Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Narzistisch-paranoide Jungenpolitik?

FemokratieBlog ⌂, Tuesday, 07.12.2010, 18:54 (vor 5518 Tagen)

Vorweg - die Überschrift habe ich zum Teil einer Untersuchung entnommen, die das Bundesfrau­enministerium in Auftrag gegeben hat. Der Satz “Auch hier manifestiert sich die (narzistisch-paranoide?) Opferperspektive junger Männer heute” steht original in der Broschüre. Bei dieser Feststellung hilft auch das Fragezeichen nicht, denn dieses betrachte ich als reine Kaschierung. Bei der Beurteilung und Charakte­risierung junger Männer muss allerdings die Frage erlaubt sein, wie pervers Politik bzw. Politiker sind, um sich so eine Schlussfolgerung erlauben zu dürfen. Auf dieses Thema gehe ich weiter unten nochmals ein.

Einen Teil der o.g. Untersuchung zu veröffentlichen ist insofern wichtig, weil entgegen den Verlautbarungen des wissenschaftlichen Dienstes des Bundes­tages klar hervor geht, das junge Frauen, die einen mittleren oder geringeren Bildungsgrad besitzen, weiterhin das traditionelle “Rollenbild” in der Familie be­vorzugen.

Weiter http://femokratieblog.wgvdl.com/narzistisch-paranoide-jungenpolitik/12-2010/

Narzistisch-paranoide Jungenpolitik?

DschinDschin, Tuesday, 07.12.2010, 19:27 (vor 5517 Tagen) @ FemokratieBlog

Es geht um folgende Passage:
Nicht verstandene Ansprüche von Frauen Auffallend ist, dass junge gebildete Männer große Sorgen haben, ob sie einmal in einer stabilen, lang anhaltenden Partnerschaft leben werden. Unsicherheiten bestehen in Bezug auf Ansprüche, die Frauen an Männer als Partner und Vater haben. Männer gehen davon aus, dass Frauen in einer Partnerschaft bestimmend sind: Sie entscheiden über Anfang und Ende; sie diktieren Freizeitgestaltung, Wohnstil, Erziehungsziele, Erziehungsstile u. a. Auch hier manifestiert sich die (narzistisch-paranoide?) Opferperspektive junger Männer heute. Denn auffallend ist, dass eine reziproke Perspektive zur subjektiven Befindlichkeit von Frauen in früheren Epochen kaum ausgeprägt ist. Die Männer leiden in ihrer subjektiven Befindlichkeit und fühlen sich in der Defensive: Die Frauen schreiben das Drehbuch und geben den Figuren eine Rolle; der Mann ist Schauspieler mit der einzigen Aufgabe, die ihm zugeschriebene Rolle auszufüllen.
Das findet einen grotesken Ausdruck in der ironisch karikierten Frage: Werden Männer eines Tages überflüssig, wenn immer mehr Frauen Männerberufe ergreifen und Karriere machen, die Männer als Partner und Versorger nicht mehr nötig sind? Folge könnte sein, dass Ehen seltener werden, die Dauer von Beziehungen sich weiter verkürzt.

Ein Mann von 20 Jahren, der sein bisheriges Leben in Bildungseinrichtungen zugebracht hat, ist überhaupt nicht erwachsen; er ist noch ein Kind!

Männer reifen langsamer als Frauen, weil es länger braucht, einen Mann zu machen und weil die Biologie Ihnen Zeit lässt.

Dem jungen Mann sei geraten, sich nicht vor 30 fest zu binden, mit dem Leben und mit den Frauen zu experimentieren (Kondom ist Pflicht). Wie soll er sonst spüren, was ihm wirklich wichtig ist. Ein junger Mann hat mit 20 den Gipfel seiner Attraktivität für das andere Geschlecht noch lange nicht erreicht. Diesen erreicht er zwischen 30 und 40, wenn die Attraktivität und die Fruchtbarkeit der Frau schon lange am abklingen ist.

