Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Ist es nicht sehr ermutigend für junge Männer ...

Cardillac, Tuesday, 07.12.2010, 22:02 (vor 5517 Tagen) @ Borat Sagdijev


Da kann ich keinem (jungen) Mann Ablehnung, Rückzug oder Wut verdenken

Also ich kann aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, dass es den jungen Männern so schlecht geht. Möglicherweise ist das deprimierende Ohnmachts- und Fremdbestimmtseingefühl auf Fragen der familiären Perspektive und des Vaterseins zentriert.

Es ist der gesellschaftliche Konformismus, der Männer intellektuell defizitär und so wehrlos macht. Wer nicht in der Lage ist, die Welt als Ganzes zu kritisieren und auch mal gegen den Strom zu schwimmen, bleibt eine farblose Null und den Konzepten unserer feministischen Sozialdesigner hilflos ausgeliefert. Wer Entwicklung, Neues, Grenzüberschreitung und Revolution anstrebt, hat genügend Immunstoffe gegen staatlich-feministische Umerziehung.

Noch mal zum antilinken Affekt einiger Foristen: Die Jahrgänge, die in unmittelbarer Berührung mit den 68-er Vorgängen standen, mögen zwar feministische Sympathien gehabt haben, aber sie hatten nicht diese Pudelmentalität, die selber wieder ein Dekadenzphänomen der Ex-Linken ist. Die Linke wurde nach und nach kastriert, verstaatlicht und in Modernisierungsprojekte eingebaut. Die 68-er Linke war der Ursprung von befreiender Revolte und deren Niederlage und systemkonformer Zurichtung zugleich. Wir sind geneigt heute nur das zweite zu sehen.

Ein linksradikaler Flügel in der Männerbewegung wäre die schwerste Waffe, die der "Weltgeist" seinen Protagonisten als Abschlagsprämie für der Sieg zukommen lassen könnte. Linksradikale leben nicht in dieser beklemmenden Fixierung auf die Frau und ihr "biologisch kontrolliertes Verhaltensrepertoir". Sie beschäftigen sich mit den gegnerischen Feinden Staat und Kapital und denken eher geschichtlich. Der Kampf gegen diese beiden lässt sie schnell über die egozentrische, anmaßend feministische Frau hinauswachsen


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