteilen blühen dem Staat da meist mehr Kosten als finanzieller Nutzen.

Bei einem normalen Bürger sieht das ganz anders aus. Der war oft noch nie im Knast und fürchtet sich mehr davor. Der hat auch etwas zu verlieren, wenn er eingesperrt wird, zumindest seinen Job. Wenn man dem die Wahl zwischen Geldstrafe und Knast läßt, wird er meist zähneknirschend die Geldstrafe zahlen.

Da ist also richtig was zu holen, bei minimalen Kosten, denn die Gerichtskosten drückt man dem Verurteilten ja oft auch noch auf. Also macht es Sinn, normale Bürger möglichst oft vor Gericht zu zerren und dafür immer mehr Straftatbestände zu schaffen und bestehende Straftatbestände gesetzlich immer schwammiger zu formulieren. Ideal ist, wenn man jeden beliebigen Bürger jederzeit anklagen und zu einer Geldstrafe verdonnern kann. Das bringt dem Staat Geld, und die Anwälte verdienen auch gut.

Freundliche Grüße
von Garfield


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