Die jungen Männer spüren instinktiv, dass sie, wenn sie sich jetzt schon von Frauen einfangen lassen, von diesen auf deren Bedürfnisse fest gezurrt werden. Da ist nichts narzistisch oder paranoid, denn die Gefahren für den jungen Mann sind evident. Außerdem sind diese jungen Männer realistischer, was das Leben betrifft, das eben nicht ein einziger honeymoon ist. Die junge Frau gibt sich Illusionen hin. Sie ist in der Blüte ihrer Attraktivität, alle umschwärmen sie, alle blasen ihr Puderzucker in den Arsch. Sie glaubt, der Zustand hielte ewig an. Das ist die Illusion.

Der Mann braucht die Zeit zwischen 20 und 30 um erwachsen zu werden. Dazu gehört auch, ein anderes Verhältnis zu Frauen zu bekommen. Ganz furchtbar ist, wenn die Freundin nahtlos die Rolle von Mutti übernimmt. Das sind dann die Pudel, die ihr ganzes Leben von Mutti dominiert werden, die nicht einmal in der Lage sind, sich morgens die Kleider selber hinzurichten. Entsetzlich!

Lasst doch in Gottes Namen die jungen Männer in Ruhe. Gebt ihnen die Zeit zu sich selbst zu finden. Sie haben, im Unterschied zu den Frauen, sehr viel Zeit.

DschinDschin

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Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.

IMO lesenswert! Schön ge- und beschrieben! kwT

__V__, Bavaria, Tuesday, 07.12.2010, 22:41 (vor 5517 Tagen) @ DschinDschin

- kein Text -

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Antifeminismus [image]
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Narzistisch-paranoide Jungenpolitik?

Oliver, Tuesday, 07.12.2010, 19:40 (vor 5517 Tagen) @ FemokratieBlog

Verfasserin: Alexandra zu Bentheim – Fachbereich WD 9, Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bauknecht weiß, was Frauen wünschen! äääh

Feministin weiß, was Männer denken (sollen)!

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Liebe Grüße
Oliver


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Ist es nicht sehr ermutigend für junge Männer ...

Borat Sagdijev, Tuesday, 07.12.2010, 21:21 (vor 5517 Tagen) @ FemokratieBlog

... dass sie von ihrer Regierung und deren BMFSFJ als krank bezeichnet werden gepaart mit der Aufforderung sich zu "bessern"?

Sind Allmachtsphantasien, das totale von sich überzeugt sein, Einzigartigkeit, Anspruchsdeken, Ausbeutungswünsche, der Mangel die Bedürfnisse Anderer zu erkennen und Hochmut nicht ein wesentlichlicher Bestandteil von krankhaftem Narzissmus?

Da kann ich keinem (jungen) Mann Ablehnung, Rückzug oder Wut verdenken

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Ist es nicht sehr ermutigend für junge Männer ...

Cardillac, Tuesday, 07.12.2010, 22:02 (vor 5517 Tagen) @ Borat Sagdijev


Da kann ich keinem (jungen) Mann Ablehnung, Rückzug oder Wut verdenken

Also ich kann aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, dass es den jungen Männern so schlecht geht. Möglicherweise ist das deprimierende Ohnmachts- und Fremdbestimmtseingefühl auf Fragen der familiären Perspektive und des Vaterseins zentriert.

Es ist der gesellschaftliche Konformismus, der Männer intellektuell defizitär und so wehrlos macht. Wer nicht in der Lage ist, die Welt als Ganzes zu kritisieren und auch mal gegen den Strom zu schwimmen, bleibt eine farblose Null und den Konzepten unserer feministischen Sozialdesigner hilflos ausgeliefert. Wer Entwicklung, Neues, Grenzüberschreitung und Revolution anstrebt, hat genügend Immunstoffe gegen staatlich-feministische Umerziehung.

Noch mal zum antilinken Affekt einiger Foristen: Die Jahrgänge, die in unmittelbarer Berührung mit den 68-er Vorgängen standen, mögen zwar feministische Sympathien gehabt haben, aber sie hatten nicht diese Pudelmentalität, die selber wieder ein Dekadenzphänomen der Ex-Linken ist. Die Linke wurde nach und nach kastriert, verstaatlicht und in Modernisierungsprojekte eingebaut. Die 68-er Linke war der Ursprung von befreiender Revolte und deren Niederlage und systemkonformer Zurichtung zugleich. Wir sind geneigt heute nur das zweite zu sehen.

Ein linksradikaler Flügel in der Männerbewegung wäre die schwerste Waffe, die der "Weltgeist" seinen Protagonisten als Abschlagsprämie für der Sieg zukommen lassen könnte. Linksradikale leben nicht in dieser beklemmenden Fixierung auf die Frau und ihr "biologisch kontrolliertes Verhaltensrepertoir". Sie beschäftigen sich mit den gegnerischen Feinden Staat und Kapital und denken eher geschichtlich. Der Kampf gegen diese beiden lässt sie schnell über die egozentrische, anmaßend feministische Frau hinauswachsen

Geschichtsrevisionismus

Manifold ⌂, Wednesday, 08.12.2010, 09:25 (vor 5517 Tagen) @ Cardillac

Das ist hart, so links zu sein, dass man sich solchen Stuss einreden muss.

Willst du darüber reden?

--
"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis

Danke für diese Antwort!

Borat Sagdijev, Wednesday, 08.12.2010, 13:32 (vor 5517 Tagen) @ Manifold

LOL

Sonst hätte ich noch was ernstes geschrieben wie:

Ich bin besser! Meine Ideologie ist fanatischer!

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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Geschichtsrevisionismus

Cardillac, Wednesday, 08.12.2010, 17:16 (vor 5517 Tagen) @ Manifold

Das ist hart, so links zu sein, dass man sich solchen Stuss einreden muss.


Willst du darüber reden?

Warum nicht? Dazu sind Foren doch da! Muss aber nicht sofort sein

Muhaha

DvB, Friday, 10.12.2010, 06:09 (vor 5515 Tagen) @ Cardillac

Ein linksradikaler Flügel in der Männerbewegung wäre die schwerste
Waffe, die der "Weltgeist" seinen Protagonisten als Abschlagsprämie für
der Sieg zukommen lassen könnte. Linksradikale leben nicht in dieser
beklemmenden Fixierung auf die Frau und ihr "biologisch kontrolliertes
Verhaltensrepertoir". Sie beschäftigen sich mit den gegnerischen Feinden
Staat und Kapital und denken eher geschichtlich.

Von Linksradikalen gibt es zwei Sorten.

Die Führer, die denken. Deren Feind ist nicht Staat und Kapital, sondern das Volk. Denn nur wo sie das zersetzen, können sie gedeien.

Und die Trottel, die sich aus ressentimentalen Sklavenhaß instrumentalisieren lassen

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Psychologische Übertragung?

well prepared, Wednesday, 08.12.2010, 00:39 (vor 5517 Tagen) @ FemokratieBlog

Die Femanze sollte sich erst einmal über diese Formen der psychischen Störungen gründlich aufklären lassen, bevor sie leichtfertig mit solchen Begrifflichkeiten um sich schmeißt. Denn es passt kontextuell weder das eine noch das andere, noch kann eine Art "Kollektivdiagnose" auf eine inhomogene soziale Gruppen angewandt werden.

Narzistisch gestört ist also allerhöchstens die Verfasserin der Broschüre, die - mit der Syntaktik einer Werbebroschüre - so dermaßen viele einseitige Superlative und (chauvinistische) Überhöhungen des Weiblichen aufweist, dass deren wissenschaftliche Verwertbarkeit praktisch ausgeschlossen werden kann.

In gedruckter Form gerade noch ausreichend genug, um sich damit den Arsch abzuwischen

Narzistisch-paranoide Jungenpolitik?

MC Henrich ⌂, Friday, 10.12.2010, 00:43 (vor 5515 Tagen) @ FemokratieBlog

Vorweg - die Überschrift habe ich zum Teil einer Untersuchung entnommen,
die das Bundesfrau­enministerium in Auftrag gegeben hat. Der Satz
“Auch hier manifestiert sich die (narzistisch-paranoide?)
Opferperspektive junger Männer heute”
steht original in der
Broschüre.

Die Jungen sollen narzisstisch-paranoid sein, weil ihnen die Jungenpolitik nicht passt oder was?

Die Sklavenhalter in den US-Südstaaten haben auch mal die Drapetomanie erfunden - weil ein Sklave, der wegläuft, krank sein muss, wenn ihm die Sklaverei nicht gefällt.

Die Emanzen können sich nicht einmal vorstellen, dass ein geistig gesunder Mensch mit ihrer neuen Gesellschaft nicht einverstanden sein könnte

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